### Page: https://www.nemo-strafrecht.de Title: Home Meta Description: Home Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de ## Headings Structure: H1: Strafverteidigung H2: NEMO STRAFVERTEIDIGER H2: Unsere Fachbereiche: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Geldwäsche H3: Jugendstrafrecht H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Wirtschafts­strafrecht H2: So verteidigen wir: H3: Erstberatung H3: Mandatierung H3: Verteidigung im Ermittlungsverfahren H3: Verteidigung im Zwischenverfahren H3: Verteidigung in der Hauptverhandlung H3: Verteidigung im Rechtsmittelverfahren H2: Das sagen unsere Mandanten: H2: Heading 2 H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter ## Main Content: H1: Strafverteidigung H2: NEMO STRAFVERTEIDIGER H2: Unsere Fachbereiche: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Geldwäsche H3: Jugendstrafrecht H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Wirtschafts­strafrecht H2: So verteidigen wir: H3: Erstberatung H3: Mandatierung H3: Verteidigung im Ermittlungsverfahren H3: Verteidigung im Zwischenverfahren H3: Verteidigung in der Hauptverhandlung H3: Verteidigung im Rechtsmittelverfahren H2: Das sagen unsere Mandanten: H2: Heading 2 H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter Für Ihre Zukunft   •   Für Ihren Ruf   •   Für Ihre Freiheit. Die Kanzlei NEMO Strafverteidiger mit Sitz in der Hamburger Innenstadt verteidigt bundesweit Beschuldigte in allen Gebieten des Strafrechts.‍Rechtsanwalt Meese und Rechtsanwalt Schlüter sind seit ihrer juristischen Ausbildung ausschließlich im Strafrecht tätig. Besonderer Fokus unserer Arbeit: Strafverfahren frühzeitig und rein schriftlich, also ohne Gerichtsverhandlung zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht specialist area View Geldwäsche specialist area View Jugendstrafrecht specialist area View Verkehrsstrafrecht specialist area View Betäubun­gsmittel specialist area View Wirtschafts­strafrecht specialist area View Allgemeines Strafrecht specialist area View Geldwäsche specialist area View Jugendstrafrecht specialist area View Verkehrsstrafrecht specialist area View Betäubun­gsmittel specialist area View Wirtschafts­strafrecht specialist area Anzeige? Vorladung als Beschuldigter? Durchsuchung? Festnahme? Wir beraten Sie unkompliziert, unverbindlich und zeitnah über die jetzt folgenden Schritte und Ihre Optionen.‍Dies geschieht in der Regel in einem persönlichen Online-Termin. Auf diese Weise können Wir Ihnen sehr schnell einen Termin anbieten - unabhängig davon wo Sie sich gerade befinden. Sie benötigen hierzu nichts außer einem Endgerät (Computer oder Handy). Auf Wunsch erfolgt die Erstberatung auch telefonisch oder in unseren Räumlichkeiten. Die Erstberatung unterliegt der vollen anwaltlichen Verschwiegenheit. Wir einigen uns über die Rahmenbedingungen unserer Zusammenarbeit, insbesondere über die Kosten. Sie erteilen uns eine anwaltliche Vollmacht für die Vertretung im Strafverfahren. Mit dieser können wir für Sie Akteneinsicht beatragen, Anträge stellen, Stellung nehmen und Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft und dem Gericht führen. Wir fordern die Akte von der Staatsanwaltschaft zur Einsicht an. Nach Akteneinsicht werten wir die Ermittlungsakte aus. Wir geben Ihnen danach - falls möglich — eine genauere Prognose über Chancen und den möglichen Ausgang des Verfahrens.‍Wir entwerfen eine Verteidigungsstrategie auf Basis der Akte. In der Regel wirken wir schriftlich auf eine Einstellung des Verfahrens hin. In der weit überwiegenden Anzahl der Fälle lohnt es sich, dies zu tun.‍Im Erfolgsfall endet das Strafverfahren bereits an dieser Stelle - ohne Gerichtsverhandlung. Falls nötig, führen wir für Sie die Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft, z.B. über eine Einstellung gegen Auflagen. Gegebenenfalls werden wir auch im Zwischenverfahren für Sie tätig. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn zum Zeitpunkt unserer Mandatierung bereits eine Anklage erfolgt ist. Die Erfolgschancen im Zwischenverfahren sind deutlich geringer als im Ermittlungsverfahren. Kontaktieren Sie uns daher immer sofort nach Erhalt einer Vorladung! Dennoch ist es auch im Zwischenverfahren nicht zu spät - in vielen Fällen kann auch hier noch eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden. Lässt sich eine öffentliche Hauptverhandlung nicht verhindern, vertreten wir Sie in der Gerichtsverhandlung und arbeiten mit vollem Einsatz für ein möglichst günstiges Ergebnis.‍Idealerweise können wir einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens erreichen. Ist dies keine Option, kämpfen wir für ein möglichst mildes Ergebnis: Dies ist zum einen eine möglichst geringe Strafe oder die Aussetzung einer Freiheitsstrafe zur Bewährung.‍Hierbei haben wir drohende Nebenfolgen (z.B. Eintragung ins Führungszeugnis, Entzug der Fahrerlaubnis, waffen-/jagdrechtliche Folgen, Verlust des Beamtenstatus) stets im Blick. Ist ein Urteil aus erster Instanz nicht akzeptabel, verteidigen wir Sie auch im Berufungs- oder Revisionsverfahren.Wir verteidigen Sie auch, wenn Sie in der ersten Instanz ohne Verteidiger vor Gericht gegangen sind. Gleiches gilt, wenn Sie in erster Instanz anwaltlich vertreten waren, aber den Verteidiger wechseln möchten. Wir werden regelmäßig von unseren Mandanten über die Plattform Anwalt.de bewertet. Hier finden Sie die neusten Bewertungen: Sie brauchen rechtliche Beratung? Rufen Sie uns an für eine kostenlose Ersteinschätzung oder nutzen Sie unser Kontaktformular. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/rechtsanwalt Title: Uber Uns Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/rechtsanwalt ## Headings Structure: H1: Nemo. Rechtsanwälte im Strafrecht. H3: Spezialisierung im Strafrecht H3: Mehrjährige Prozesserfahrung H3: Prädikatsexamina & Dozenten für Strafrecht H3: Starkes Verteidigernetzwerk H3: Hamburg & bundesweit H3: Kostenlose Erstberatung telefonisch oder online buchbar H2: Unsere Verteidigung H3: laut H3: leise H2: Unsere Spezialisierungen H2: Warum NEMO? H2: Strafverteidiger in der Nähe: Hamburg & Schleswig-Holstein. H2: Unser Engagement H3: Lehre H3: Pro bono H3: Supervision H2: Kooperation H3: Rechtsanwältin Dr. Justine Diebel H2: Heading 2 H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter H2: FAQs H3: Verteidigen Sie mich auch, wenn ich nicht in der Nähe von Hamburg wohne? H3: Was kostet eine Erstberatung bei NEMO Strafverteidiger? ## Main Content: H1: Nemo. Rechtsanwälte im Strafrecht. H3: Spezialisierung im Strafrecht H3: Mehrjährige Prozesserfahrung H3: Prädikatsexamina & Dozenten für Strafrecht H3: Starkes Verteidigernetzwerk H3: Hamburg & bundesweit H3: Kostenlose Erstberatung telefonisch oder online buchbar H2: Unsere Verteidigung H3: laut H3: leise H2: Unsere Spezialisierungen H2: Warum NEMO? H2: Strafverteidiger in der Nähe: Hamburg & Schleswig-Holstein. H2: Unser Engagement H3: Lehre H3: Pro bono H3: Supervision H2: Kooperation H3: Rechtsanwältin Dr. Justine Diebel H2: Heading 2 H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter H2: FAQs H3: Verteidigen Sie mich auch, wenn ich nicht in der Nähe von Hamburg wohne? H3: Was kostet eine Erstberatung bei NEMO Strafverteidiger? Wir machen nur, was wir können: Strafrecht. Als Prozessanwälte haben wir bereits bundesweit vor Amts- und Landgerichten verteidigt. Wir haben unsere Staatsexamina mit Prädikat absolviert. Jetzt bilden wir juristischen Nachwuchs im Strafrecht aus. Wir sind vernetzt mit Spezialisten aus jeder Fachrichtung. Wir sind Hamburger. Mandanten verteidigen wir bundesweit. Wir wissen, wie belastend ein Strafverfahren ist. Deshalb helfen wir sofort. Laut und kämpferisch durch alle Instanzen. Leise und diplomatisch. Wir können beides. Worauf es ankommt: Ihre Zukunft, Ihr Ruf und Ihre Freiheit. Wir beraten Sie in jeder strafrechtlichen Angelegenheit und entwickeln gemeinsam eine individuelle Strategie, die zu Ihnen passt. Wenn Sie sich Ermittlungsmaßnahmen und Sanktionen ausgesetzt sehen, stellen wir uns vor Sie. Mit unserer Prozesserfahrung, unserer Expertise und unserem Netzwerk kämpfen wir mit Ihnen. Für Ihr Recht. Für Ihre Freiheit. Mit allen prozessualen Mitteln und wenn es sein muss durch alle Instanzen. Wir verstehen uns als Gegengewicht zur Justiz und scheuen keinen Konflikt, um Ihre Rechte durchzusetzen. Strafverfahren stellen eine hohe Belastung dar. Für Sie. Für Ihre Familie. Nicht selten drohen berufliche Konsequenzen und eine Schädigung des Ansehens. Wenn es Ihr Ziel ist, helfen wir Ihnen, Strafverfahren schnell, ohne viel Aufsehen und mit Fokus auf Ihre Interessen zum Abschluss zu bringen. Wir wirken bereits im Ermittlungsverfahren auf eine Einstellung des Verfahrens hin, um eine Gerichtsverhandlung zu vermeiden, Ihre berufliche Zukunft zu sichern und soziale Repressalien abzuwenden. Wir beraten und verteidigen im gesamten Strafrecht. Neben komplexen landgerichtlichen Verfahren (z.B. in Kapitalstrafsachen oder Betäubungsmittelstrafrecht) liegen uns zwei Bereiche besonders am Herzen: Jugendstrafrecht und Geldwäsche-Verfahren. In beiden geht es für unsere Mandanten um alles: Ihre Zukunft.‍Für unsere jugendlichen Beschuldigten geht es um die soziale und berufliche Perspektive. Diese vor Stigmatisierung und Sanktionen zu schützen, ist unser Fokus.‍Im Bereich Geldwäsche sind ökonomische Zusammenhänge entscheidend. Häufig droht die Einziehung hoher Beträge. Dies bedroht die wirtschaftliche Existenz. Wir schützen Sie! Mit Zahlenverständnis und Erfahrungen im Wirtschaftsstrafrecht - egal wie komplex der Sachverhalt ist. Wir machen Strafrecht. Nothing else. Seit unserer juristischen Ausbildung sind wir auf das Strafrecht und Compliance spezialisiert. Unsere Staatsexamina haben wir mit Prädikat absolviert und geben unsere Kenntnisse heute als Dozenten für Strafrecht an Studenten und Rechtsreferendare weiter. Daneben forschen und dissertieren wir zu strafrechtlichen Themen. Wir sind vernetzt. So können wir kurzfristig Verteidiger-Teams zusammenstellen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen hinzuziehen. Der Austausch und die Fortbildung mit Kollegen ist für uns genauso wichtig wie gesellschaftspolitisches Engagement der Verteidigerszene.‍Wir arbeiten digital und effizient. Dadurch können wir auch komplexe Verfahren effektiv bearbeiten und eine schnelle, unkomplizierte Kommunikation für unsere Mandanten gewährleisten. Weil wir wissen, wie belastend Strafverfahren sind. Wir sind Hamburger und eng mit Schleswig-Holstein verbunden. Unsere Mandanten kommen nicht nur aus der Hansestadt, sondern auch aus Städten wie Kiel, Lübeck, Flensburg, Neumünster und Itzehoe, aber auch aus Niedersachsen.‍Diese regionale Präsenz ermöglicht uns, Mandanten im gesamten norddeutschen Raum kompetent zu vertreten. Wir verteidigen Sie aber auch bundesweit – von Flensburg bis Konstanz. Strafverteidigung ist für uns kein Job, sondern Überzeugung. 
Deshalb engagieren wir uns: Wir engagieren uns in der juristischen Ausbildung und unterrichten angehende Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälte. Um Gerechtigkeit unabhängig von finanziellen Mitteln durchzusetzen, verteidigen wir ausgewählte Mandate pro bono. Wir führen regelmäßig Fallrunden mit Kollegen durch, in denen wir komplexe Fälle anonymisiert im Team analysieren. In umfangreichen Verfahren, insbesondere im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts und in Revisionsverfahren, arbeiten wir regelmäßig mit Rechtsanwältin Dr. Diebel aus Frankfurt am Main zusammen. Sie publiziert laufend Fachbeiträge im Betäubungsmittelstrafrecht und ist Lehrbeauftragte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Warten Sie nicht, bis Fristen verstreichen oder die Situation schwieriger wird. Lassen Sie uns ihre Möglichkeiten besprechen! Vereinbaren Sie Ihren unverbindlichen und kostenlosen Ersttermin – telefonisch oder direkt über unser Terminbuchungstool. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Wir verteidigen Sie bundesweit. Unser Fokus liegt immer darauf, das Verfahren schriftlich, also ohne Gerichtsverhandlung, zur Einstellung zu bringen. Daher können wir Sie in ganz Deutschland betreuen. Wir helfen Ihnen auch, wenn Sie im Ausland wohnen, solange es um ein Strafverfahren in Deutschland geht. Die Erstberatung bei NEMO Strafverteidigung (ca. 20-30 Minuten) ist kostenfrei und unverbindlich. Das Gespräch unterliegt bereits der anwaltlichen Verschwiegenheit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/ablauf-strafverfahren Title: Ablauf Strafverfahren Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/ablauf-strafverfahren ## Headings Structure: H1: Ablauf Strafverfahren H2: Das Wichtigste in Kürze: H2: Wie läuft ein Strafverfahren ab? H3: Ermittlungsverfahren H3: Zwischenverfahren H3: Hauptverfahren H3: Rechtsmittelverfahren H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Inhaltsverzeichnis H2: Ablauf Strafverfahren: Mehrere Stufen H2: Stufe 1: ErmittlungsVerfahren H2: Stufe 2: Zwischenverfahren H2: Stufe 3: Hauptverfahren H2: Stufe 4: Rechtsmittelverfahren H2: FAQs H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? ## Main Content: H1: Ablauf Strafverfahren H2: Das Wichtigste in Kürze: H2: Wie läuft ein Strafverfahren ab? H3: Ermittlungsverfahren H3: Zwischenverfahren H3: Hauptverfahren H3: Rechtsmittelverfahren H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Inhaltsverzeichnis H2: Ablauf Strafverfahren: Mehrere Stufen H2: Stufe 1: ErmittlungsVerfahren H2: Stufe 2: Zwischenverfahren H2: Stufe 3: Hauptverfahren H2: Stufe 4: Rechtsmittelverfahren H2: FAQs H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? Das Ermittlungsverfahren beginnt damit, dass die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis über eine mögliche Straftat erlangen, z.B. durch eine Anzeige. Es werden dann Ermittlungen aufgenommen, also Zeugen befragt, Unterlagen eingeholt, Spuren gesichert und ggf. Durchsuchungen durchgeführt.‍In der Regel erhalten Verdächtige im Rahmen des Ermittlungsverfahrens eine "Vorladung als Beschuldigter" von der Polizei. In den meisten Fällen wird das Ermittlungsverfahren auch durch die Polizei geführt. Am Ende gibt die Polizei das Verfahren an die Staatsanwaltschaft ab. Diese trifft dann eine Abschlussentscheidung: Einstellung des Verfahrens, Strafbefehl oder Anklage. Zum Zwischenverfahren kommt es, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt. Dies ist der Fall, wenn die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht sieht, also eine Verurteilung für wahrscheinlicher als einen Freispruch hält. ‍Die Ermittlungsakte wird dann zusammen mit der Anklage an das zuständige Gericht abgegeben. Dieses entscheidet, ob es ebenfalls einen hinreichenden Tatverdacht sieht. Wenn ja, eröffnet das Gericht das Hauptverfahren per Beschluss. Wenn nein, ergeht ein Beschluss über die Nichteröffnung. Das Hauptverfahren wird vor Gericht durchgeführt und ist in aller Regel öffentlich. Das Gericht führt eine Beweisaufnahme durch, insbesondere durch die Vernehmung des Angeklagten, der Zeugen und Sachverständigen sowie z.B. durch Verlesung von Urkunden.‍Wie lange eine sogenannte Hauptverhandlung dauert, hängt vom Umfang des Falls ab. Kleinere Fälle werden unter Umständen in 30 Minuten verhandelt. Umfangreiche Verfahren können sich über Jahre und viele Verhandlungstage erstrecken. Am Ende des Hauptverfahrens entscheidet das Gericht meist durch Urteil. Auch vor Gericht ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens möglich. Zum Rechtsmittelverfahren kommt es, wenn Angeklagte, Staatsanwaltschaft oder Nebenklage mit dem Urteil des Gerichts nicht zufrieden sind und Rechtsmittel einlegen. Rechtsmittel im Strafverfahren sind die Berufung (gegen Urteile des Amtsgerichts) und Revision (in der Regel gegen Urteile des Landgerichts). Der Fall wird dann an ein höheres Gericht abgegeben, welches das Urteil überprüft. Alles, was Sie zum Ablauf eines Strafverfahrens wissen müssen, finden Sie hier: View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafverfahren in Deutschland läuft in mehreren Stufen ab. Nicht jedes Verfahren endet mit einer Gerichtsverhandlung – viele Verfahren können schon früher beendet werden. Das Ermittlungsverfahren beginnt, sobald Polizei oder Staatsanwaltschaft Kenntnis von einer möglichen Straftat erhalten. In dieser Phase werden Beweise gesammelt und Zeugen vernommen. Beschuldigte erhalten häufig eine Vorladung und sollten keine Angaben ohne anwaltliche Beratung machen. Ein Anwalt kann nach Akteneinsichtdie Vorwürfe und die Beweislage prüfen. Oft kann in diesem Stadium bereits eine Einstellung mangels Tatverdacht oder eine Einstellung wegen Geringfügigkeit erreicht werden. Im Zwischenverfahren prüft das Gericht, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen wird. Es wird entschieden, ob ein „hinreichender Tatverdacht“ besteht. In vielen Fällen kann die Verteidigung hier noch auf eine Einstellung hinwirken oder bei erdrückender Beweislage einen Strafbefehl anregen, um eine öffentliche Hauptverhandlung zu vermeiden. Im Hauptverfahren findet die Gerichtsverhandlung statt. Zeugen werden gehört, Beweise erhoben und am Ende fällt das Gericht ein Urteil – Freispruch oder Verurteilung. Auch im Hauptverfahren besteht jedoch noch die Möglichkeit, das Verfahren ohne Urteil einzustellen. Nach einem Urteil können Rechtsmittel eingelegt werden – Berufung oder Revision. In der Berufung wird der Fall teilweise oder vollständig neu verhandelt.Ein erfahrener Strafverteidiger prüft, ob ein Rechtsmittel sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Wir wirken in jedem Verfahren auf das für Sie beste Ergebnis hin und geben Ihnen zu jedem Zeitpunkt eine Einschätzung, wie die Beweislage zu bewerten ist. Sprechen Sie mit uns im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs und beauftragen Sie uns mit der Akteneinsicht. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Die Ermittlungsbehörden (meistens: Polizei) leiten in der Regel ein Ermittlungsverfahren gegen Sie ein. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens erhalten Sie eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei. Gegebenenfalls erhalten weitere Personen eine Vorladung als Zeuge bei der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen gibt die Polizei die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Gerade als Unschuldiger sollten Sie schweigen und einen Anwalt mit Akteneinsicht beauftragen. Auch als Unschuldiger können Sie den Tatverdacht gegen Sie erhärten, ohne dass es Ihnen bewusst ist. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/kontakt Title: Kontakt Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/kontakt ## Headings Structure: H1: KONTAKT H2: Unser Standort H3: Colonnaden 96, 20354 Hamburg H2: Anreise ## Main Content: H1: KONTAKT H2: Unser Standort H3: Colonnaden 96, 20354 Hamburg H2: Anreise Sie haben mehrere Möglichkeiten, uns zu kontaktieren. Wir antworten umgehend. Vereinbaren Sie eigenständig einen Termin für ein persönlichen Online-Termin oder ein Telefonat über unser Buchungssystem. Rufen Sie uns an:040 / 23 83 46 410Geschäftszeiten:Mo-Fr. 8:00 - 19:30 Uhr Schreiben Sie uns per Mail oder auf WhatsApp:‍‍kanzlei@nemo-strafrecht.de0151 / 41 37 28 46 Der Kanzleisitz befindet sich mitten in der Hamburger Innenstadt in den Colonnaden - direkt am Jungfernstieg.Sie erreichen unser Büro im 4. OG barrierefrei per Fahrstuhl. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/impressum Title: Impressum Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/impressum ## Headings Structure: H1: Impressum H3: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: H3: Berufsbezeichnung & Gesetzliche Bestimmungen: H3: BERUFSHAFTPFLICHTVERSICHERUNG H3: Zuständige Aufsichtsbehörde und Kammer ## Main Content: H1: Impressum H3: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: H3: Berufsbezeichnung & Gesetzliche Bestimmungen: H3: BERUFSHAFTPFLICHTVERSICHERUNG H4: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: H4: Rechtsanwalt Jonas Meese: H3: Zuständige Aufsichtsbehörde und Kammer NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR Colonnaden 96, 20354 HamburgTelefon:+49 40 2383 464 10Fax: +49 40 2383 464 11E-Mail: kanzlei@nemo-strafrecht.denemo-strafrecht.de Die Berufsbezeichnung „Rechtsanwalt“ bzw. „Rechtsanwältin“ („Rechtsanwält:innen)  wurden  in der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Als Rechtsanwälte unterliegen wir den nachfolgend aufgelisteten berufsrechtlichen Bestimmungen: Die Regelungen sind auf der Internetseite der Bundesrechtsanwaltskammer (www.brak.de) abrufbar. Wir unterhalten jeweils eine Berufshaftpflichtversicherung. Markel Insurance SESopienstraße 2680333 München HDI Versicherungs AGHDI-Platz 130659 Hannover Die Rechtsanwälte Alexander Schlüter und Jonas Meese sind Mitglieder der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer Hamburg, Valentinskamp 88, 20355 Hamburg. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/datenschutz Title: Datenschutz Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/datenschutz ## Headings Structure: H1: Datenschutzerklärung H2: Allgemeine Hinweise H2: DATENSCHUTZERKLÄRUNG H3: 1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN H3: 2. NAME UND ANSCHRIFT DES FÜR DIE VERARBEITUNG VERANTWORTLICHEN H2: 3. COOKIES H2: 4. ERFASSUNG VON ALLGEMEINEN DATEN UND INFORMATIONEN H2: 5. KONTAKTMÖGLICHKEIT ÜBER DIE INTERNETSEITE H2: 6. ROUTINEMÄSSIGE LÖSCHUNG UND SPERRUNG VON PERSONENBEZOGENEN DATE H2: 7. RECHTE DER BETROFFENEN PERSON H3: 8. DATENSCHUTZ BEI BEWERBUNGEN UND IM BEWERBUNGSVERFAHREN H3: 9. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZU EINSATZ UND VERWENDUNG VON GOOGLE-ADWORDS H3: 10. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZU EINSATZ UND VERWENDUNG VON LINKEDIN H3: 11. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZU EINSATZ UND VERWENDUNG VON YOUTUBE H3: 12. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZUM EINSATZ VON MEETERGO H3: 13. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZUM HOSTING DER WEBSITE BEI WEBFLOW H3: 14. RECHTSGRUNDLAGE DER VERARBEITUNG H3: 15. BERECHTIGTE INTERESSEN AN DER VERARBEITUNG, DIE VON DEM VERANTWORTLICHEN ODER EINEM DRITTEN VERFOLGT WERDEN H3: 16. DAUER, FÜR DIE DIE PERSONENBEZOGENEN DATEN GESPEICHERT WERDEN H3: 17. GESETZLICHE ODER VERTRAGLICHE VORSCHRIFTEN ZUR BEREITSTELLUNG DER PERSONENBEZOGENEN DATEN; ERFORDERLICHKEIT FÜR DEN VERTRAGSABSCHLUSS; VERPFLICHTUNG DER BETROFFENEN PERSON, DIE PERSONENBEZOGENEN DATEN BEREITZUSTELLEN; MÖGLICHE FOLGEN DER NICHTBEREITSTELLUNG H3: 18. BESTEHEN EINER AUTOMATISIERTEN ENTSCHEIDUNGSFINDUNG ## Main Content: H1: Datenschutzerklärung H2: Allgemeine Hinweise H2: DATENSCHUTZERKLÄRUNG H3: 1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN H3: 2. NAME UND ANSCHRIFT DES FÜR DIE VERARBEITUNG VERANTWORTLICHEN H2: 3. COOKIES H2: 4. ERFASSUNG VON ALLGEMEINEN DATEN UND INFORMATIONEN H2: 5. KONTAKTMÖGLICHKEIT ÜBER DIE INTERNETSEITE H2: 6. ROUTINEMÄSSIGE LÖSCHUNG UND SPERRUNG VON PERSONENBEZOGENEN DATE H2: 7. RECHTE DER BETROFFENEN PERSON H3: 8. DATENSCHUTZ BEI BEWERBUNGEN UND IM BEWERBUNGSVERFAHREN H3: 9. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZU EINSATZ UND VERWENDUNG VON GOOGLE-ADWORDS H3: 10. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZU EINSATZ UND VERWENDUNG VON LINKEDIN H3: 11. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZU EINSATZ UND VERWENDUNG VON YOUTUBE H3: 12. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZUM EINSATZ VON MEETERGO H3: 13. DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN ZUM HOSTING DER WEBSITE BEI WEBFLOW H3: 14. RECHTSGRUNDLAGE DER VERARBEITUNG H3: 15. BERECHTIGTE INTERESSEN AN DER VERARBEITUNG, DIE VON DEM VERANTWORTLICHEN ODER EINEM DRITTEN VERFOLGT WERDEN H3: 16. DAUER, FÜR DIE DIE PERSONENBEZOGENEN DATEN GESPEICHERT WERDEN H3: 17. GESETZLICHE ODER VERTRAGLICHE VORSCHRIFTEN ZUR BEREITSTELLUNG DER PERSONENBEZOGENEN DATEN; ERFORDERLICHKEIT FÜR DEN VERTRAGSABSCHLUSS; VERPFLICHTUNG DER BETROFFENEN PERSON, DIE PERSONENBEZOGENEN DATEN BEREITZUSTELLEN; MÖGLICHE FOLGEN DER NICHTBEREITSTELLUNG H3: 18. BESTEHEN EINER AUTOMATISIERTEN ENTSCHEIDUNGSFINDUNG Die folgenden Hinweise geben einen einfachen Überblick darüber, was mit Ihren personenbezogenen Daten passiert, wenn Sie unsere Website besuchen. Personenbezogene Daten sind alle Daten, mit denen Sie persönlich identifiziert werden können. Ausführliche Informationen zum Thema Datenschutz entnehmen Sie unserer unter diesem Text aufgeführten Datenschutzerklärung. Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Datenschutz hat einen besonders hohen Stellenwert für die Geschäftsleitung der NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR. Eine Nutzung der Internetseiten der NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR ist grundsätzlich ohne jede Angabe personenbezogener Daten möglich. Sofern eine betroffene Person besondere Services unseres Unternehmens über unsere Internetseite in Anspruch nehmen möchte, könnte jedoch eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich werden. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich und besteht für eine solche Verarbeitung keine gesetzliche Grundlage, holen wir generell eine Einwilligung der betroffenen Person ein. Die Verarbeitung personenbezogener Daten, beispielsweise des Namens, der Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer betroffenen Person, erfolgt stets im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung und in Übereinstimmung mit den für die NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR geltenden landesspezifischen Datenschutzbestimmungen. Mittels dieser Datenschutzerklärung möchte unser Unternehmen die Öffentlichkeit über Art, Umfang und Zweck der von uns erhobenen, genutzten und verarbeiteten personenbezogenen Daten informieren. Ferner werden betroffene Personen mittels dieser Datenschutzerklärung über die ihnen zustehenden Rechte aufgeklärt. Die NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR hat als für die Verarbeitung Verantwortlicher zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um einen möglichst lückenlosen Schutz der über diese Internetseite verarbeiteten personenbezogenen Daten sicherzustellen. 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Wir verwenden in dieser Datenschutzerklärung unter anderem die folgenden Begriffe: Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung, sonstiger in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union geltenden Datenschutzgesetze und anderer Bestimmungen mit datenschutzrechtlichem Charakter ist die: NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbRColonnaden 9620354 HamburgDeutschlandTel.: 040238346410E-Mail: schlueter@nemo-strafrecht.deWebsite: www.nemo-strafrecht.de Die Internetseiten der NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR verwenden Cookies. Cookies sind Textdateien, welche über einen Internetbrowser auf einem Computersystem abgelegt und gespeichert werden. Zahlreiche Internetseiten und Server verwenden Cookies. Viele Cookies enthalten eine sogenannte Cookie-ID. Eine Cookie-ID ist eine eindeutige Kennung des Cookies. Sie besteht aus einer Zeichenfolge, durch welche Internetseiten und Server dem konkreten Internetbrowser zugeordnet werden können, in dem das Cookie gespeichert wurde. 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Deaktiviert die betroffene Person die Setzung von Cookies in dem genutzten Internetbrowser, sind unter Umständen nicht alle Funktionen unserer Internetseite vollumfänglich nutzbar. Die Internetseite der NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR erfasst mit jedem Aufruf der Internetseite durch eine betroffene Person oder ein automatisiertes System eine Reihe von allgemeinen Daten und Informationen. Diese allgemeinen Daten und Informationen werden in den Logfiles des Servers gespeichert. Erfasst werden können die (1) verwendeten Browsertypen und Versionen, (2) das vom zugreifenden System verwendete Betriebssystem, (3) die Internetseite, von welcher ein zugreifendes System auf unsere Internetseite gelangt (sogenannte Referrer), (4) die Unterwebseiten, welche über ein zugreifendes System auf unserer Internetseite angesteuert werden, (5) das Datum und die Uhrzeit eines Zugriffs auf die Internetseite, (6) eine Internet-Protokoll-Adresse (IP-Adresse), (7) der Internet-Service-Provider des zugreifenden Systems und (8) sonstige ähnliche Daten und Informationen, die der Gefahrenabwehr im Falle von Angriffen auf unsere informationstechnologischen Systeme dienen. Bei der Nutzung dieser allgemeinen Daten und Informationen zieht die NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR keine Rückschlüsse auf die betroffene Person. Diese Informationen werden vielmehr benötigt, um (1) die Inhalte unserer Internetseite korrekt auszuliefern, (2) die Inhalte unserer Internetseite sowie die Werbung für diese zu optimieren, (3) die dauerhafte Funktionsfähigkeit unserer informationstechnologischen Systeme und der Technik unserer Internetseite zu gewährleisten sowie (4) um Strafverfolgungsbehörden im Falle eines Cyberangriffes die zur Strafverfolgung notwendigen Informationen bereitzustellen. Diese anonym erhobenen Daten und Informationen werden durch die NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR daher einerseits statistisch und ferner mit dem Ziel ausgewertet, den Datenschutz und die Datensicherheit in unserem Unternehmen zu erhöhen, um letztlich ein optimales Schutzniveau für die von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten sicherzustellen. Die anonymen Daten der Server-Logfiles werden getrennt von allen durch eine betroffene Person angegebenen personenbezogenen Daten gespeichert. Die Internetseite der NEMO Rechtsanwälte Schlüter & Meese GbR enthält aufgrund von gesetzlichen Vorschriften Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme zu unserem Unternehmen sowie eine unmittelbare Kommunikation mit uns ermöglichen, was ebenfalls eine allgemeine Adresse der sogenannten elektronischen Post (E-Mail-Adresse) umfasst. Sofern eine betroffene Person per E-Mail oder über ein Kontaktformular den Kontakt mit dem für die Verarbeitung Verantwortlichen aufnimmt, werden die von der betroffenen Person übermittelten personenbezogenen Daten automatisch gespeichert. Solche auf freiwilliger Basis von einer betroffenen Person an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelten personenbezogenen Daten werden für Zwecke der Bearbeitung oder der Kontaktaufnahme zur betroffenen Person gespeichert. Es erfolgt keine Weitergabe dieser personenbezogenen Daten an Dritte. Der für die Verarbeitung Verantwortliche verarbeitet und speichert personenbezogene Daten der betroffenen Person nur für den Zeitraum, der zur Erreichung des Speicherungszwecks erforderlich ist oder sofern dies durch den Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einen anderen Gesetzgeber in Gesetzen oder Vorschriften, welchen der für die Verarbeitung Verantwortliche unterliegt, vorgesehen wurde. Entfällt der Speicherungszweck oder läuft eine vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einem anderen zuständigen Gesetzgeber vorgeschriebene Speicherfrist ab, werden die personenbezogenen Daten routinemäßig und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gesperrt oder gelöscht. Der für die Verarbeitung Verantwortliche erhebt und verarbeitet die personenbezogenen Daten von Bewerbern zum Zwecke der Abwicklung des Bewerbungsverfahrens. Die Verarbeitung kann auch auf elektronischem Wege erfolgen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Bewerber entsprechende Bewerbungsunterlagen auf dem elektronischen Wege, beispielsweise per E-Mail oder über ein auf der Internetseite befindliches Webformular, an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelt. Schließt der für die Verarbeitung Verantwortliche einen Anstellungsvertrag mit einem Bewerber, werden die übermittelten Daten zum Zwecke der Abwicklung des Beschäftigungsverhältnisses unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gespeichert. Wird von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen kein Anstellungsvertrag mit dem Bewerber geschlossen, so werden die Bewerbungsunterlagen zwei Monate nach Bekanntgabe der Absageentscheidung automatisch gelöscht, sofern einer Löschung keine sonstigen berechtigten Interessen des für die Verarbeitung Verantwortlichen entgegenstehen. Sonstiges berechtigtes Interesse in diesem Sinne ist beispielsweise eine Beweispflicht in einem Verfahren nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Google AdWords integriert. Google AdWords ist ein Dienst zur Internetwerbung, der es Werbetreibenden gestattet, sowohl Anzeigen in den Suchmaschinenergebnissen von Google als auch im Google-Werbenetzwerk zu schalten. Google AdWords ermöglicht es einem Werbetreibenden, vorab bestimmte Schlüsselwörter festzulegen, mittels derer eine Anzeige in den Suchmaschinenergebnissen von Google ausschließlich dann angezeigt wird, wenn der Nutzer mit der Suchmaschine ein schlüsselwortrelevantes Suchergebnis abruft. Im Google-Werbenetzwerk werden die Anzeigen mittels eines automatischen Algorithmus und unter Beachtung der zuvor festgelegten Schlüsselwörter auf themenrelevanten Internetseiten verteilt. Betreibergesellschaft der Dienste von Google AdWords ist die Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin, D04 E5W5, Ireland. Der Zweck von Google AdWords ist die Bewerbung unserer Internetseite durch die Einblendung von interessenrelevanter Werbung auf den Internetseiten von Drittunternehmen und in den Suchmaschinenergebnissen der Suchmaschine Google und eine Einblendung von Fremdwerbung auf unserer Internetseite. Gelangt eine betroffene Person über eine Google-Anzeige auf unsere Internetseite, wird auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person durch Google ein sogenannter Conversion-Cookie abgelegt. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Ein Conversion-Cookie verliert nach dreißig Tagen seine Gültigkeit und dient nicht zur Identifikation der betroffenen Person. Über den Conversion-Cookie wird, sofern das Cookie noch nicht abgelaufen ist, nachvollzogen, ob bestimmte Unterseiten, beispielsweise der Warenkorb von einem Online-Shop-System, auf unserer Internetseite aufgerufen wurden. Durch den Conversion-Cookie können sowohl wir als auch Google nachvollziehen, ob eine betroffene Person, die über eine AdWords-Anzeige auf unsere Internetseite gelangt ist, einen Umsatz generierte, also einen Warenkauf vollzogen oder abgebrochen hat. Die durch die Nutzung des Conversion-Cookies erhobenen Daten und Informationen werden von Google verwendet, um Besuchsstatistiken für unsere Internetseite zu erstellen. Diese Besuchsstatistiken werden durch uns wiederum genutzt, um die Gesamtanzahl der Nutzer zu ermitteln, welche über AdWords-Anzeigen an uns vermittelt wurden, also um den Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen AdWords-Anzeige zu ermitteln und um unsere AdWords-Anzeigen für die Zukunft zu optimieren. Weder unser Unternehmen noch andere Werbekunden von Google-AdWords erhalten Informationen von Google, mittels derer die betroffene Person identifiziert werden könnte. Mittels des Conversion-Cookies werden personenbezogene Informationen, beispielsweise die durch die betroffene Person besuchten Internetseiten, gespeichert. Bei jedem Besuch unserer Internetseiten werden demnach personenbezogene Daten, einschließlich der IP-Adresse des von der betroffenen Person genutzten Internetanschlusses, an Google in den Vereinigten Staaten von Amerika übertragen. Diese personenbezogenen Daten werden durch Google in den Vereinigten Staaten von Amerika gespeichert. Google gibt diese über das technische Verfahren erhobenen personenbezogenen Daten unter Umständen an Dritte weiter. Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Google einen Conversion-Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem kann ein von Google AdWords bereits gesetzter Cookie jederzeit über den Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden. Ferner besteht für die betroffene Person die Möglichkeit, der interessenbezogenen Werbung durch Google zu widersprechen. Hierzu muss die betroffene Person von jedem der von ihr genutzten Internetbrowser aus den Link www.google.de/settings/ads aufrufen und dort die gewünschten Einstellungen vornehmen. Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Google können unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ abgerufen werden. Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten der LinkedIn Corporation integriert. LinkedIn ist ein Internetbasiertes soziales Netzwerk, das eine Konnektierung der Nutzer mit bestehenden Geschäftskontakten sowie das Knüpfen von neuen Businesskontakten ermöglicht. Über 400 Millionen registrierte Personen nutzen LinkedIn in mehr als 200 Ländern. Damit ist LinkedIn derzeit die größte Plattform für Businesskontakte und eine der meistbesuchten Internetseiten der Welt. Betreibergesellschaft von LinkedIn ist die LinkedIn Corporation, 2029 Stierlin Court Mountain View, CA 94043, USA. Für Datenschutzangelegenheiten außerhalb der USA ist LinkedIn Ireland, Privacy Policy Issues, Wilton Plaza, Wilton Place, Dublin 2, Ireland, zuständig. Bei jedem einzelnen Abruf unserer Internetseite, die mit einer LinkedIn-Komponente (LinkedIn-Plug-In) ausgestattet ist, veranlasst diese Komponente, dass der von der betroffenen Person verwendete Browser eine entsprechende Darstellung der Komponente von LinkedIn herunterlädt. Weitere Informationen zu den LinkedIn-Plug-Ins können unter https://developer.linkedin.com/plugins abgerufen werden. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält LinkedIn Kenntnis darüber, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite durch die betroffene Person besucht wird. Sofern die betroffene Person gleichzeitig bei LinkedIn eingeloggt ist, erkennt LinkedIn mit jedem Aufruf unserer Internetseite durch die betroffene Person und während der gesamten Dauer des jeweiligen Aufenthaltes auf unserer Internetseite, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite die betroffene Person besucht. Diese Informationen werden durch die LinkedIn-Komponente gesammelt und durch LinkedIn dem jeweiligen LinkedIn-Account der betroffenen Person zugeordnet. Betätigt die betroffene Person einen auf unserer Internetseite integrierten LinkedIn-Button, ordnet LinkedIn diese Information dem persönlichen LinkedIn-Benutzerkonto der betroffenen Person zu und speichert diese personenbezogenen Daten. LinkedIn erhält über die LinkedIn-Komponente immer dann eine Information darüber, dass die betroffene Person unsere Internetseite besucht hat, wenn die betroffene Person zum Zeitpunkt des Aufrufes unserer Internetseite gleichzeitig bei LinkedIn eingeloggt ist; dies findet unabhängig davon statt, ob die betroffene Person die LinkedIn-Komponente anklickt oder nicht. Ist eine derartige Übermittlung dieser Informationen an LinkedIn von der betroffenen Person nicht gewollt, kann diese die Übermittlung dadurch verhindern, dass sie sich vor einem Aufruf unserer Internetseite aus ihrem LinkedIn-Account ausloggt. LinkedIn bietet unter https://www.linkedin.com/psettings/guest-controls die Möglichkeit, E-Mail-Nachrichten, SMS-Nachrichten und zielgerichtete Anzeigen abzubestellen sowie Anzeigen-Einstellungen zu verwalten. LinkedIn nutzt ferner Partner wie Quantcast, Google Analytics, BlueKai, DoubleClick, Nielsen, Comscore, Eloqua und Lotame, die Cookies setzen können. Solche Cookies können unter https://www.linkedin.com/legal/cookie-policy abgelehnt werden. Die geltenden Datenschutzbestimmungen von LinkedIn sind unter https://www.linkedin.com/legal/privacy-policy abrufbar. Die Cookie-Richtlinie von LinkedIn ist unter https://www.linkedin.com/legal/cookie-policy abrufbar. Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten von YouTube integriert. YouTube ist ein Internet-Videoportal, dass Video-Publishern das kostenlose Einstellen von Videoclips und anderen Nutzern die ebenfalls kostenfreie Betrachtung, Bewertung und Kommentierung dieser ermöglicht. YouTube gestattet die Publikation aller Arten von Videos, weshalb sowohl komplette Film- und Fernsehsendungen, aber auch Musikvideos, Trailer oder von Nutzern selbst angefertigte Videos über das Internetportal abrufbar sind. Betreibergesellschaft von YouTube ist die Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin, D04 E5W5, Ireland. Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine YouTube-Komponente (YouTube-Video) integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige YouTube-Komponente veranlasst, eine Darstellung der entsprechenden YouTube-Komponente von YouTube herunterzuladen. Weitere Informationen zu YouTube können unter https://www.youtube.com/yt/about/de/ abgerufen werden. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhalten YouTube und Google Kenntnis darüber, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite durch die betroffene Person besucht wird. Sofern die betroffene Person gleichzeitig bei YouTube eingeloggt ist, erkennt YouTube mit dem Aufruf einer Unterseite, die ein YouTube-Video enthält, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite die betroffene Person besucht. Diese Informationen werden durch YouTube und Google gesammelt und dem jeweiligen YouTube-Account der betroffenen Person zugeordnet. YouTube und Google erhalten über die YouTube-Komponente immer dann eine Information darüber, dass die betroffene Person unsere Internetseite besucht hat, wenn die betroffene Person zum Zeitpunkt des Aufrufs unserer Internetseite gleichzeitig bei YouTube eingeloggt ist; dies findet unabhängig davon statt, ob die betroffene Person ein YouTube-Video anklickt oder nicht. Ist eine derartige Übermittlung dieser Informationen an YouTube und Google von der betroffenen Person nicht gewollt, kann diese die Übermittlung dadurch verhindern, dass sie sich vor einem Aufruf unserer Internetseite aus ihrem YouTube-Account ausloggt. Die von YouTube veröffentlichten Datenschutzbestimmungen, die unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ abrufbar sind, geben Aufschluss über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch YouTube und Google. Wir haben meetergo auf dieser Webseite eingebunden. Anbieter ist die meetergo GmbH, Hauptstr. 44, 40789 Monheim am Rhein (nachfolgend meetergo). meetergo stellt ein Online-Terminvergabe-Tool bereit. Wenn Sie online einen Termin mit uns vereinbaren, werden Ihre hierzu eingegebenen Daten auf den Servern von meetergo in Deutschland gespeichert. Des Weiteren erfasst meetergo kurzfristig Ihre IP-Adresse, Ihre Referrer-URL, die Uhrzeit des Zugriffs und kann feststellen, dass Sie bei uns eine Anfrage gestellt haben; diese Daten werden ausschließlich für die technische Bereitstellung des Dienstes verwendet und anschließend automatisch wieder gelöscht. Die Verwendung von meetergo erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse an einer möglichst unkomplizierten Terminvereinbarung. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO bzw. Art. 9 Abs. 1 lit. a; die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar Wir hosten unsere Website bei Webflow. Anbieter ist die Webflow, Inc., 398 11th Street, 2nd Floor, San Francisco, CA 94103, USA (nachfolgend Webflow). Wenn Sie unsere Website besuchen, erfasst Webflow verschiedene Logfiles inklusive Ihrer IP-Adressen. Webflow ist ein Tool zum Erstellen und zum Hosten von Websites. Webflow speichert Cookies oder sonstige Wiedererkennungstechnologien, die für die Darstellung der Seite, zur Bereitstellung bestimmter Webseitenfunktionen und zur Gewährleistung der Sicherheit erforderlich sind (notwendige Cookies). Details entnehmen Sie der Datenschutzerklärung von Webflow: https://webflow.com/legal/eu-privacy-policy. Die Verwendung von Webflow erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Wir haben ein berechtigtes Interesse an einer möglichst zuverlässigen Darstellung unserer Website. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO und § 25 Abs. 1 TTDSG, soweit die Einwilligung die Speicherung von Cookies oder den Zugriff auf Informationen im Endgerät des Nutzers (z. B. Device-Fingerprinting) im Sinne des TTDSG umfasst. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Die Datenübertragung in die USA wird auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gestützt. Details finden Sie hier: https://webflow.com/legal/eu-privacy-policy. Art. 6 I lit. a DS-GVO dient unserem Unternehmen als Rechtsgrundlage für Verarbeitungsvorgänge, bei denen wir eine Einwilligung für einen bestimmten Verarbeitungszweck einholen. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten zur Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, erforderlich, wie dies beispielsweise bei Verarbeitungsvorgängen der Fall ist, die für eine Lieferung von Waren oder die Erbringung einer sonstigen Leistung oder Gegenleistung notwendig sind, so beruht die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. b DS-GVO. Gleiches gilt für solche Verarbeitungsvorgänge die zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich sind, etwa in Fällen von Anfragen zur unseren Produkten oder Leistungen. Unterliegt unser Unternehmen einer rechtlichen Verpflichtung durch welche eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten erforderlich wird, wie beispielsweise zur Erfüllung steuerlicher Pflichten, so basiert die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. c DS-GVO. In seltenen Fällen könnte die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erforderlich werden, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Besucher in unserem Betrieb verletzt werden würde und daraufhin sein Name, sein Alter, seine Krankenkassendaten oder sonstige lebenswichtige Informationen an einen Arzt, ein Krankenhaus oder sonstige Dritte weitergegeben werden müssten. Dann würde die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. d DS-GVO beruhen. Letztlich könnten Verarbeitungsvorgänge auf Art. 6 I lit. f DS-GVO beruhen. Auf dieser Rechtsgrundlage basieren Verarbeitungsvorgänge, die von keiner der vorgenannten Rechtsgrundlagen erfasst werden, wenn die Verarbeitung zur Wahrung eines berechtigten Interesses unseres Unternehmens oder eines Dritten erforderlich ist, sofern die Interessen, Grundrechte und Grundfreiheiten des Betroffenen nicht überwiegen. Solche Verarbeitungsvorgänge sind uns insbesondere deshalb gestattet, weil sie durch den Europäischen Gesetzgeber besonders erwähnt wurden. Er vertrat insoweit die Auffassung, dass ein berechtigtes Interesse anzunehmen sein könnte, wenn die betroffene Person ein Kunde des Verantwortlichen ist (Erwägungsgrund 47 Satz 2 DS-GVO). Basiert die Verarbeitung personenbezogener Daten auf Artikel 6 I lit. f DS-GVO ist unser berechtigtes Interesse die Durchführung unserer Geschäftstätigkeit zugunsten des Wohlergehens all unserer Mitarbeiter und unserer Anteilseigner. Das Kriterium für die Dauer der Speicherung von personenbezogenen Daten ist die jeweilige gesetzliche Aufbewahrungsfrist. Nach Ablauf der Frist werden die entsprechenden Daten routinemäßig gelöscht, sofern sie nicht mehr zur Vertragserfüllung oder Vertragsanbahnung erforderlich sind. Wir klären Sie darüber auf, dass die Bereitstellung personenbezogener Daten zum Teil gesetzlich vorgeschrieben ist (z.B. Steuervorschriften) oder sich auch aus vertraglichen Regelungen (z.B. Angaben zum Vertragspartner) ergeben kann. Mitunter kann es zu einem Vertragsschluss erforderlich sein, dass eine betroffene Person uns personenbezogene Daten zur Verfügung stellt, die in der Folge durch uns verarbeitet werden müssen. Die betroffene Person ist beispielsweise verpflichtet uns personenbezogene Daten bereitzustellen, wenn unser Unternehmen mit ihr einen Vertrag abschließt. Eine Nichtbereitstellung der personenbezogenen Daten hätte zur Folge, dass der Vertrag mit dem Betroffenen nicht geschlossen werden könnte. Vor einer Bereitstellung personenbezogener Daten durch den Betroffenen muss sich der Betroffene an einen unserer Mitarbeiter wenden. Unser Mitarbeiter klärt den Betroffenen einzelfallbezogen darüber auf, ob die Bereitstellung der personenbezogenen Daten gesetzlich oder vertraglich vorgeschrieben oder für den Vertragsabschluss erforderlich ist, ob eine Verpflichtung besteht, die personenbezogenen Daten bereitzustellen, und welche Folgen die Nichtbereitstellung der personenbezogenen Daten hätte. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen verzichten wir auf eine automatische Entscheidungsfindung oder ein Profiling. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/kosten Title: Kosten der Strafverteidigung | Rechtsanwalt Strafrecht in Hamburg Meta Description: Was kostet ein Rechtsanwalt für Strafrecht? Erfahren Sie alles über gesetzliche Gebühren, Stundenhonorar und Pauschalhonorar. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/kosten ## Headings Structure: H1: Kosten H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wie hoch sind die Kosten der Strafverteidigung? H2: Möglichkeiten der Vergütung H3: 1) Gesetzliche Gebühren (RVG) H3: 2) Stundenhonorar H3: 3) Pauschalhonorar nach Verfahrensabschnitt H2: Warum Transparenz bei den Kosten so wichtig ist H2: Erstberatung: Immer Kostenlos und Unverbindlich H2: FAQs H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H3: Ich habe Sorge, dass ich die Kosten für meine Verteidigung nicht bezahlen kann. Wie gehe ich vor? H3: Gibt es im Strafrecht Prozesskostenhilfe? H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H3: Was kostet eine Erstberatung bei NEMO Strafverteidiger? H3: Machen Sie auch Pflichtverteidigungen? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? ## Main Content: H1: Kosten H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wie hoch sind die Kosten der Strafverteidigung? H2: Möglichkeiten der Vergütung H3: 1) Gesetzliche Gebühren (RVG) H3: 2) Stundenhonorar H3: 3) Pauschalhonorar nach Verfahrensabschnitt H2: Warum Transparenz bei den Kosten so wichtig ist H2: Erstberatung: Immer Kostenlos und Unverbindlich H2: FAQs H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H3: Ich habe Sorge, dass ich die Kosten für meine Verteidigung nicht bezahlen kann. Wie gehe ich vor? H3: Gibt es im Strafrecht Prozesskostenhilfe? H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H3: Was kostet eine Erstberatung bei NEMO Strafverteidiger? H3: Machen Sie auch Pflichtverteidigungen? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? Die Kosten für eine Strafverteidigung hängen stets vom individuellen Verfahren ab. Kein Fall gleicht dem anderen – Aufwand, Dauer und Komplexität können erheblich variieren. Viele Mandanten wünschen sich in erster Linie Kostentransparenz und Planungssicherheit. Grundsätzlich kommen drei Modelle in Frage, nach denen wir als Rechtsanwalt im Strafrecht abrechnen können: Einigen wir uns auf eine Abrechnung nach den gesetzlichen Gebühren, richtet sich die Höhe unseres Honorars nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Dieses sieht bestimmte Gebührensätze vor, die abhängig sind vom jeweiligen Verfahrensabschnitt. Es existieren beispielsweise Gebühren, die bei jeder Beauftragung anfallen, wie die Grundgebühr. Andere Gebühren hängen davon ab, wie sich das Strafverfahren entwickelt: Bei einer Einstellung des Strafverfahrens fällt beispielsweise ebenfalls eine Gebühren an: die sogenannte Einstellungsgebühr. Dieses Modell hat den Nachteil, dass pro Verfahrensabschnitt bzw. Verfahrenshandlung immer der gleiche Regelgebührensatz anfällt. Der tatsächliche Arbeitsaufwand kann sich jedoch von Verfahren zu Verfahren stark unterscheiden. Es ist ebenso möglich, nach Stundenhonorar abzurechnen. Hier dokumentieren wir unsere Arbeit für Sie minutengenau und rechnen transparent auf Basis eines vorher vereinbarten Stundensatzes ab. So zahlen Sie am Ende nur die tatsächlich aufgewendete Arbeitszeit. Die endgültige Höhe der Kosten steht daher erst am Schluss fest, je nachdem wie viele Stunden aufgewendet wurden. Ein Stundenhonorar vereinbaren wir in der Regel dann, wenn der Arbeitsaufwand schwer abschätzbar ist. Ebenfalls möglich ist, dass wir unsere Leistungen mit einem Pauschalhonorar abrechnen. Zwar ist jeder Fall unterschiedlich. Bei vielen Verfahren haben wir jedoch Erfahrungssätze, wie aufwändig die Verteidigung im Durchschnitt ausfällt. Wir vereinbaren für einen bestimmten Verfahrensabschnitt – zum Beispiel für das Ermittlungsverfahren – ein festes Honorar, mit dem sämtliche Tätigkeiten abgegolten sind: Die Vorteile einer Pauschale: Aus diesem Grund entscheiden sich die Personen, die wir vertreten, für eine Pauschale. Sie bietet Verlässlichkeit und schützt vor unliebsamen Überraschungen. Gerade im Strafrecht geht es oft um existenzielle Fragen: berufliche Zukunft, persönliche Freiheit, finanzielle Konsequenzen. In einer solchen Situation möchten unsere Mandanten nicht zusätzlich durch unklare Kosten belastet werden. Als Rechtsanwalt (Strafrecht) legen wir daher jeweils größten Wert auf offene Kommunikation. Noch bevor wir tätig werden, besprechen wir mit Ihnen genau, welches Abrechnungsmodell für Ihren Fall am sinnvollsten ist. So haben Sie jederzeit die volle Kontrolle über die finanziellen Rahmenbedingungen Ihrer Verteidigung. Die Kosten der Strafverteidigung sind planbar – wenn man frühzeitig klare Vereinbarungen trifft. Ob gesetzliche Gebühren, Stundenhonorar oder Pauschalhonorar: Wir finden gemeinsam mit Ihnen die Lösung, die zu Ihrem Fall passt. Kontaktieren Sie uns jetzt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben oder mit einem Strafverfahren konfrontiert sind. Als erfahrene Rechtsanwälte für Strafrecht in Hamburg und Schleswig-Holstein stehen wir Ihnen sofort zur Seite. Mit kostenloser und unverbindlicher Erstberatung. Mit klarem Rat. Mit transparenter Kostenstruktur und einer engagierten Verteidigung, die wir auf Ihre Bedürfnisse maßschneidern. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Bei einem Anteil der Fälle übernehmen die betroffenen Unternehmen die Kosten der Verteidigung von Organen und leitenden Angestellten. Bei Mitgliedern des Vorstands bzw. der Geschäftsführung bestehen zudem häufig D&O-Versicherungen, die Verteidigungskosten innerhalb der versicherten Summe übernehmen. In einigen Fällen übernehmen private Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung, oftmals allerdings nur anteilig. Sprechen Sie uns hierauf direkt bei unserer Mandatierung an, damit wir eine Deckungsanfrage stellen können und Sie bereits frühzeitig einen Überblick über die zu tragenden Kosten haben. Sprechen Sie diese Sorge gerne direkt bei uns an. In der Regel finden wir eine Lösung, mit der beide Seiten gut zurechtkommen. Im Strafrecht gibt es keine Prozesskostenhilfe. Grundsätzlich müssen Beschuldigte die Kosten Ihrer Verteidigung selbst tragen. In vielen Fällen übernehmen Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung. Dies ist insbesondere im Verkehrsstrafrecht der Fall oder z.B. bei fahrlässiger Körperverletzung. Sprechen Sie dies an, wenn Sie sich von uns erstmalig beraten lassen. Wir können prüfen, ob Ihre Versicherung die Kosten übernimmt. Die Erstberatung bei NEMO Strafverteidigung (ca. 20-30 Minuten) ist kostenfrei und unverbindlich. Das Gespräch unterliegt bereits der anwaltlichen Verschwiegenheit. Ja. Hier herrscht ein weit verbreiteter Irrtum: Ob Sie einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt bekommen, richtet sich in Deutschland nicht nach dem Einkommen und Vermögen, sondern insbesondere nach der Schwere des Vorwurfes. Pflichtverteidiger sind also keine "schlechteren" Verteidiger oder etwa Verteidiger für einkommensschwache Menschen. Liegt ein Fall der sog. "notwendigen Verteidigung" gem. § 140 StPO vor (siehe "Kann ich mich auch selbst verteidigen?"), müssen Sie sich einen Verteidiger suchen. Tun Sie dies nicht, wird Ihnen ein Pflichtverteidiger beigeordnet. Dies gilt auch, wenn Sie keinen möchten. Suchen Sie sich also in jedem Falle einen Verteidiger selbst aus und überlassen Sie die Wahl nicht dem Gericht. Ein Pflichtverteidiger rechnet seine Gebühren zwar gegenüber dem Staat ab, ist aber ein "ganz normaler" Verteidiger, der für Sie und nicht für den Staat arbeitet. Sollten Sie vom Gericht aufgefordert werden, sich einen Verteidiger zu suchen, kontaktieren Sie uns gerne. Wir lassen uns auch als Ihre Pflichtverteidiger beiordnen. Ob und in welcher Höhe wir zusätzlich vorab ein Honorar vereinbaren (siehe “Kosten der Strafverteidigung?"), hängt vom konkreten Fall ab. Buchen Sie sich unkompliziert einen Termin für eine kostenlose Erstberatung: Weitere Informationen zu diesem Themenbereich: View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat Title: Rechtsgebiete Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat ## Headings Structure: H1: Unsere Rechtsgebiete H3: Allgemeines Strafrecht H3: Geldwäsche H3: Jugendstrafrecht H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Allgemeines Strafrecht H3: Geldwäsche H3: Jugendstrafrecht H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Inhaltsverzeichnis H2: Schlagkräftiges Team im gesamten Strafrecht H2: Anwalt beim Vorwurf einer Straftat ## Main Content: H1: Unsere Rechtsgebiete H3: Allgemeines Strafrecht H3: Geldwäsche H3: Jugendstrafrecht H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Allgemeines Strafrecht H3: Geldwäsche H3: Jugendstrafrecht H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Inhaltsverzeichnis H2: Schlagkräftiges Team im gesamten Strafrecht H2: Anwalt beim Vorwurf einer Straftat Wir verteidigen Sie im gesamten Strafrecht. Dazu gehören insbesondere die folgenden Gebiete: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Verteidigerteam unterstützt Beschuldigte im Strafverfahren bei allen strafrechtlichen Vorwürfen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter und Rechtsanwalt Jonas Meese sind seit ihrer juristischen Ausbildung auf das Strafrecht fokussiert und waren bereits in einer Vielzahl von Strafverfahren tätig. Strafrechtliche Delikte können sowohl aus dem Strafgesetzbuch selbst (StGB), als auch aus Nebengesetzen kommen. Hierzu zählen beispielsweise das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), die Abgabenordnung (AO), das Versammlungsgesetz (VersG) und viele weitere. Wir haben neben den strafrechtlichen Sanktionen stets nebenstrafrechtliche Folgen (z.B. Beamtenstatus, Waffenschein etc.) im Blick. Oberstes Ziel ist es stets, das Verfahren frühzeitig und ohne Gerichtsverhandlung zur Einstellung zu bringen. Auf diese Weise wird das Führungszeugis nicht belastet und es ergeben sich keine Nachteile bei der Jobwahl. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/7-schritte-plan-fur-die-besten-verteidigungschancen Title: Beschuldigter im Strafverfahren: 7-Schritte-Plan Meta Description: Strafverteidiger erklären 7 Schritte für maximale Verteidigungschancen. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/7-schritte-plan-fur-die-besten-verteidigungschancen ## Headings Structure: H1: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Verteidigen Sie mich auch, wenn ich nicht in der Nähe von Hamburg wohne? H3: Wohin werde ich vorgeladen? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? ## Main Content: H1: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Verteidigen Sie mich auch, wenn ich nicht in der Nähe von Hamburg wohne? H3: Wohin werde ich vorgeladen? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Gerade als Unschuldiger sollten Sie schweigen und einen Anwalt mit Akteneinsicht beauftragen. Auch als Unschuldiger können Sie den Tatverdacht gegen Sie erhärten, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Die Ermittlungsbehörden (meistens: Polizei) leiten in der Regel ein Ermittlungsverfahren gegen Sie ein. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens erhalten Sie eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei. Gegebenenfalls erhalten weitere Personen eine Vorladung als Zeuge bei der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen gibt die Polizei die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Wir verteidigen Sie bundesweit. Unser Fokus liegt immer darauf, das Verfahren schriftlich, also ohne Gerichtsverhandlung, zur Einstellung zu bringen. Daher können wir Sie in ganz Deutschland betreuen. Wir helfen Ihnen auch, wenn Sie im Ausland wohnen, solange es um ein Strafverfahren in Deutschland geht. Eine Vorladung bei der Polizei erfolgt in der Regel zur jeweiligen Dienststelle, die die Ermittlungen führt. Werden die Ermittlungen von der Polizei aus Hamburg geführt, erhalten Sie die Vorladung auch zur Polizei in Hamburg – in eines der sogenannten „Polizeikommissariate“, auch „PK“ genannt. Bekannte Polizeikommissariate in Hamburg sind zum Beispiel das PK 15 („Davidwache“) am Spielbudenplatz 31 oder das PK43 am Ludwig-Rosenberg-Ring 57 in Hamburg-Bergedorf. Vermeiden Sie den direkten Kontakt zu der Person, die Sie beschuldigt. Wenn Sie angezeigt wurden oder eine Vorladung erhalten haben, suchen Sie sofort einen Anwalt auf, damit dieser Akteneinsicht beantragt. Ein Gespräch mit der Polizei wirkt auf den ersten Blick harmlos, vor allem wenn Sie unschuldig sind. In der Vorladung stehen häufig Sätze wie „Die Vernehmung soll Ihnen Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und die zu Ihren Gunsten sprechenden Tatsachen geltend zu machen“. In Wirklichkeit verfolgt die Vernehmung in der Regel nur ein Ziel: belastende Informationen gegen Sie zu sammeln. Risiken ohne Verteidiger: Daher gilt: Wer als Beschuldigter zur Polizei geht, verschlechtert fast immer seine Chancen auf eine Verfahrenseinstellung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/ablauf-jugendstraferfahren Title: Wie läuft ein Jugendstrafverfahren ab? Anwalt erklärt Meta Description: Was passiert im Jugendstrafrecht nach einer Anzeige? Infos & Tipps: Verfahren, Jugendgerichtshilfe & Täter-Opfer-Ausgleich. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/ablauf-jugendstraferfahren ## Headings Structure: H1: Ablauf Jugendstraf­verfahren H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: FAQS H3: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Ist das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe verpflichtend? H3: Was bringt ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Welche Strafen drohen im Jugendstrafrecht? H3: Was kostet ein Anwalt für Jugendstrafrecht? H3: Wird eine Verurteilung ins Führungszeugnis eingetragen? H3: Was macht die Jugendgerichtshilfe? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht ## Main Content: H1: Ablauf Jugendstraf­verfahren H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: FAQS H3: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Ist das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe verpflichtend? H3: Was bringt ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Welche Strafen drohen im Jugendstrafrecht? H3: Was kostet ein Anwalt für Jugendstrafrecht? H3: Wird eine Verurteilung ins Führungszeugnis eingetragen? H3: Was macht die Jugendgerichtshilfe? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder weitergeführt wird. Nein, es ist freiwillig. Dennoch kann es sinnvoll sein, daran teilzunehmen. Am besten gut vorbereitet mit anwaltlicher Beratung. Ein Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) kann helfen, die Einstellung des Verfahrens durchzusetzen oder ein mildes Ergebnis zu erzielen. Wichtig ist, dass beide Seiten freiwillig daran teilnehmen. Im Fokus stehen erzieherische Maßnahmen wie Sozialstunden, Auflagen oder Weisungen – keine Geld- oder Freiheitsstrafen wie bei Erwachsenen. Mehr dazu unter Sanktionen im Strafrecht Die Kosten hängen vom Verfahren ab. Wir bieten ein kostenloses Erstgespräch an und klären über weitere Kosten auf. Nicht jede Maßnahme erscheint im Führungszeugnis. Das Ziel im Jugendstrafrecht ist die Resozialisierung, nicht die Stigmatisierung. Mehr dazu unter Eintragung im Erziehungsregister Sie erstellt eine sozialpädagogische Einschätzung und nimmt Kontakt zum Jugendlichen auf. Ihre Stellungnahme kann entscheidend für den Verfahrensausgang sein. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/akteneinsicht Title: Akteneinsicht beantragen im Strafrecht | Kosten? Meta Description: Akteneinsicht beantragen: Was enthält die Ermittlungsakte? Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? Was kostet das? Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/akteneinsicht ## Headings Structure: H1: Akteneinsicht beantragen H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: FAQS H3: Wie lange dauert es nach dem Antrag auf Akteneinsicht, bis die Ermittlungsakte kommt? H3: Muss ich zum Beantragen der Akteneinsicht ein bestimmtes Formular verwenden? H3: Was kostet eine Erstberatung bei NEMO Strafverteidiger? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag ## Main Content: H1: Akteneinsicht beantragen H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Berufung im Strafrecht H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: FAQS H3: Wie lange dauert es nach dem Antrag auf Akteneinsicht, bis die Ermittlungsakte kommt? H3: Muss ich zum Beantragen der Akteneinsicht ein bestimmtes Formular verwenden? H3: Was kostet eine Erstberatung bei NEMO Strafverteidiger? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Wenn ein Rechtsanwalt im Strafrecht Akteneinsicht beantragt, dauert es in den meisten Fällen 3-6 Monate, bis die Ermittlungsakte übersendet wird. Dies kommt auf den Stand und den Umfang des Verfahrens an. Wenn z.B. Beweismittel noch ausgewertet werden müssen oder die Ermittlungen sehr umfangreich sind, kann es in Extremfällen mehrere Jahre dauern. Sie müssen kein bestimmtes Formular verwenden, um Einsicht in die Ermittlungsakte im Strafverfahren zu beantragen. Beachten Sie aber, dass nur ein Rechtsanwalt vollständige Akteneinsicht erhält. Die Erstberatung bei NEMO Strafverteidigung (ca. 20-30 Minuten) ist kostenfrei und unverbindlich. Das Gespräch unterliegt bereits der anwaltlichen Verschwiegenheit. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/allgemeines-strafrecht Title: Vorladung als Beschuldigter | Anwalt gibt alle Infos Meta Description: Beschuldigter im Strafverfahren? Hier alle Infos zu Ablauf & Chancen einholen! | Erstberatung vom Strafverteidiger kostenlos! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/allgemeines-strafrecht ## Headings Structure: H1: Allgemeines Strafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: FAQS H3: Gibt es auch Mandate, die Sie nicht annehmen? H3: Machen Sie auch Pflichtverteidigungen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? 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H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? ## Main Content: H1: Allgemeines Strafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: FAQS H3: Gibt es auch Mandate, die Sie nicht annehmen? H3: Machen Sie auch Pflichtverteidigungen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? 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H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? Zu diesem Gebiet gehören die folgenden Themen: View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ja. In folgenden Fällen nehmen wir Mandate nicht an: Ja. Hier herrscht ein weit verbreiteter Irrtum: Ob Sie einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt bekommen, richtet sich in Deutschland nicht nach dem Einkommen und Vermögen, sondern insbesondere nach der Schwere des Vorwurfes. Pflichtverteidiger sind also keine "schlechteren" Verteidiger oder etwa Verteidiger für einkommensschwache Menschen. Liegt ein Fall der sog. "notwendigen Verteidigung" gem. § 140 StPO vor (siehe "Kann ich mich auch selbst verteidigen?"), müssen Sie sich einen Verteidiger suchen. Tun Sie dies nicht, wird Ihnen ein Pflichtverteidiger beigeordnet. Dies gilt auch, wenn Sie keinen möchten. Suchen Sie sich also in jedem Falle einen Verteidiger selbst aus und überlassen Sie die Wahl nicht dem Gericht. Ein Pflichtverteidiger rechnet seine Gebühren zwar gegenüber dem Staat ab, ist aber ein "ganz normaler" Verteidiger, der für Sie und nicht für den Staat arbeitet. Sollten Sie vom Gericht aufgefordert werden, sich einen Verteidiger zu suchen, kontaktieren Sie uns gerne. Wir lassen uns auch als Ihre Pflichtverteidiger beiordnen. Ob und in welcher Höhe wir zusätzlich vorab ein Honorar vereinbaren (siehe “Kosten der Strafverteidigung?"), hängt vom konkreten Fall ab. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/bedrohung Title: Vorladung Bedrohung: Strafe & Ablauf | Rechtsanwalt Meta Description: Was tun bei einer Anzeige wegen Bedrohung? Alles zu Strafe & Ablauf. Anwalt für Strafrecht erklärt | Erstberatung kostenlos Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/bedrohung ## Headings Structure: H1: Bedrohung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Körperverletzung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Raub H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Körperverletzung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Raub H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: FAQS H3: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H3: Wann ist eine Bedrohung strafbar? H3: Welche Strafe droht bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Kann eine Bedrohung zu einer Vorstrafe führen? H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? 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Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Sie werden als Beschuldigter vorgeladen oder erhalten einen Anhörungsbogen. Wichtig: Machen Sie keine Angaben ohne Rücksprache mit einem Anwalt für Strafrecht. Wenn mit einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert oder mit einem Verbrechen gedroht wird und die Drohung ernst genommen werden durfte. Bei Bedrohung droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren – abhängig von Umständen und Vorstrafen. In vielen Fällen ist mit der richtigen Verteidigungsstrategie jedoch auch eine Einstellung des Verfahrens ohne Vorstrafe möglich. Die Geldstrafe bei einer Verurteilung wegen Bedrohung  hängt von Art der Bedrohung, dem Kontext, den persönlichen Verhältnissen und möglichen Vorstrafen sowie dem Verhalten nach der Bedrohung ab. Ja, jede Verurteilung zu einer Geldstrafe gilt als Vorstrafe. Ab 90 Tagessätzen wird diese in das Führungszeugnis eingetragen. Unter 90 Tagessätzen dürfen Sie sich jedoch als nicht vorbestraft bezeichnen. Eine Einstellung des Verfahrens kann eine Eintragung im Führungszeugnis verhindern. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/beleidigung Title: Beleidigung: Bußgeldkatalog & Strafe? | Anwalt erklärt Meta Description: Vorladung Beleidigung: Jetzt handeln! Folgen, Ablauf und weitere Vorgehen Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/beleidigung ## Headings Structure: H1: Beleidigung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: FAQS H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H3: Was passiert nach einer Anzeige wegen Beleidigung? H3: Kann man Beleidigung anzeigen, wenn sie online passiert ist? H3: Kann ich wegen Beleidigung vorbestraft werden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? 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H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ein Gespräch mit der Polizei wirkt auf den ersten Blick harmlos, vor allem wenn Sie unschuldig sind. In der Vorladung stehen häufig Sätze wie „Die Vernehmung soll Ihnen Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und die zu Ihren Gunsten sprechenden Tatsachen geltend zu machen“. In Wirklichkeit verfolgt die Vernehmung in der Regel nur ein Ziel: belastende Informationen gegen Sie zu sammeln. Risiken ohne Verteidiger: Daher gilt: Wer als Beschuldigter zur Polizei geht, verschlechtert fast immer seine Chancen auf eine Verfahrenseinstellung. Eine Beleidigung wird nur auf Antrag verfolgt. Ohne Strafantrag wird das Verfahren eingestellt. Ob ein Antrag gestellt wurde, kann ein Anwalt durch Akteneinsicht prüfen. Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren ein und schickt Ihnen eine Vorladung als Beschuldigter. Sie müssen und sollten dort nicht erscheinen. Kontaktieren Sie stattdessen einen Anwalt für Strafrecht. Ja, auch Beleidigungen in sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, TikTok etc.) sind strafbar. Sie können beim Vorwurf der Beleidigung schlimmstenfalls eine Vorstrafe erhalten. Ab 90 Tagessätzen oder bei einer Freiheitsstrafe erscheint die Verurteilung im Führungszeugnis. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/berufung Title: Berufung im Strafrecht | Erfolgsaussichten & alle Infos Meta Description: Berufung Strafrecht: Wann lohnt sich eine Berufung? Wie sind die Erfolgsaussichten? Strafverteidiger liefert wertvolle Tipps! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/berufung ## Headings Structure: H1: Berufung im Strafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: FAQS H3: Muss ich eine Berufung begründen? H3: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H3: Kann das Ergebnis bei einer Berufung auch schlechter werden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag ## Main Content: H1: Berufung im Strafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: FAQS H3: Muss ich eine Berufung begründen? H3: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H3: Kann das Ergebnis bei einer Berufung auch schlechter werden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Anders als eine Revision muss eine Berufung im Strafrecht nicht begründet werden. In manchen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, die Berufung zu begründen. Ein Strafverteidiger kann Sie dabei beraten. Die Erfolgsaussichten einer Berufung können erst nach Akteneinsicht seriös eingeschätzt werden. Erst dann kennt der Anwalt die Ermittlungsakte und das Protokoll der Hauptverhandlung. Das Ergebnis kann sich verschlechtern, wenn Nebenklage oder Staatsanwaltschaft auch in Berufung gehen. Geht nur der Angeklagte in Berufung, kann sich das Urteil nicht mehr verschlechtern. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/betaubungsmittelstrafrecht Title: Strafverfahren wegen Drogen | Anwalt hilft! Meta Description: Strafverfahren wegen Besitz, Handeltreiben oder Einfuhr? Bei Vorladung & Durchsuchung: Schweigen, Anwalt kontaktieren! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/betaubungsmittelstrafrecht ## Headings Structure: H1: Betäubun­gsmittel H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Drogenbesitz H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Drogenbesitz H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: FAQS H3: Darf die Polizei mein Handy auswerten? H3: Ist schon der Besitz geringster Mengen strafbar? H3: Muss man nach einer Hausdurchsuchung etwas tun? H3: Warum wird mir Handeltreiben mit Btm vorgeworfen, obwohl es sich um Eigenbedarf handelt? H3: Was tun bei Verdacht auf Drogenhandel? H3: Wird ein BtMG-Verfahren ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum ## Main Content: H1: Betäubun­gsmittel H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Drogenbesitz H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Drogenbesitz H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: FAQS H3: Darf die Polizei mein Handy auswerten? H3: Ist schon der Besitz geringster Mengen strafbar? H3: Muss man nach einer Hausdurchsuchung etwas tun? H3: Warum wird mir Handeltreiben mit Btm vorgeworfen, obwohl es sich um Eigenbedarf handelt? H3: Was tun bei Verdacht auf Drogenhandel? H3: Wird ein BtMG-Verfahren ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum Zu diesem Gebiet gehören die folgenden Themen: Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Wenn die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss Ihre Wohnung durchsucht, darf sie auch Ihr Smartphone sicherstellen und wertet dieses regelmäßig aus, um Chatnachrichten auf Indizien für einen möglichen Drogenhandel zu überprüfen. Sie sind nicht verpflichtet, die PIN zum Handy herauszugeben. Ja, der Besitz ist grundsätzlich strafbar. Allerdings kann die Staatsanwaltschaft bei sehr geringen Mengen von der Verfolgung absehen, wenn diese lediglich zum Eigenkonsum vorgesehen sind (§ 31a BtMG). Sie sollten sich umgehend an einen spezialisierten Strafverteidiger wenden. Dieser kann überprüfen, ob die Durchsuchung rechtswidrig war und Akteneinsicht beantragen, um die Ermittlungsergebnisse auszuwerten. Keinesfalls sollten Sie Angaben gegenüber der Polizei machen. Vermeiden Sie außerdem Kontakt zu möglicherweise weiteren Beschuldigten. Wenn neben Betäubungmitteln zusätzliche Indizien, wie Verpackungsmaterial, verdächtige Chatnachrichten, Bargeld oder eine Feinwaage gefunden werden, gehen die Ermittlungsbehörden häufig von einem Drogenhandel aus. Schweigen und Anwalt einschalten! Wir können für Sie Akteneinsicht beantragen und prüfen, ob sich die Vorwürfe entkräften lassen. Gemeinsam entwickeln wir eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. Dies hängt vom Ausgang des Verfahrens ab. Bei einer Verurteilung von einer Geldstrafe über 90 Tagessätzen erfolgt eine Eintragung in das Führungszeugnis. Wird das Verfahren eingestellt, erfolgt keine Eintragung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/betrug Title: Betrug | Alle Infos vom Strafverteidiger Meta Description: Wie hoch ist die Strafe bei Betrug und wie wehre ich mich? Alles Wissenswerte zu Betrug, Eingehungsbetrug, Warenbetrug etc. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/betrug ## Headings Structure: H1: Betrug H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Urkundenfälschung H3: Raub H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Urkundenfälschung H3: Raub H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
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H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? 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H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Bei kleineren Schäden meist Geldstrafe; bei wiederholten Fällen oder gewerbsmäßigem Vorgehen droht Freiheitsstrafe. Bei einer Verurteilung droht eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder eine Geldstrafe, abhängig vom Fall und von etwaigen Vorstrafen. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Ein Strafbefehl ist wie ein Urteil, sodass Sie ggf. vorbestraft sind und einen Eintrag ins Führungszeugnis erhalten können. Das Gericht berechnet die Geldstrafe nach Einkommen und Schuldumfang. Jeder Tagessatz spiegelt Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wider. In der Regel entsprechen 30 Tagessätze einem Monatsgehalt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/diebstahl Title: Diebstahl: Strafe und was Sie jetzt tun sollten | Anwalt Meta Description: Strafe bei Diebstahl bis 100€, 500€? Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Schweigen, Anwalt einschalten - Erstberatung kostenlos! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/diebstahl ## Headings Structure: H1: Diebstahl H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Gibt es im Strafrecht Prozesskostenhilfe? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? 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H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? ## Main Content: H1: Diebstahl H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
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View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Im Strafrecht gibt es keine Prozesskostenhilfe. Grundsätzlich müssen Beschuldigte die Kosten Ihrer Verteidigung selbst tragen. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/drogen-im-strassenverkehr Title: Fahren unter Drogeneinfluss – Strafe, MPU & Grenzwerte Meta Description: Drogen am Steuer – Post erhalten? Infos zu Grenzwerten, Strafe & Verteidigung Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/drogen-im-strassenverkehr ## Headings Structure: H1: Drogen im Straßenverkehr H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Drogenbesitz H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Fahrerflucht H3: Drogenbesitz H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Fahrerflucht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: FAQS H3: Darf die Polizei eine Blutprobe erzwingen? H3: Muss ich zur polizeilichen Vorladung erscheinen? H3: Was passiert mit meinem Führerschein während der Ermittlungen? H3: Wann kommt Post von der Polizei oder Führerscheinstelle? H3: Was passiert bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr? H3: Reicht einmaliger Konsum von Drogen für die Anordnung einer MPU? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung ## Main Content: H1: Drogen im Straßenverkehr H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Drogenbesitz H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Fahrerflucht H3: Drogenbesitz H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Fahrerflucht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: FAQS H3: Darf die Polizei eine Blutprobe erzwingen? H3: Muss ich zur polizeilichen Vorladung erscheinen? H3: Was passiert mit meinem Führerschein während der Ermittlungen? H3: Wann kommt Post von der Polizei oder Führerscheinstelle? H3: Was passiert bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr? H3: Reicht einmaliger Konsum von Drogen für die Anordnung einer MPU? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ja, wenn der Verdacht besteht, dass Sie unter Drogeneinfluss gefahren sind, darf die Polizei die Blutprobe auch ohne richterliche Anordnung anordnen. Nein, als beschuldigte Person sind Sie dazu nicht verpflichtet. Am besten holen Sie anwaltlichen Rat ein, sobald Sie eine Vorladung erhalten haben, um alle Verteidigungschancen zu bewahren. Mehr Informationen finden Sie in hier. Wird die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen, dürfen Sie vorerst nicht mehr fahren. Ihr Führerschein wird dann beschlagnahmt. Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten gegen die Entziehung vorzugehen. In der Regel erhalten Sie nach wenigen Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder einen Anhörungsbogen. Dies variiert je nach Dauer der Auswertung der Blutergebnisse. Sieht die Staatsanwaltschaft die Voraussetzungen für eine Entziehung der Fahrerlaubnis als erfüllt an, erhalten Sie vom Gericht einen Beschluss über die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis. Sobald Sie Post erhalten, sollten Sie einen spezialisierten Strafverteidiger einschalten, um alle Chancen zu nutzen. Das hängt von den Umständen des Einzelfalls (u.a. Beweislage und konkrete Fahrauffälligkeit) ab. Auch bei einem Erstvergehen BtM droht jedoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Wir beraten Sie individuell zu drohenden Konsquenzen in Ihrem Fall. Ja, bereits bei festgestelltem einmaligem Konsum von „harten“ Drogen droht die Anordnung einer MPU. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/drogenbesitz Title: Drogenbesitz – Strafen und Verteidigung BtMG Meta Description: Mit Drogen erwischt? Erfahren Sie Strafen, Konsequenzen und wie ein Anwalt im Betäubungsmittelstrafrecht helfen kann. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/drogenbesitz ## Headings Structure: H1: Drogenbesitz H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: FAQS H3: Warum wird mir Handeltreiben mit Btm vorgeworfen, obwohl es sich um Eigenbedarf handelt? H3: Wie hilft ein Anwalt im Betäubungsmittelstrafrecht? H3: Darf die Polizei mein Handy auswerten? H3: Ist schon der Besitz geringster Mengen strafbar? H3: Muss ich zur polizeilichen Vorladung erscheinen? H3: Was passiert bei einer Einstellung nach § 153a StPO? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum ## Main Content: H1: Drogenbesitz H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenhandel H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: FAQS H3: Warum wird mir Handeltreiben mit Btm vorgeworfen, obwohl es sich um Eigenbedarf handelt? H3: Wie hilft ein Anwalt im Betäubungsmittelstrafrecht? H3: Darf die Polizei mein Handy auswerten? H3: Ist schon der Besitz geringster Mengen strafbar? H3: Muss ich zur polizeilichen Vorladung erscheinen? H3: Was passiert bei einer Einstellung nach § 153a StPO? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Wenn neben Betäubungmitteln zusätzliche Indizien, wie Verpackungsmaterial, verdächtige Chatnachrichten, Bargeld oder eine Feinwaage gefunden werden, gehen die Ermittlungsbehörden häufig von einem Drogenhandel aus. Durch Akteneinsicht, Prüfung der Beweislage und Erarbeiten einer maßgeschneiderten Verteidigungsstrategie. Zudem übernimmt Ihr Anwalt die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden und versucht, für Sie das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wenn die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss Ihre Wohnung durchsucht, darf sie auch Ihr Smartphone sicherstellen und wertet dieses regelmäßig aus, um Chatnachrichten auf Indizien für einen möglichen Drogenhandel zu überprüfen. Sie sind nicht verpflichtet, die PIN zum Handy herauszugeben. Ja, der Besitz ist grundsätzlich strafbar. Allerdings kann die Staatsanwaltschaft bei sehr geringen Mengen von der Verfolgung absehen, wenn diese lediglich zum Eigenkonsum vorgesehen sind (§ 31a BtMG). Nein, als beschuldigte Person sind Sie dazu nicht verpflichtet. Am besten holen Sie anwaltlichen Rat ein, sobald Sie eine Vorladung erhalten haben, um alle Verteidigungschancen zu bewahren. Mehr Informationen finden Sie in hier. Das Verfahren wird gegen Zahlung einer Geldauflage beendet, ohne dass Sie als vorbestraft gelten oder einen Eintrag im Führungszeugnis erhalten. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Alle Einzelheiten & Strafrahmen Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/drogenhandel Title: Handeltreiben mit BtM – Strafen & Verteidigung Meta Description: Hausdurchsuchung? BtMG-Anwalt hilft sofort! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/drogenhandel ## Headings Structure: H1: Drogenhandel H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenbesitz H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenbesitz H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: FAQS H3: Darf die Polizei mein Handy auswerten? H3: Kann ein Anwalt helfen, die Strafe zu reduzieren? H3: Muss man nach einer Hausdurchsuchung etwas tun? H3: Kann ich wegen Chatnachrichten verurteilt werden? H3: Was ist der Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht? H3: Was tun bei Verdacht auf Drogenhandel? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum ## Main Content: H1: Drogenhandel H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenbesitz H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Betäubun­gsmittel H3: Drogenbesitz H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln? H2: Drogenhandel: Strafe? H3: Die wichtigsten Normen H3: Weitere Faktoren H3: Strafe Drogenhandel Ersttäter H2: Verdacht auf Drogenhandel – was tun? H2: Drogen-Razzia & Hausdurchsuchung – was jetzt wichtig ist H2: Anwalt Betäubungsmittelstrafrecht H2: FAQS H3: Darf die Polizei mein Handy auswerten? H3: Kann ein Anwalt helfen, die Strafe zu reduzieren? H3: Muss man nach einer Hausdurchsuchung etwas tun? H3: Kann ich wegen Chatnachrichten verurteilt werden? H3: Was ist der Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht? H3: Was tun bei Verdacht auf Drogenhandel? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verstoß gegen BtMG – was fällt darunter? H2: BtMG vs. Konsumcannabisgesetz (KCanG) H2: Strafen, Risiken und Eintragung im Führungszeugnis H2: Anwalt für Drogendelikte H2: Mit Drogen erwischt: Konsequenzen? H2: Besitz vs. Handel – wann aus einfachem Besitz ein schwerer Vorwurf wird. H2: Drogenbesitz Strafe H3: Wann liegt eine nicht geringe Menge vor? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 1g Kokain? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 5 Gramm „Koks“? H3: Wie hoch ist die Strafe bei 100g „Koks“? H2: Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Der Begriff „Handeltreiben“ im BtMG wird in der Rechtsprechung sehr weit ausgelegt. Handeltreiben bedeutet jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit, die sich auf Betäubungsmittel bezieht. Dazu zählen zum Beispiel: Gleichzeitig gilt: Viele Beschuldigte haben nicht mit Drogen gehandelt, sondern werden vorschnell verdächtigt, zum Beispiel wegen Drogenbesitzes, aufgrund von verdächtigen Chatverläufen, Bargeldfunden oder häufiger Treffen mit Freunden. Wir verteidigen Sie beim Vorwurf "Verstoß gegen BtMG". Die Strafe für Handeltreiben mit Betäubungsmitteln hängt zunächst davon ab, gegen welchen Straftatbestand konkret verstoßen wurde. ‍§ 29 Abs. 1 BtMG – Grundtatbestand (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)‍ Hierunter fällt der Verkauf von Drogen, sofern es sich um „normale“ (d.h. nicht um nicht geringe Mengen) handelt. § 29 Abs. 3 BtMG – Gewerbsmäßiges Handeltreiben (1-15 Jahre Freiheitsstrafe) Gewerbsmäßiger Handel liegt vor, wenn der wiederholte Verkauf von Betäubungsmitteln zur Schaffung einer Einnahmequelle von einigem Umfang und Gewicht dienen soll. § 29a BtMG – Handeltreiben in nicht geringer Menge (1–15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate – 5 Jahre Freiheitsstrafe) Gegen diese Norm verstößt, wer mit sog. nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln handelt oder als Person über 21 Jahre Betäubungsmittel an Personen unter 18 Jahren abgibt. Grenzwerte für nicht geringe Mengen: § 30 BtMG – bandenmäßiges Handeltreiben o. gewerbsmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (2-15 Jahre, in minder schweren Fällen 3 Monate - 5 Jahre Freiheitsstrafe) Wer als Mitglied einer Bande (mind. 3 Personen) mit Drogen handelt oder mit einer nicht geringen Menge und dabei gewerbsmäßig handelt, hat eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren zu befürchten. Ob tatsächlich eine Bande gehandelt hat, ist regelmäßig eine komplizierte Frage, die viele Verteidigungschancen eröffnet. § 30a BtMG – bewaffnetes Handeltreiben o. bandenmäßiges Handeltreiben in nicht geringer Menge (5-15 Jahre, in minder schweren Fällen 6 Monate - 10 Jahre Freiheitsstrafe) Noch härter wird bestraft, wer als Bandenmitglied mit Drogen in nicht geringer Menge handelt oder beim handelt mit Drogen eine Waffe bei sich führt oder gemeinsam mit den Betäubungsmitteln aufbewahrt. Die Strafe für Drogenhandel kann – auch für Ersttäter – daher hoch ausfallen. Je nach Umfang des Handeltreibens kommen für Drogenhandel sogar Strafen nahe der Maximalstrafe von 15 Jahren in Betracht. Engagierte und konsequente Verteidigung ist bei diesen Vorwürfen unverzichtbar. Für Ersttäter bestehen gute Verteidigungsmöglichkeiten und Chancen auf eine Bewährungsstrafe, besonders wenn keine Vorstrafen bestehen und im Einzelfall auf einen minder schweren Fall plädiert werden kann. Sollten keine Chancen für eine Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts oder einen Freispruch bestehen, entwickeln wir eine Strategie, um Ihre Freiheit zu sichern. Wenn gegen Sie ermittelt wird, ist das Wichtigste: Sie sollte keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft machen und nicht zu einer Vorladung als Beschuldigter erscheinen. Ein Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht wird die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden übernehmen und zunächst Akteneinsicht beantragen, um die Beweislage zu prüfen. 2. Nichts herausgeben Verhalten Sie sich bei einer Durchsuchung kooperativ, aber geben Sie keine Chats, Passwörter oder Pin-Codes heraus. 3. Sofort Anwalt einchalten Anwalt BtMG: Im Betäubungsmittelstrafrecht zählt jedes Detail. Eine frühzeitige Verteidigung sichert alle Verteidigungschancen. Eine Drogen-Razzia oder Hausdurchsuchung ist für Beschuldigte extrem belastend und mit einem erheblichen Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Um Vorwürfe wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu vermeiden: Verhalten Sie sich ruhig und kooperativ. Bei einer Durchsuchung gilt: Viele Betroffene berichten, nach der Hausdurchsuchung nichts mehr gehört zu haben. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufig dauern Ermittlungen und Auswertungen der sichergestellten Betäubungsmittel oder Smartphones mehrere Monate. Dennoch sollten Sie sofortig tätig werden und sich anwaltlich vertreten lassen. Ein spezialisierter Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht prüft jedes Detail und jedes Beweismittel, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Hierbei geht es häufig um die Verwertbarkeit von Aussagen oder Beweismitteln, um die Zuordnung von Betäubungsmitteln und Handlungen von Personen, die unter Pseudonymen auftreten. Oberstes Ziel ist eine Einstellung des Verfahrens wegen fehlendem Tatverdacht oder ein Freispruch. Sollte dies aufgrund der Beweislage nicht möglich sein, geht es darum schwerwiegende Vorwürfe abzuschwächen und mildernde Umstände herauszuarbeiten. Möglich sind dann: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Wenn die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss Ihre Wohnung durchsucht, darf sie auch Ihr Smartphone sicherstellen und wertet dieses regelmäßig aus, um Chatnachrichten auf Indizien für einen möglichen Drogenhandel zu überprüfen. Sie sind nicht verpflichtet, die PIN zum Handy herauszugeben. Ja, ein Anwalt für Strafrecht weiß, auf welche Details es ankommt und kann entweder auf eine Einstellung des Verfahrens hinwirken oder durch eine individuelle Verteidigungsstrategie zu einer milden Strafe beitragen. Sie sollten sich umgehend an einen spezialisierten Strafverteidiger wenden. Dieser kann überprüfen, ob die Durchsuchung rechtswidrig war und Akteneinsicht beantragen, um die Ermittlungsergebnisse auszuwerten. Keinesfalls sollten Sie Angaben gegenüber der Polizei machen. Vermeiden Sie außerdem Kontakt zu möglicherweise weiteren Beschuldigten. Dies hängt von den konkreten Gesprächsinhalten, der Identifikation als Gesprächspartner und möglichen weiteren Beweismitteln ab. Wir beraten Sie nach Auswertung der Akte konkret, wie belastbar die Chats sind und wie wir die Chancen auf einen Freispruch einschätzen. Das Jugendstrafrecht ist erzieherisch ausgerichtet, das Erwachsenenstrafrecht dagegen schuld- und straforientiert. Schweigen und Anwalt einschalten! Wir können für Sie Akteneinsicht beantragen und prüfen, ob sich die Vorwürfe entkräften lassen. Gemeinsam entwickeln wir eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Betäubun­gsmittel Besitz, Einfuhr und Handeltreiben: Alles zum Drogenstrafrecht Der Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“ entsteht meistens durch: Der tatsächliche Umfang des Vorwurfs bzw. die – häufig fehlerhaften – Annahmen der Polizei werden erst durch die Akteneinsicht ersichtlich. Sie sollten daher keinesfalls ohne anwaltliche Beratung und vorheriger Akteneinsicht Angaben gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft machen. Die häufigsten Straftatbestände im Betäubungsmittelstrafrecht sind: Seit April 2024 gilt das neue KCanG. Cannabis fällt daher nicht mehr unter das BtMG. Der Besitz und Anbau von Cannabis ist für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Viele Handlungen sind allerdings weiterhin strafbar, u.a.: Alle anderen Drogen (z.B. Kokain, Heroin) fallen weiterhin unter das BtMG oder das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Die möglichen Strafen für einen Verstoß gegen das BtMG oder KCanG hängen von der Art der Droge, der Menge und der konkreten Handlungsform ab. Für den Besitz geringer Mengen kann insbesondere bei einem Ersttäter mit der richtigen Strategie häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung im Führungszeugnis. Der Besitz oder der Handel mit „normalen“ Mengen wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Erfolgt der Handel gewerbsmäßig droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Gewerbsmäßiges Handeltreiben liegt vor, wenn wiederholt Drogen verkauft werden (sollen), um eine Einnahmequelle von einiger Dauer und Umfang zu schaffen. Für den Besitz oder ein Handeltreiben in nicht geringer Menge droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 29a BtMG). Drogenkurier Strafe: Wenn Sie für andere Personen Drogen transportiert haben, könnte dies Beihilfe zum Drogenhandel darstellen. Wurden die Betäubungsmittel aus dem Ausland in die Bundesrepublik transportiert, handelt es sich um Einfuhr von Betäubungsmitteln. Für alle Einzelheiten und Mengengrenzen lesen Sie unsere Beiträge Drogenhandel und Drogenbesitz. Mit Drogen erwischt? Verdacht auf Drogenhandel? Drogenrazzia? Mit 1g Kokain erwischt? Wir beraten und verteidigen Sie bei allen Vorwürfen aus dem Betäubungsmittelstrafrecht. Wenn bei Ihnen durchsucht wurde, Sie eine Vorladung wegen Verstoß gegen das BtMG erhalten haben oder ein Angehöriger verhaftet wurde gilt: Machen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Wir übernehmen die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, beantragen Akteneinsicht und entwickeln nach Auswertung der Akte eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie für Sie. Mit Drogen erwischt? Alle Informationen zu Strafen & Konsequenzen Wenn Sie mit Drogen erwischt wurden, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wird die Betäubungsmittel sicherstellen und prüfen, um welche Substanz es sich handelt. Je nach Menge wird zudem ein Wirkstoffgutachten in Auftrag gegeben, um die konkrete Menge feststellen zu können. Im Anschluss werden Sie zur Vernehmung vorgeladen. Wichtig: Sie müssen keine Angaben zur Sache machen und nicht zur Polizei gehen. Wir beraten Sie beim Vorwurf „Verstoß gegen BtMG“, beantragen Akteneinsicht und übernehmen die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Vorladung als Beschuldigter. Je nach Beweislage, Art des Betäubungsmittels, deren Wirkstoffgehalt und Menge können wir auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis hinwirken. Viele unserer Mandanten sind überrascht: Nicht selten geht die Polizei und Staatsanwaltschaft beim Fund von Drogen nicht mehr von einem bloßen Besitz, sondern bereits von einem Handel (Handeltreiben mit Betäubungsmitteln) aus. In diesen Fällen drohen sensible Strafen, sodass nach Auswertung der Ermittlungsakte alle Indizien, die auf einen Drogenhandel hindeuten, entkräftet werden müssen. Indizien für Handeltreiben: In diesen Fällen ist es häufig entscheidend, sich frühzeitig von einem Anwalt für Betäubungsmittelstrafrecht verteidigen zu lassen. Weitere Informationen zum Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Die Strafe und Konsequenzen für Drogenbesitz hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind: Art, Menge und Wirkstoffgehalt der Droge und ob Sie in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei geringen Mengen, die für den Eigenbedarf bestimmt sind, ist eine Einstellung des Verfahrens möglich (§ 31a BtMG). Der Besitz von Betäubungsmitteln wird bei „normalen“ Mengen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft (§ 29 Abs. 1 StGB). Handelt es sich um Cannabis droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren (§ 34 Abs. 1 KCanG). Handelt es sich um eine sogenannte nicht geringe Menge, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren (§ 29a BtMG). Der Besitz von Cannabis in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft (§ 34 Abs. 3 KCanG). Entscheidend für das Vorliegen einer nicht geringen Menge ist nicht die sichergestellte Menge, sondern deren Wirkstoffgehalt. Wie hoch die relevante Menge ist, wird durch Wirkstoffgutachten ermittelt. Beispiele für Grenzwerte: Beispiel: Wenn Cannabis einen Wirkstoffgehalt von 10 % aufweist, ist die nicht geringe Menge bei 75 Gramm sichergestelltem Cannabis erreicht. Wenn Sie mit 1g Kokain erwischt wurden, ist häufig eine Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen eine Geldauflage) möglich. Bei Vorstrafen oder Wiederholung droht allerdings meist eine Geldstrafe. Unser Ziel: Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen zu erzielen, um eine Eintragung im Führungszeugnis und damit berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Beim Besitz von 5g Kokain ist der Wirkstoffgehalt entscheidend. Da Kokain häufig einen sehr hohen Wirkstoffgehalt besitzt, liegt diese Menge an der Grenze zur nicht geringen Menge. In der Praxis droht hier regelmäßig eine Geldstrafe. Mit der richtigen Strategie ist eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage möglich. In diesem Fall liegt eine nicht geringe Menge vor, sodass eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr droht. Problematisch ist bei dem Besitz von 100g Kokain, dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass eine solche Menge nicht zum Eigenkonsum, sondern zum Verkauf bestimmt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr (§ 29a BtMG). Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Drogenhandel. Beim Besitz von Betäubungsmittel drohen je nach Menge und Gesamtumständen sensible Strafen. Daher sollten Sie keinesfalls Angaben gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft machen und sich anwaltlich beraten lassen. So verteidigen wir im Betäubungsmittelstrafrecht: View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/einstellung-geringfugigkeit Title: Einstellung §§ 153a ff. StPO | Schuldeingeständnis? Meta Description: Anwalt erklärt: Ist § 153a ein Schuldeingeständnis? Unterschiede § 153 & 153a StPO? Führungszeugnis & Höhe der Auflage? Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/einstellung-geringfugigkeit ## Headings Structure: H1: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: FAQS H3: Ist § 153a ein Schuldeingeständnis? H3: Wie hoch ist die Geldauflage bei § 153a? H3: Wer trägt die Kosten bei § 153 und § 153a StPO? H3: Wird § 153a im Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag ## Main Content: H1: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Akteneinsicht beantragen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: FAQS H3: Ist § 153a ein Schuldeingeständnis? H3: Wie hoch ist die Geldauflage bei § 153a? H3: Wer trägt die Kosten bei § 153 und § 153a StPO? H3: Wird § 153a im Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Eine Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis. Sie gelten weiterhin als nicht vorbestraft und es gilt die Unschuldsvermutung. Die Höhe der Geldauflage bemisst sich nach der Art und Schwere des Vorwurfs sowie in der Regel dem Einkommen des Beschuldigten. Meistens liegt die Geldauflage unterhalb dessen, was bei einem Urteil als Geldstrafe zu erwarten wäre, muss aber binnen 6 Monaten gezahlt werden. Bei Einstellung des Verfahrens trägt die Staatskasse die Verfahrenskosten. Notwendige Auslagen des Beschuldigten (z.B. Anwaltskosten) muss dieser aber grundsätzlich selbst tragen. In einigen Fällen (z.B. bei Einstellung vor Gericht) kann aber erreicht werden, dass die Staatskasse auch die Kosten des Verteidigers trägt. Eine Einstellung nach § 153a wird nicht im Führungszeugnis und auch nicht im Bundeszentralregister eingetragen. Dies ist einer der Vorteile von § 153a StPO gegenüber einer Verurteilung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/einstellung-kein-tatverdacht Title: § 170 Abs. 2 StPO | Einstellung mangels Tatverdacht Meta Description: Was bedeutet „hinreichender Tatverdacht“? Wie kann ich eine Gerichtsverhandlung verhindern? Anwalt für Strafrecht klärt auf! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/einstellung-kein-tatverdacht ## Headings Structure: H1: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Akteneinsicht beantragen H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Akteneinsicht beantragen H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: FAQS H3: Kann das Verfahren wieder aufgenommen werden, wenn es nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt wurde? H3: Bekomme ich meine Anwaltskosten erstattet, wenn das Verfahren eingestellt wird? H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? 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H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag ## Main Content: H1: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Akteneinsicht beantragen H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Akteneinsicht beantragen H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: FAQS H3: Kann das Verfahren wieder aufgenommen werden, wenn es nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt wurde? H3: Bekomme ich meine Anwaltskosten erstattet, wenn das Verfahren eingestellt wird? H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO entfaltet keine Rechtskraft, theoretisch kann das Verfahren also von der Staatsanwaltschaft wieder aufgenommen werden. Dies passiert aber nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel wenn neue Beweise auftauchen. In den allermeisten Fällen ist die Entscheidung daher endgültig. Wird das Verfahren nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt, haben Sie gegenüber dem Staat in der Regel keinen Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten. Ob Sie anderweitige Entschädigungsansprüche haben, prüfen wir nach Abschluss des Verfahrens standardmäßig für Sie. In vielen Fällen übernehmen Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung. Dies ist insbesondere im Verkehrsstrafrecht der Fall oder z.B. bei fahrlässiger Körperverletzung. Sprechen Sie dies an, wenn Sie sich von uns erstmalig beraten lassen. Wir können prüfen, ob Ihre Versicherung die Kosten übernimmt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/eintragung-im-erziehungsregister Title: Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Meta Description: Alle Infos zum Erziehungsregister: Was wird eingetragen? Was landet im Führungszeugnis? Anwalt erklärt Jugendstrafrecht! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/eintragung-im-erziehungsregister ## Headings Structure: H1: Eintragung im Erziehungsregister H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Jugendstrafrecht H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: FAQS H3: Was genau steht im Erziehungsregister? H3: Wer kann das Erziehungsregister einsehen? H3: Steht eine Eintragung im Erziehungsregister im Führungszeugnis? H3: Wie lange bleibt ein Eintrag bestehen? H3: Kann man eine Löschung beantragen? H3: Welche Rolle spielt ein Anwalt? H3: Welche Konsequenzen hat eine Eintragung für die Zukunft? H3: Gibt es Möglichkeiten, Eintragungen zu vermeiden? H3: Wo finde ich mehr Informationen zum Jugendstrafrecht? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht ## Main Content: H1: Eintragung im Erziehungsregister H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Jugendstrafrecht H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
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H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? 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H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Nur jugendstrafrechtliche Entscheidungen wie Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel, Jugendarrest oder Jugendstrafe. Nur bestimmte Stellen wie Jugendgerichte, Jugendämter oder Staatsanwaltschaften. Nein. Das Führungszeugnis bleibt davon unberührt. In der Regel bis zur Vollendung des 24. Lebensjahrs. Die Löschung erfolgt automatisch nach Fristablauf. In besonderen Ausnahmefällen kann eine vorzeitige Löschung beantragt werden. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann helfen, das Verfahren ohne Eintragung oder jedenfalls ohne Eintragungen im Führungszeugnis zu beenden. Im Erziehungsregister hat eine Eintragung keine direkten beruflichen Nachteile, aber ggf. Einfluss bei erneuten Verfahren. Bei einer Eintragung im Führungszeugnis können Nachteile bei Bewerbungen entstehen. Ja, z. B. durch eine Einstellung mangels Tatverdacht. Unter Jugendstrafrecht und Sanktionen im Jugendstrafrecht. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/fahrerflucht Title: Fahrerflucht Strafe | Unerlaubtes Entfernen: Tipps vom Anwalt Meta Description: Fahrerflucht Strafe: Unerlaubtes Entfernen nach Unfall – alles zu Strafe & Führerscheinentzug. Strafverteidiger klärt auf. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/fahrerflucht ## Headings Structure: H1: Fahrerflucht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Verkehrsstrafrecht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Trunkenheit im Verkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Kann man sich auch wegen Fahrerflucht strafbar machen, wenn man den Unfall nicht verursacht hat? H3: Droht bei Fahrerflucht ein Fahrverbot? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? ## Main Content: H1: Fahrerflucht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Verkehrsstrafrecht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Trunkenheit im Verkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Kann man sich auch wegen Fahrerflucht strafbar machen, wenn man den Unfall nicht verursacht hat? H3: Droht bei Fahrerflucht ein Fahrverbot? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort kann sich jede Person strafbar machen die am Unfall beteiligt ist, nicht nur wer den Unfall verursacht. In Fällen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort droht nicht nur ein Fahrverbot (zeitlich begrenzt auf einige Monate), sondern der komplette Verlust der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis muss dann anschließend neu beantragt werden. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/fahrlaessige-korperverletzung Title: Fahrlässige Körperverletzung | Alle Infos vom Anwalt Meta Description: Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (z.B. Verkehrsunfall & Behandlungsfehler): Kostenlose Erstberatung Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/fahrlaessige-korperverletzung ## Headings Structure: H1: Fahrlässige Körperverletzung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: FAQS H3: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Steht fahrlässige Körperverletzung im Führungszeugnis? H3: Was passiert bei fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr? H3: Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? H3: Wann wird ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt? H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. 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H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? ## Main Content: H1: Fahrlässige Körperverletzung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Urkundenfälschung H3: Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: FAQS H3: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Steht fahrlässige Körperverletzung im Führungszeugnis? H3: Was passiert bei fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr? H3: Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? H3: Wann wird ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt? H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Fahrlässige Körperverletzung bedeutet, dass jemand eine Pflicht verletzt, die er hätte einhalten müssen (z.B. Verkehrsregeln) und dadurch eine Körperverletzung verursacht, ohne dies zu wollen. Eine Eintragung im Führungszeugnis erfolgt, wenn die Geldstrafe über 90 Tagessätzen liegt oder bereits eine Vorstrafe besteht. Die Polizei leitet – in der Regel unabhängig von einer Anzeige – ein Ermittlungsverfahren ein. Nach Akteneinsicht kann der Anwalt prüfen, ob eine Einstellung erreicht werden kann. Übersicht: Ablauf des Strafverfahrens In der Regel eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren. Bei Verkehrsunfällen können zusätzliche Folgen im Fahrerlaubnisrecht hinzukommen. Durch fundierte Verteidigung kann stattdessen häufig eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. Wenn kein Tatnachweis geführt werden kann, die Schuld gering ist und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht oder wenn z.B. eine Schadenswiedergutmachung erfolgt ist. Gerade als Unschuldiger sollten Sie schweigen und einen Anwalt mit Akteneinsicht beauftragen. Auch als Unschuldiger können Sie den Tatverdacht gegen Sie erhärten, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/finanzagent Title: Was ist ein Finanzagent? Strafe & weitere Infos Meta Description: Anwalt erklärt: Was sind sog. Finanzagenten, wie funktioniert das System und welche Konsequenzen drohen? Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/finanzagent ## Headings Structure: H1: Finanzagent H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: FAQS H3: Ich habe mein Konto zur Verfügung gestellt – habe ich mich strafbar gemacht? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Ich habe für eine fremde Person Geld weitergeleitet und nun eine Vorladung. Sollte ich Kontakt zu der Person aufnehmen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? ## Main Content: H1: Finanzagent H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: FAQS H3: Ich habe mein Konto zur Verfügung gestellt – habe ich mich strafbar gemacht? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Ich habe für eine fremde Person Geld weitergeleitet und nun eine Vorladung. Sollte ich Kontakt zu der Person aufnehmen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Wenn Sie Ihr Konto jemandem fremdes zur Verfügung gestellt haben, haben Sie sich möglicherweise wegen Geldwäsche strafbar gemacht. Entscheidend ist, ob Sie erkannt haben (oder hätten erkennen müssen), dass es sich um illegales Geld handelt. Wenn Sie sich wegen Geldwäsche strafbar gemacht haben, wird das Geld eingezogen. Dies gilt auch, wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Die Einziehung kann existenzbedrohend sein - beauftragen Sie daher unbedingt einen Anwalt für Strafrecht! Je nach Vorstrafen und Höhe der Strafe wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen. Ziel sollte daher eine Einstellung des Verfahrens sein – ohne Eintrag. Ein Anwalt kann dabei helfen. Auch ohne Vorsatz kann eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Mehr dazu unter: Unwissentlich Geldwäsche Nehmen Sie auf keinen Fall Kontakt zu der Person auf, die sie angewiesen hat, Geld weiterzuleiten. Leiten Sie kein Geld mehr weiter und wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt im Strafrecht. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/fur-wen-gilt-jugendstrafrecht Title: Für wen gilt Jugendstrafrecht? Anwalt erklärt Meta Description: Alle Infos zum Erziehungsregister: Was wird eingetragen? Was landet im Führungszeugnis? Anwalt erklärt Jugendstrafrecht! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/fur-wen-gilt-jugendstrafrecht ## Headings Structure: H1: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: FAQS H3: Ab wann ist man strafmündig? H3: Gilt das Jugendstrafrecht auch für 18-Jährige? H3: Was passiert mit Kindern unter 14 Jahren, die eine Straftat begehen? H3: Welche Strafen gibt es im Jugendstrafrecht? H3: Was ist der Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht? H3: Kann ein Jugendlicher ins Gefängnis kommen? H3: Lohnt es sich, einen Strafverteidiger einzuschalten? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht ## Main Content: H1: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Jugendstrafrecht H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
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H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ab dem 14. Geburtstag sind Menschen in Deutschland strafmündig. Auch für Heranwachsende über 18 kann Jugendstrafrecht Anwendung finden, wenn es das Gericht für angemessen hält. Kiner unter 14 sind strafunmündig und können nicht strafrechtlich verfolgt werden. In solchen Fällen wird aber unter Umständen das Jugendamt oder Familiengericht tätig. Von Erziehungsmaßregeln über Auflagen bis hin zur Jugendstrafe. Ziel ist die Erziehung, nicht die Bestrafung. Das Jugendstrafrecht ist erzieherisch ausgerichtet, das Erwachsenenstrafrecht dagegen schuld- und straforientiert. Ja, in Form einer Jugendstrafe. Diese wird jedoch nur bei schweren Taten verhängt. Ja, insbesondere frühzeitig im Ermittlungsverfahren kann ein Anwalt für Jugendstrafrecht Einfluss auf den Verfahrensausgang nehmen. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/gefaehrliche-koerperverletzung Title: Gefährliche Körperverletzung | Strafe Ersttäter Meta Description: Beschuldigt? Schweigen, Anwalt einschalten. Kostenlose Erstberatung zu den Chancen vom Anwalt Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/gefaehrliche-koerperverletzung ## Headings Structure: H1: Gefährliche Körperverletzung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: FAQS H3: Muss ich Schmerzensgeld zahlen, wenn das Strafverfahren eingestellt wurde? H3: Welcher Anwalt bei Körperverletzung ist der Richtige? H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Muss ich als Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung mit einer Gefängnisstrafe rechnen? H3: Wird eine gefährliche Körperverletzung im Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? 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H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. 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Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ja, das ist möglich. Dies richtet sich danach, ob die geschädigte Person eine Körperverletzung trotz Einstellung des Strafverfahrens vor dem Zivilgericht beweisen kann. Ein Anwalt, der auf dem Gebiet des Strafrechts tätig ist und Erfahrung mit Körperverletzungsverfahren hat. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. In den meisten Fällen wird für Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung eine Bewährungsstrafe verhängt. Insbesondere bei gravierenden Verletzungen, Vorstrafen oder sehr schwerwiegenden Angriffen kommt aber auch eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung in Betracht. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/geldwaesche Title: Vorladung wegen Geldwäsche | Anwalt gibt alle Infos Meta Description: Beschuldigt wegen Geldwäsche? Strafe, Ablauf & was Sie jetzt auf keinen Fall tun sollten. | Erstberatung vom Anwalt kostenlos! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/geldwaesche ## Headings Structure: H1: Geldwäsche H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Finanzagent H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Finanzagent H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: FAQS H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Ich habe mein Konto zur Verfügung gestellt – habe ich mich strafbar gemacht? H3: Welche Strafe droht mir bei Geldwäsche? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? ## Main Content: H1: Geldwäsche H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Finanzagent H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Finanzagent H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: FAQS H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Ich habe mein Konto zur Verfügung gestellt – habe ich mich strafbar gemacht? H3: Welche Strafe droht mir bei Geldwäsche? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? Zu diesem Gebiet gehören die folgenden Themen: Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Auch ohne Vorsatz kann eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Mehr dazu unter: Unwissentlich Geldwäsche Wenn Sie sich wegen Geldwäsche strafbar gemacht haben, wird das Geld eingezogen. Dies gilt auch, wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Die Einziehung kann existenzbedrohend sein - beauftragen Sie daher unbedingt einen Anwalt für Strafrecht! Wenn Sie Ihr Konto jemandem fremdes zur Verfügung gestellt haben, haben Sie sich möglicherweise wegen Geldwäsche strafbar gemacht. Entscheidend ist, ob Sie erkannt haben (oder hätten erkennen müssen), dass es sich um illegales Geld handelt. Die Prognose einer genauen Strafe ist ohne Akteneinsicht nicht möglich. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Dort können wir Ihnen ggf. auch einen ersten Rahmen für den „worst case“ und den „best case“ nennen. Je nach Vorstrafen und Höhe der Strafe wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen. Ziel sollte daher eine Einstellung des Verfahrens sein – ohne Eintrag. Ein Anwalt kann dabei helfen. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/insolvenzverschleppung Title: Insolvenzverschleppung – Pflichten, Fristen & Strafe Meta Description: Insolvenzverschleppung gem. § 15a InsO: Jede Insolenz wird von der Staatsanwaltschaft überprüft! Infos vom Strafverteidiger. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/insolvenzverschleppung ## Headings Structure: H1: Insolvenzverschleppung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H3: Das Unternehmen läuft nicht auf meinen Namen, ich regele aber alles Wesentliche. Bin ich ebenfalls verantwortlich? H3: Wann besteht die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? ## Main Content: H1: Insolvenzverschleppung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H3: Das Unternehmen läuft nicht auf meinen Namen, ich regele aber alles Wesentliche. Bin ich ebenfalls verantwortlich? H3: Wann besteht die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Bei einem Anteil der Fälle übernehmen die betroffenen Unternehmen die Kosten der Verteidigung von Organen und leitenden Angestellten. Bei Mitgliedern des Vorstands bzw. der Geschäftsführung bestehen zudem häufig D&O-Versicherungen, die Verteidigungskosten innerhalb der versicherten Summe übernehmen. In einigen Fällen übernehmen private Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung, oftmals allerdings nur anteilig. Sprechen Sie uns hierauf direkt bei unserer Mandatierung an, damit wir eine Deckungsanfrage stellen können und Sie bereits frühzeitig einen Überblick über die zu tragenden Kosten haben. Personen, die formal kein Organ des Unternehmens sind, aber die maßgeblichen Entscheidungen treffen und das Unternehmen lenken werden sogenannte "faktische Geschäftsführer" genannt und können sich ebenfalls wegen Insolvenzverschleppung strafbar machen. Sobald Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eintritt, ist die Geschäftsführung verpflichtet, ohne schuldhaftes Zögern, spätestens jedoch innerhalb von drei Wochen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Eine spätere Antragstellung begründet regelmäßig den Vorwurf der Insolvenzverschleppung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/jugendstrafrecht Title: Jugendstrafrecht - Was Eltern & Jugendliche wissen müssen Meta Description: Vorladung als Beschuldigter im Jugendstrafrecht – erfahrene Strafverteidiger aus Hamburg erklären Ablauf, Strafen und Rechte Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/jugendstrafrecht ## Headings Structure: H1: Jugendstrafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: FAQS H3: Was bedeutet die Vorladung als Beschuldigter für mein Kind rechtlich? H3: Muss mein Kind der polizeilichen Vorladung folgen oder können wir eine Vernehmung ablehnen? H3: Ist es sinnvoll, dass mein Kind zur Polizei geht, bevor wir mit einem Anwalt gesprochen haben? H3: Welche Rechte hat mein Kind als Beschuldigter im Jugendstrafverfahren? H3: Kann mein Kind sich strafbar machen, wenn es zur Polizei geht und etwas Falsches sagt? H3: Wie gehen Sie als Strafverteidiger in einem solchen Fall vor? H3: Sollte mein Kind schweigen oder sich zur Sache äußern? H3: Ist es ratsam, dass mein Kind eine schriftliche Stellungnahme abgibt? H3: Welche Unterlagen benötigen Sie von uns, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen? H3: Können wir durch Kooperation mit der Polizei die Situation verbessern oder verschlechtern? H3: Wie läuft ein Jugendstrafverfahren typischerweise ab? H3: Welche Rolle spielt das Jugendamt in diesem Verfahren? H3: Welche Konsequenzen drohen meinem Kind im schlimmsten Fall? H3: Kann es sein, dass die Anzeige ohne weitere Folgen eingestellt wird? H3: Wie lange dauert so ein Verfahren im Durchschnitt? H3: Welche Rechte und Pflichten habe ich als Elternteil im Strafverfahren meines Kindes? H3: Muss ich bei polizeilichen oder gerichtlichen Terminen dabei sein? H3: Dürfen wir als Eltern für unser Kind Aussagen machen oder Entscheidungen treffen? H3: Was kann ich tun, um mein Kind jetzt bestmöglich zu unterstützen? H3: Gibt es Maßnahmen, um die langfristigen Folgen (z. B. Eintrag im Führungszeugnis) zu vermeiden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht ## Main Content: H1: Jugendstrafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: FAQS H3: Was bedeutet die Vorladung als Beschuldigter für mein Kind rechtlich? H3: Muss mein Kind der polizeilichen Vorladung folgen oder können wir eine Vernehmung ablehnen? H3: Ist es sinnvoll, dass mein Kind zur Polizei geht, bevor wir mit einem Anwalt gesprochen haben? H3: Welche Rechte hat mein Kind als Beschuldigter im Jugendstrafverfahren? H3: Kann mein Kind sich strafbar machen, wenn es zur Polizei geht und etwas Falsches sagt? H3: Wie gehen Sie als Strafverteidiger in einem solchen Fall vor? H3: Sollte mein Kind schweigen oder sich zur Sache äußern? H3: Ist es ratsam, dass mein Kind eine schriftliche Stellungnahme abgibt? H3: Welche Unterlagen benötigen Sie von uns, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen? H3: Können wir durch Kooperation mit der Polizei die Situation verbessern oder verschlechtern? H3: Wie läuft ein Jugendstrafverfahren typischerweise ab? H3: Welche Rolle spielt das Jugendamt in diesem Verfahren? H3: Welche Konsequenzen drohen meinem Kind im schlimmsten Fall? H3: Kann es sein, dass die Anzeige ohne weitere Folgen eingestellt wird? H3: Wie lange dauert so ein Verfahren im Durchschnitt? H3: Welche Rechte und Pflichten habe ich als Elternteil im Strafverfahren meines Kindes? H3: Muss ich bei polizeilichen oder gerichtlichen Terminen dabei sein? H3: Dürfen wir als Eltern für unser Kind Aussagen machen oder Entscheidungen treffen? H3: Was kann ich tun, um mein Kind jetzt bestmöglich zu unterstützen? H3: Gibt es Maßnahmen, um die langfristigen Folgen (z. B. Eintrag im Führungszeugnis) zu vermeiden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht Zu diesem Gebiet gehören die folgenden Themen: View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter bedeutet, dass gegen Ihr Kind ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Die Polizei geht davon aus, dass ein Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt. Es handelt sich also nicht um eine bloße Zeugenladung – Ihr Kind steht im Fokus der Ermittlungen. Nein, Ihr Kind muss der Vorladung durch die Polizei nicht folgen. Es besteht keine Pflicht, bei der Polizei zu erscheinen oder auszusagen – auch nicht für Jugendliche. Im Gegenteil: Ohne vorherige anwaltliche Beratung raten wir grundsätzlich davon ab, zur Polizei zu gehen. Nein. Eine unüberlegte Aussage kann das gesamte Verfahren negativ beeinflussen. In der frühen Phase des Verfahrens kann ein Anwalt für Jugendstrafrecht durch Akteneinsicht genau prüfen, was der Vorwurf und wie die Beweislage ist. Danach können wir gemeinsam eine fundierte Entscheidung treffen. Ihr Kind hat das Recht zu schweigen, das Recht auf anwaltlichen Beistand und das Recht auf ein faires Verfahren. Zudem gelten im Jugendstrafrecht besondere Schutzvorschriften, die auf Erziehung und soziale Integration abzielen. Wir setzen die Rechte Ihres Kindes durch. Ja. Auch Jugendliche können sich durch eine falsche Aussage (z. B. durch eine falsche Verdächtigung anderer, nicht aber durch bloßes Lügen als Beschuldigter) strafbar machen. Deshalb ist anwaltliche Beratung vor jedem Gespräch mit der Polizei unerlässlich. Als erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht in Hamburg beantragen wir sofort Akteneinsicht und analysieren sorgfältig die Sach- und Rechtslage. Danach entwickeln wir eine individuelle Verteidigungsstrategie – mit dem Ziel, eine Einstellung im Ermittlungsverfahren zu erreichen, wenn möglich ohne Hauptverhandlung. In aller Regel ist Schweigen zunächst die beste Verteidigung. Ob und wann eine Einlassung sinnvoll ist, prüfen wir nach Akteneinsicht. Eine frühzeitige Aussage ohne juristische Einordnung birgt erhebliche Risiken. Auch das sollte nur nach anwaltlicher Prüfung erfolgen. Eine unbedachte schriftliche Einlassung kann später gegen Ihr Kind verwendet werden. Besser ist es, zunächst zu schweigen und die Verteidigung strategisch aufzubauen. Hilfreich sind die Vorladung, ggf. vorhandene Schriftstücke der Polizei oder der Staatsanwaltschaft sowie alle Informationen, die Sie über den Vorfall oder beteiligte Personen haben. Den Rest klären wir im kostenlosen Erstgespräch. Kooperation kann in Einzelfällen sinnvoll sein, ist aber ohne rechtliche Beratung gefährlich. Gut gemeinte Aussagen können missverstanden werden. Oft ist es klüger, erst einmal zu schweigen und dann gemeinsam mit einem Anwalt für Strafrecht das weitere Vorgehen abzustimmen. Nach der Strafanzeige folgen polizeiliche Ermittlungen. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Es kann zu einer Diversionsmaßnahme kommen (z.B. Täter-Opfer-Ausgleich) oder – bei schwerwiegenden Vorwürfen – zu einem Gerichtsverfahren. Mehr dazu unter Ablauf des Jugendstrafvefahrens. Das Jugendamt ist über die JUGENDGERICHTSHILFE eingebunden. Es informiert das Gericht über die persönliche Entwicklung des Jugendlichen und spricht Empfehlungen für mögliche Sanktionen aus. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann sich positiv auswirken, sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Im schwersten Fall kann eine Jugendstrafe in einer Jugendstrafanstalt verhängt werden. Häufiger sind jedoch mildere Sanktionen wie Jugendarrest, Auflagen oder Sozialstunden. Entscheidend ist die individuelle Verteidigungsstrategie. Ja. Gerade im Jugendstrafrecht besteht die Möglichkeit einer Verfahrenseinstellung, z.B. mangels hinreichenden Tatverdachts oder nach §§ 45, 47 JGG. Ziel unserer Verteidigung ist es, möglichst früh eine Einstellung zu erreichen – im besten Fall vor Anklageerhebung. Je nach Komplexität zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Wird Anklage erhoben, kann sich das Verfahren entsprechend verlängern. In vielen Fällen kann durch frühzeitige anwaltliche Intervention eine schnellere Einstellung erreicht werden. Als Sorgeberechtigte werden Sie über wesentliche Schritte informiert. Sie dürfen Ihr Kind begleiten und unterstützen. Gleichzeitig sollten Sie nichts unternehmen, was seine Verteidigung gefährdet – insbesondere keine Aussagen „im Namen des Kindes“ gegenüber Polizei oder Dritten. Bei gerichtlichen Terminen besteht für Erziehungsberechtigte in der Regel Anwesenheitspflicht. Bei polizeilichen Vernehmungen können Sie dabei sein. Wir empfehlen aber dringend, diese Termine nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung bzw. ohne anwaltlichen Beistand wahrzunehmen. Nein. Ihr Kind ist Beschuldigter mit eigenen Rechten. Auch wenn Sie das Beste für Ihr Kind wollen, sollten Sie keine eigenmächtigen Aussagen treffen. Wir beraten Sie umfassend, wie Sie Ihr Kind am besten schützen und unterstützen. Sorgen Sie für Ruhe, vermeiden Sie Schuldzuweisungen, sammeln Sie alle relevanten Informationen und wenden Sie sich frühzeitig an einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist jetzt besonders wichtig. Ja. Viele Sanktionen im Jugendstrafrecht werden nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen. Eintragungen erfolgen meist nur bei schwereren Strafen. Auch das Erziehungsregister spielt hier eine Rolle. Wir beraten Sie, wie sich negative Folgen vermeiden oder begrenzen lassen. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Sanktionen im Jugendstrafrecht Alles über Maßregeln, Arrest und Jugendstrafe Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/korperverletzung Title: Körperverletzung | Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Meta Description: Anwalt Körperverletzung: Wie sie sich jetzt verhalten sollten. Kostenlose Erstberatung vom Strafverteidiger jetzt sofort buchen! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/korperverletzung ## Headings Structure: H1: Körperverletzung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: FAQS H3: Was passiert bei einer Anzeige wegen Körperverletzung? H3: Was droht bei vorsätzlicher Körperverletzung? H3: Kann eine Körperverletzung ohne Anzeige verfolgt werden? H3: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H3: Wann verjährt Körperverletzung? H3: Kann man wegen versuchter Körperverletzung bestraft werden? H3: Muss ich Schmerzensgeld zahlen, wenn das Strafverfahren eingestellt wurde? H3: Welcher Anwalt bei Körperverletzung ist der Richtige? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. 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H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? ## Main Content: H1: Körperverletzung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: FAQS H3: Was passiert bei einer Anzeige wegen Körperverletzung? H3: Was droht bei vorsätzlicher Körperverletzung? H3: Kann eine Körperverletzung ohne Anzeige verfolgt werden? H3: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H3: Wann verjährt Körperverletzung? H3: Kann man wegen versuchter Körperverletzung bestraft werden? H3: Muss ich Schmerzensgeld zahlen, wenn das Strafverfahren eingestellt wurde? H3: Welcher Anwalt bei Körperverletzung ist der Richtige? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Nach einer Anzeige wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie erhalten meist eine Vorladung als Beschuldigter. Sie müssen und sollten gegenüber der Polizei keine Aussage machen. Ihr Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und prüfen, ob eine Einstellung des Verfahrens möglich ist. Je nach Schwere der Tat droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Bei gefährlicher oder schwerer Körperverletzung sind auch höhere Strafen möglich. Ja. Die vorsätzliche Körperverletzung kann auch ohne Strafantrag verfolgt werden, wenn ein öffentliches Interesse besteht. Die Rücknahme des Strafantrages beendet das Verfahren daher nicht automatisch. Wenn kein Tatnachweis geführt werden kann oder die Schuld als gering anzusehen ist. Auch eine Einstellung gegen Auflagen (z.B. gegen Geldauflage) ist möglich. Je nach Tatvariante nach fünf bis zehn Jahren. Die Frist kann durch bestimmte Verfahrenshandlungen verlängert werden. Ja. Auch der Versuch ist strafbar, wenn bereits ein Tatentschluss und ein unmittelbares Ansetzen vorliegen. Ja, das ist möglich. Dies richtet sich danach, ob die geschädigte Person eine Körperverletzung trotz Einstellung des Strafverfahrens vor dem Zivilgericht beweisen kann. Ein Anwalt, der auf dem Gebiet des Strafrechts tätig ist und Erfahrung mit Körperverletzungsverfahren hat. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/krypto-geldwasche Title: Krypto Geldwäsche Strafe? | Alle Infos vom Anwalt Meta Description: Strafbarkeitsrisiko Kryptowährung: Unwissentlich Geldwäsche begangen? Anwalt erklärt alles zu Funktionsweise & Sanktionen Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/krypto-geldwasche ## Headings Structure: H1: Krypto Geldwäsche H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Love Scamming H3: Finanzagent H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Love Scamming H3: Finanzagent H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: FAQS H3: Welche Strafe droht mir bei Geldwäsche? H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Was passiert, wenn mein Konto von der Bank wegen Geldwäsche gesperrt wird? H3: Was soll ich tun, wenn ich eine Vorladung wegen Geldwäsche bekomme? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? ## Main Content: H1: Krypto Geldwäsche H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Love Scamming H3: Finanzagent H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Love Scamming H3: Finanzagent H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: FAQS H3: Welche Strafe droht mir bei Geldwäsche? H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Was passiert, wenn mein Konto von der Bank wegen Geldwäsche gesperrt wird? H3: Was soll ich tun, wenn ich eine Vorladung wegen Geldwäsche bekomme? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? 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H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Die Prognose einer genauen Strafe ist ohne Akteneinsicht nicht möglich. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Dort können wir Ihnen ggf. auch einen ersten Rahmen für den „worst case“ und den „best case“ nennen. Auch ohne Vorsatz kann eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Mehr dazu unter: Unwissentlich Geldwäsche Je nach Vorstrafen und Höhe der Strafe wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen. Ziel sollte daher eine Einstellung des Verfahrens sein – ohne Eintrag. Ein Anwalt kann dabei helfen. Häufig erfolgt die Sperrung präventiv. Kontaktieren Sie uns unverbindlich. Wir können häufig einschätzen, ob noch ein Strafverfahren folgt. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Gehen Sie nicht zum Vorladungstermin bei der Polizei! Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/love-scamming Title: Love Scamming: Geld weitergeleitet | Geldwäsche Meta Description: Geld für fremde Person weitergeleitet? Anwalt erklärt Konsequenzen: Verfahren wegen Geldwäsche & Strafe Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/love-scamming ## Headings Structure: H1: Love Scamming H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: FAQS H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Was soll ich tun, wenn ich eine Vorladung wegen Geldwäsche bekomme? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? ## Main Content: H1: Love Scamming H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: FAQS H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Was soll ich tun, wenn ich eine Vorladung wegen Geldwäsche bekomme? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Auch ohne Vorsatz kann eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Mehr dazu unter: Unwissentlich Geldwäsche Je nach Vorstrafen und Höhe der Strafe wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen. Ziel sollte daher eine Einstellung des Verfahrens sein – ohne Eintrag. Ein Anwalt kann dabei helfen. Wenn Sie sich wegen Geldwäsche strafbar gemacht haben, wird das Geld eingezogen. Dies gilt auch, wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Die Einziehung kann existenzbedrohend sein - beauftragen Sie daher unbedingt einen Anwalt für Strafrecht! Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Gehen Sie nicht zum Vorladungstermin bei der Polizei! Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/nachstellung Title: Nachstellung Strafe & Bedeutung | Strafverteidiger Hamburg Meta Description: Was ist Nachstellung? Anwalt erklärt Strafe, Beispiele und Folgen Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/nachstellung ## Headings Structure: H1: Nachstellung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: FAQS H3: Was ist Nachstellung? H3: Welche Strafe droht bei Nachstellung? H3: Benötige ich für Nachstellung einen Anwalt? H3: Was passiert nach einer Anzeige wegen Nachstellung? H3: Wann wird ein Verfahren wegen Nachstellung eingestellt? H3: Was ist der Unterschied zwischen Stalking und Nachstellung? H3: Was gilt bei Cyberstalking? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? 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H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? ## Main Content: H1: Nachstellung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Diebstahl H3: Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: FAQS H3: Was ist Nachstellung? H3: Welche Strafe droht bei Nachstellung? H3: Benötige ich für Nachstellung einen Anwalt? H3: Was passiert nach einer Anzeige wegen Nachstellung? H3: Wann wird ein Verfahren wegen Nachstellung eingestellt? H3: Was ist der Unterschied zwischen Stalking und Nachstellung? H3: Was gilt bei Cyberstalking? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? 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Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Nachstellung bedeutet das wiederholte, unbefugte Aufsuchen, Verfolgen, Belästigen einer Person oder ähnliche Handlungen, wodurch deren Lebensgestaltung nicht unerheblich beeinträchtigt wird. Je nach Schwere kann die Strafe von einer Geldstrafe bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe reichen. Mit der richtigen Verteidigungsstrategie ist jedoch auch eine Einstellung des Verfahrens ohne Eintragung im Führungszeugnis möglich. Es ist ratsam, sich anwaltlich vertreten zu lassen. Gerade in frühen Ermittlungsphasen kann ein Strafverteidiger durch Akteneinsicht und Stellungnahmen das Verfahren entscheidend beeinflussen. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf und lädt den Beschuldigten zur Vernehmung. Ohne Akteneinsicht sollte keine Aussage erfolgen. Hierzu besteht keine Pflicht. Wenn kein Nachweis der Vorwürfe gelingt oder wenn die Schuld gering ist und ggf. Auflagen erfüllt werden. Ein Strafverteidiger kann Sie hierzu im Einzelfall beraten. „Stalking“ ist der umgangssprachliche Begriff – juristisch spricht man von Nachstellung nach § 238 StGB. Auch digitale Belästigung – etwa über soziale Medien oder Messenger – fällt unter § 238 StGB. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/noetigung-im-strassenverkehr Title: Nötigung | Höhe der Geldstrafe & Führerscheinentzug Meta Description: Anwalt im Verkehrsstrafrecht klärt auf: Lichthupe & dichtes Auffahren automatisch Nötigung? Kostenlose Erstberatung hier! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/noetigung-im-strassenverkehr ## Headings Structure: H1: Nötigung im Straßenverkehr H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Nötigung - Was gilt bei Lichthupe oder Hupen? H3: Ist dichtes Auffahren automatisch Nötigung? H3: Ich wurde wegen Nötigung im Straßenverkehr angezeigt – was droht mir? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum ## Main Content: H1: Nötigung im Straßenverkehr H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Nötigung - Was gilt bei Lichthupe oder Hupen? H3: Ist dichtes Auffahren automatisch Nötigung? H3: Ich wurde wegen Nötigung im Straßenverkehr angezeigt – was droht mir? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Der Einsatz der Hupe zur Warnung oder der Lichthupe zur Ankündigung eines Überholmanövers ist erlaubt, dagegen kann eine strafbare Nötigung vorliegen, wenn Hupe und Lichthupe aggressiv und bedrängend eingesetzt werden. Dichtes Auffahren ist erst dann eine Nötigung, wenn es auf Zwang abzielt. Bei einer Anzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr drohen Geldstrafe, Fahrverbot, Punkte in Flensburg, in schweren Fällen Freiheitsstrafe und Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Gespräch mit der Polizei wirkt auf den ersten Blick harmlos, vor allem wenn Sie unschuldig sind. In der Vorladung stehen häufig Sätze wie „Die Vernehmung soll Ihnen Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und die zu Ihren Gunsten sprechenden Tatsachen geltend zu machen“. In Wirklichkeit verfolgt die Vernehmung in der Regel nur ein Ziel: belastende Informationen gegen Sie zu sammeln. Risiken ohne Verteidiger: Daher gilt: Wer als Beschuldigter zur Polizei geht, verschlechtert fast immer seine Chancen auf eine Verfahrenseinstellung. In vielen Fällen übernehmen Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung. Dies ist insbesondere im Verkehrsstrafrecht der Fall oder z.B. bei fahrlässiger Körperverletzung. Sprechen Sie dies an, wenn Sie sich von uns erstmalig beraten lassen. Wir können prüfen, ob Ihre Versicherung die Kosten übernimmt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/online-casino-geldwasche Title: Online-Casino Geldwäsche | Strafe? Infos vom Anwalt Meta Description: Konto gesperrt wegen Verdacht auf Geldwäsche nach Online-Casino? Schweigen & Anwalt fragen! | Erstberatung kostenlos Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/online-casino-geldwasche ## Headings Structure: H1: Online-Casino Geldwäsche H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: FAQS H3: Welche Strafe droht mir bei Geldwäsche? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? ## Main Content: H1: Online-Casino Geldwäsche H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Was ist Smurfing? H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: FAQS H3: Welche Strafe droht mir bei Geldwäsche? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Die Prognose einer genauen Strafe ist ohne Akteneinsicht nicht möglich. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Dort können wir Ihnen ggf. auch einen ersten Rahmen für den „worst case“ und den „best case“ nennen. Wenn Sie sich wegen Geldwäsche strafbar gemacht haben, wird das Geld eingezogen. Dies gilt auch, wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Die Einziehung kann existenzbedrohend sein - beauftragen Sie daher unbedingt einen Anwalt für Strafrecht! Gerade als Unschuldiger sollten Sie schweigen und einen Anwalt mit Akteneinsicht beauftragen. Auch als Unschuldiger können Sie den Tatverdacht gegen Sie erhärten, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Auch ohne Vorsatz kann eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Mehr dazu unter: Unwissentlich Geldwäsche Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/raub Title: Vorwurf Raub? Strafverteidiger erklärt Strafen & Chancen Meta Description: Vorwurf (schwerer) Raub? Welche Strafen drohen und wie ein Strafverteidiger helfen kann. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/raub ## Headings Structure: H1: Raub H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Diebstahl H3: Bedrohung H3: Körperverletzung H3: Nachstellung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Urkundenfälschung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Bedrohung H3: Körperverletzung H3: Nachstellung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Urkundenfälschung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: FAQS H3: Was ist der Unterschied zwischen Raub und Diebstahl? H3: Welche Strafe droht beim bewaffneten Raubüberfall? H3: Welche Strafe droht Jugendlichen für Raub? H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Gilt das Jugendstrafrecht auch für 18-Jährige? H3: Kann ein Jugendlicher ins Gefängnis kommen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? ## Main Content: H1: Raub H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Diebstahl H3: Bedrohung H3: Körperverletzung H3: Nachstellung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Urkundenfälschung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Diebstahl H3: Bedrohung H3: Körperverletzung H3: Nachstellung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Betrug H3: Urkundenfälschung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: FAQS H3: Was ist der Unterschied zwischen Raub und Diebstahl? H3: Welche Strafe droht beim bewaffneten Raubüberfall? H3: Welche Strafe droht Jugendlichen für Raub? H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Gilt das Jugendstrafrecht auch für 18-Jährige? H3: Kann ein Jugendlicher ins Gefängnis kommen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? 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(§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Anzeige wegen Nachstellung – was tun? View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Anzeige wegen Nachstellung – was tun? View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Diebstahl ist die Wegnahme einer fremden Sache ohne oder gegen den Willen des Gewahrsamsinhabers. Beim Raub wird diese Wegnahme durch den Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben ermöglicht. Dies hängt davon ab, ob die Waffe mitgeführt oder eingesetzt wurde. Im Falle des Mitführens droht eine Freiheitsstrafe von mindestens 3 Jahren. Wurde die Waffe eingesetzt, droht eine Freiheitsstrafe von mindestens 5 Jahren. In beiden Fällen kann ein minder schwerer Fall vorliegen. Der Strafrahmen beträgt dann 1-10 Jahre. In diesen Fällen ist eine Bewährungsstrafe möglich. Für Jugendliche gelten die milderen Sanktionen des Jugendstrafrechts. Aufgrund der Schwere des Vorwurfs droht aber auch Jugendlichen und Heranwachsenden eine Jugendstrafe. Eine frühzeitige und vollumfängliche Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht ist hier entscheidend. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Auch für Heranwachsende über 18 kann Jugendstrafrecht Anwendung finden, wenn es das Gericht für angemessen hält. Ja, in Form einer Jugendstrafe. Diese wird jedoch nur bei schweren Taten verhängt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/sanktionen-jugendstrafrecht Title: Sanktionen im Jugendstrafrecht | Anwalt Strafrecht Meta Description: Folgen im Jugendstrafverfahren: Anwalt für Strafrecht erklärt Sanktionen (Maßregeln, Jugendarrest, Jugendstrafe etc.). Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/sanktionen-jugendstrafrecht ## Headings Structure: H1: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Jugendstrafrecht H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: FAQS H3: Welche Sanktionen drohen meinem Kind im Jugendstrafrecht? H3: Was ist der Unterschied zwischen Jugendarrest und Jugendstrafe? H3: Muss mein Kind in jedem Fall mit einem Eintrag im Führungszeugnis rechnen? H3: Kann das Verfahren auch ohne Sanktionen enden? H3: Hilft es, wenn mein Kind Einsicht zeigt oder sich entschuldigt? H3: Wie schnell wird über die Sanktion entschieden? H3: Was kostet ein Anwalt für Jugendstrafrecht? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile ## Main Content: H1: Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Jugendstrafrecht H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H3: Jugendstrafrecht H3: Für wen gilt Jugendstrafrecht? H3: Eintragung im Erziehungsregister H3: Ablauf Jugendstraf­verfahren H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was sind Sanktionen im Jugendstrafrecht? H2: Die Jugendstrafe H2: Was ist Jugendarrest? H2: Was ist Freizeitarrest? H2: Was sind Erziehungsmaßregeln? H2: Weitere Zuchtmittel im Jugendstrafrecht H2: Rechtsanwaltliche Hilfe im Jugendstrafrecht H2: FAQS H3: Welche Sanktionen drohen meinem Kind im Jugendstrafrecht? H3: Was ist der Unterschied zwischen Jugendarrest und Jugendstrafe? H3: Muss mein Kind in jedem Fall mit einem Eintrag im Führungszeugnis rechnen? H3: Kann das Verfahren auch ohne Sanktionen enden? H3: Hilft es, wenn mein Kind Einsicht zeigt oder sich entschuldigt? H3: Wie schnell wird über die Sanktion entschieden? H3: Was kostet ein Anwalt für Jugendstrafrecht? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile H2: Was ist das Jugendstrafrecht? H2: Warum ist ein Anwalt für Jugendstrafrecht so wichtig? H2: Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht H2: Ablauf des Jugendstrafverfahrens H2: Rolle der Jugendgerichtshilfe H2: Inhalt des Erziehungsregisters H2: Fazit – Frühzeitige Verteidigung ist entscheidend H2: Ab wann ist man strafmündig? H2: Jugendliche (14–18 Jahre) H2: Heranwachsende (18–21 Jahre) H2: Kinder unter 14 Jahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Fazit H2: Was ist das Erziehungsregister? H2: Welche Entscheidungen werden im Erziehungsregister eingetragen? H2: Wie lange bleiben Eintragungen im Erziehungsregister bestehen? H2: Wird das Erziehungsregister im Führungszeugnis sichtbar? H2: Unterschied zwischen Erziehungsregister, Bundeszentralregister und Führungszeugnis H2: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? H2: Vermeidung von Eintragungen: professionelle Verteidigung im Jugendstrafverfahren H2: Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht H2: Was passiert nach einer Strafanzeige im Jugendstrafrecht? H3: Jugendgerichtshilfe H2: Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht H3: Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich? H3: Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs H3: Täter-Opfer-Ausgleich: Nachteile View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht verfolgt ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht: Erziehung statt Strafe. Dementsprechend sehen die Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) eine Vielzahl an Reaktionen auf jugendstrafrechtliches Fehlverhalten vor. Diese hängen von der Schwere der Tat, der Persönlichkeit des Jugendlichen und seinen Lebensumständen ab. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden keine Anwendung. Typische Sanktionen im Jugendstrafrecht sind: Diese Sanktionen können kombiniert werden. Welche Maßnahme in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall und von dem Verhalten des Jugendlichen/Heranwachsenden im Verfahren ab. Die Verteidigungsstrategie sollte daher frühzeitig mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht abgestimmt werden. Mehr Informationen zum allgemeinen Verfahrensablauf finden Sie unter: Ablauf Jugendstrafverfahren. Die schärfste Sanktion im Jugendstrafrecht ist die Jugendstrafe. Dabei handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt vollzogen wird. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer fünf Jahre (in besonders schweren Fällen zehn Jahre). Die Jugendstrafe kann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Jugendliche oder Heranwachsende auch ohne Einwirkung des Strafvollzugs in Zukunft keine Straftaten mehr begehen wird. Die Jugendstrafe ist besonders einschneidend. Umso wichtiger ist eine fachkundige Verteidigung durch einen Anwalt für Jugendstrafrecht, um eine Jugendstrafe im Ernstfall zu vermeiden. Mehr zur Systematik des Jugendstrafverfahrens unter Jugendstrafrecht. Jugendarrest ist ein sogenanntes Zuchtmittel. Er soll kurzfristig wirken, aber keine langfristigen Folgen wie eine Jugendstrafe entfalten. Der Arrest kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein: Der Freizeitarrest ist die häufigste Form des Jugendarrests. Er wird in der Regel dann verhängt, wenn andere Maßnahmen wie Auflagen oder Erziehungsweisungen aus Sicht des Gerichts nicht ausreichen, um auf den Jugendlichen/Heranwachsenden einzuwirken. Typisch ist die Anordnung über ein oder zwei Wochenenden, wobei der Jugendliche sich in der Regel jeweils am Freitagabend in der Arrestanstalt einfinden muss und dort bis Sonntagabend bleibt. Diese Maßnahme soll den Alltag (Schule oder Ausbildung) der Jugendlichen so wenig wie möglich beeinträchtigen, gleichzeitig aber eine spürbare Konsequenz darstellen. Erziehungsmaßregeln sind die mildesten Maßnahmen im Jugendstrafrecht. Sie dienen nicht der Bestrafung, sondern sollen dem Jugendlichen helfen, zukünftig ein straffreies Leben zu führen. Nach § 9 JGG sind insbesondere folgende Maßnahmen möglich: Erziehungsmaßregeln können auch mit anderen Sanktionen kombiniert werden. Oft lassen sich durch eine gute Verteidigungsstrategie härtere Sanktionen vermeiden. Durch frühzeitige Beratung, Vorbereitung und z.B. eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann eine Erziehungsmaßregel verhindert werden und stattdessen eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Als spezialisierte Anwälte im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie! Neben dem Jugendarrest gibt es weitere Zuchtmittel: Diese Maßnahmen können als Reaktion auf weniger schwerwiegende Taten ausgesprochen werden. Ziel ist auch hier, Einsicht zu fördern und das Verhalten zu ändern. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt in der Regel nicht – wohl aber im Erziehungsregister. Viele Eltern fragen sich: Braucht mein Kind wirklich einen Anwalt im Jugendstrafrecht? Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Ja. Ein spezialisierter Verteidiger kann unter anderem: Gerade in frühen Verfahrensphasen – etwa nach einer Vorladung zur Polizei – lassen sich mit einer strategischen Verteidigung oft schwerwiegendere Sanktionen und eine Gerichtsverhandlung vermeiden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Je nach Schwere der Tat: Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel (z. B. Arbeitsstunden), Jugendarrest, Freizeitarrest oder im Extremfall eine Jugendstrafe. Jugendarrest ist kurzzeitig und erzieherisch gedacht, Jugendstrafe ist eine echte Freiheitsstrafe mit Haft in einer Jugendanstalt. Nicht jede Sanktion wird auch im Führungszeugnis eingetragen. Viele Sanktionen werden nur im Erziehungsregister eingetragen. Ja. Selbstverständlich, wenn Ihr Kind unschuldig ist. Aber auch bei geringer Schuld ist eine Einstellung ohne Auflagen oder mit Erziehungsmaßnahmen möglich. Ja. Solche Verhaltensweisen können sich positiv auf das Verfahren auswirken – insbesondere, wenn ein Täter-Opfer-Ausgleich angeboten wird. So ein Schritt sollte jedoch nicht vor anwaltlicher Beratung erfolgen. Wie schnell über die Sanktion im Jugendstrafrecht entschieden wird, hängt vom Verfahrensstand ab. Bei einer frühen anwaltlichen Einschaltung kann schon vor Anklage und einer Gerichtsverhandlung eine Einstellung erreicht werden. Die Kosten hängen vom Verfahren ab. Wir bieten ein kostenloses Erstgespräch an und klären über weitere Kosten auf. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. View Jugendstrafrecht Strafrecht: Überblick für Eltern & Jugendliche Das Jugendstrafrecht ist im Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt und unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Es kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit zwischen 14 und 18 Jahre alt ist. Für Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn die Persönlichkeit des Beschuldigten, Entwicklungsverzögerungen oder das Tatbild dafür sprechen. Im Zentrum steht nicht die Strafe, sondern die erzieherische Einwirkung. Ziel ist es, eine erneute Straffälligkeit des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu vermeiden. Deshalb ist das Spektrum der Maßnahmen breiter und flexibler als im Strafgesetzbuch. Die Strafen des Strafgesetzbuchs finden grundsätzlich keine Anwendung. Einzelheiten zur Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts finden Sie in unserem Beitrag: Für wen gilt das Jugendstrafrecht? Dort wird unter anderem die Frage "Ab wann ist man strafmündig?" ausführlich beantwortet. Gerade im Jugendstrafrecht kann ein Verfahren mit fundierter Argumentation oder proaktiver Gestaltung von erzieherischer Einwirkung (z.B. durch Schadenswiedergutmachung oder erzieherische Gespräche) ohne Gerichtsverhandlung beendet werden. Wer jedoch nach einer Vorladung von der Polizei unvorbereitet zur Vernehmung erscheint, riskiert nicht nur eine schlechtere Ausgangsposition, sondern unter Umständen auch nachteilige Konsequenzen für Schule, Ausbildung und Zukunft. Ein erfahrener Anwalt im Jugendstrafrecht kann bereits im Ermittlungsverfahren eingreifen und den Jugendlichen nach Akteneinsicht über alle Möglichkeiten beraten, um die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens zu erhöhen. Die Auswertung der Ermittlungsergebnisse und die Interessen des Jugendlichen sind entscheidend für die Wahl der besten Strategie. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe kann in bestimmten Fällen von Vorteil sein. Dies gilt z.B. bei schlechter Beweislage. Dies sollte jedoch mit einem Anwalt für Strafrecht abgestimmt werden. Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) kennt eine Vielzahl von Sanktionsmöglichkeiten, die je nach Schwere der Tat und Persönlichkeit des Jugendlichen gewählt werden. Zu den häufigsten zählen: Wie die Sanktionen konkret aussehen, erklärt unser Beitrag zu den Sanktionen im Jugendstrafrecht, der insbesondere die Unterschiede zwischen Jugendstrafe, Jugendarrest und Freizeitarrest eingehend erläutert und auf die Frage „Was ist Jugendarrest?“ eingeht. Das Verfahren im Jugendstrafrecht unterscheidet sich in vielen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Es beginnt in der Regel mit einer Strafanzeige oder einem Hinweis bei der Polizei. Bereits jetzt wird die Jugendgerichtshilfe – in Hamburg auch „Jugendhilfe im Strafverfahren“ genannt – eingeschaltet, die Informationen über die familiäre und soziale Situation des Jugendlichen sammelt (meistens über ein persönliches Gespräch). Nach einer Vorladung sollte keinesfalls ohne rechtliche Beratung bei der Polizei ausgesagt werden. Das gilt auch dann, wenn der Jugendliche „nichts zu verbergen“ hat und unschuldig ist – jedes Wort kann später gegen ihn verwendet werden und die Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens verringern. In vielen Fällen kann das Verfahren bereits jetzt im sogenannten Diversionsverfahren eingestellt werden. Dies ist z.B. möglich nach einem erzieherischen Gespräch, einem Täter-Opfer-Ausgleich oder nach Erfüllung von bestimmten Auflagen. In anderen Fällen kommt es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Hier kann weiter für eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch gekämpft werden. Sollten Sie eine Anklage erhalten, entwickeln wir gemeinsam eine Strategie - individuell nach Auswertung der Beweismittel und mit Fokus auf Ihre Interessen. Den vollständigen Ablauf schildert unser Beitrag Ablauf des Jugendstrafverfahrens, in dem auch auf eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe, die Möglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleich und die Frage „Was passiert nach einer Strafanzeige?“ eingegangen wird. Die Jugendgerichtshilfe ist eine staatliche Stelle, die im gesamten Verfahren involviert ist – von der ersten polizeilichen Befragung bis zur Gerichtsverhandlung. Im Rahmen dessen lädt sie den Jugendlichen/Heranwachsenden zu einem Gespräch ein, das grundsätzlich freiwillig ist. Auf Grundlage des Gesprächs liefert sie dem Gericht eine Einschätzung zur Persönlichkeit und Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden. Vor Gericht macht sie Vorschläge für erzieherisch sinnvolle Sanktionen. Eine Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe eröffnet im Einzelfall Chancen. Auch dann, wenn Sie unschuldig sind. Erst recht aber, wenn die Beweislage nachteilig ist. Ob dies der Fall ist, sollte mit einem Anwalt für Jugendstrafrecht besprochen werden. Es ist jedenfalls unverzichtbar, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch wenn die Jugendgerichtshilfe offiziell neutral ist, sollte man sich als Beschuldigter oder Elternteil nicht darauf verlassen, dass sie die Interessen des Jugendlichen/Heranwachsenden vertritt. Sie unterstützt die Jugendlichen nicht dabei, ihre Unschuld zu beweisen oder einen Freispruch zu erzielen. Umso wichtiger ist die Begleitung durch einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht, der die Rechte des Jugendlichen einseitig und konsequent durchsetzt. Verurteilungen nach dem Jugendgerichtsgesetz werden in der Regel nicht ins Bundeszentralregister aufgenommen, sondern in ein separates Erziehungsregister. Trotzdem können sie für den Jugendlichen spürbare Folgen haben – etwa bei Bewerbungen für bestimmte Ausbildungsberufe. Unser Beitrag zu den Eintragungen im Erziehungsregister erklärt, wann welche Maßnahme ins Register eingetragen wird und wie lange diese eingetragen bleibt.‍ Ein Verfahren im Jugendstrafrecht ist keine Bagatelle. Schon eine polizeiliche Vorladung sollte ernst genommen werden. Eltern und Jugendliche sind gut beraten, frühzeitig einen spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht einzuschalten, um Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen und langfristige negative Folgen zu vermeiden. View Für wen gilt Jugendstrafrecht? Wann Jugendstrafrecht Anwendung findet Eine Kernfrage im Jugendstrafrecht lautet: Ab wann ist man strafmündig?Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit Vollendung des 14. Lebensjahres. Das bedeutet: Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie gelten als schuldunfähig. Erst ab dem 14. Geburtstag prüft die Justiz, ob ein Jugendlicher das Unrecht seiner Tat erkennen konnte und nach dieser Einsicht handeln konnte. Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht in jedem Fall. Ist das Alter unbekannt oder lässt sich nicht nachweisen, werden in der Regel Sachverständigengutachten zur Bestimmung des Alters eingeholt. Bei Heranwachsenden ist die Anwendung von Jugendstrafrecht von entscheidender Bedeutung für den weiteren Ablauf des Verfahrens, denn das Jugendstrafrecht unterscheidet sich grundlegend vom Erwachsenenstrafrecht. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern die erzieherische Einwirkung auf die beschuldigte Person. Die Besonderheiten des Jugendstrafrechts werden in unseren Beiträgen Sanktionen im Jugendstrafrecht und Ablauf im Jugendstrafverfahren erläutert. Im Einzelfall kann das Gericht entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird. Maßgeblich ist, ob der Heranwachsende nach seiner Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichsteht oder ob es sich um eine „jugendtypische Tat“ handelt.Beispiel: Ein 19-Jähriger begeht im Rahmen einer Mutprobe eine Sachbeschädigung. Hier könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Entscheidend für die Entscheidung des Gerichts ist der Bericht der Jugendgerichtshilfe. Wenn Sie eine Einladung zu einem Gespräch erhalten, sollten Sie sich daher vorher von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt das Strafrecht nicht. Auf die Frage Ab wann ist man strafmündig? lautet die Antwort: Ab 14 Jahren. Alles darunter fällt nicht in den Anwendungsbereich des Strafrechts. Stattdessen können Jugendämter oder Familiengerichte eingreifen. Das Jugendstrafrecht ist stark vom Erziehungsgedanken geprägt. Während es im Erwachsenenstrafrecht vor allem um Schuld und Strafe geht, soll das Jugendstrafrecht den Jugendlichen erziehen, damit er künftig keine Straftaten mehr begeht.Die Unterschiede zeigen sich im gesamten Ablauf des Jugendstrafverfahrens und bei den möglichen Sanktionen. Die Frage Für wen gilt das Jugendstrafrecht? ist schnell beantwortet: Für Jugendliche ab 14 Jahren und unter Umständen auch für Heranwachsende bis 21 Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Alter, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Art der vorgeworfenen Tat. Ein erfahrener Strafverteidiger kann hier entscheidend helfen, die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. View Eintragung im Erziehungsregister Was wird im Erziehungsregister eingetragen? Das Erziehungsregister ist ein Sonderregister innerhalb des Bundeszentralregisters. Es wurde speziell für jugendstrafrechtliche Entscheidungen geschaffen und ist in § 60 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) geregelt. Ziel des Registers ist es, erzieherisch wirksame Maßnahmen zu dokumentieren, ohne den Jugendlichen auf Dauer zu belasten. Im Unterschied zum Bundeszentralregister oder Führungszeugnis hat das Erziehungsregister eine ausschließlich interne Funktion: Es ist nur für bestimmte Behörden einsehbar, etwa für Jugendgerichte oder Jugendämter. Eingetragen werden alle jugendstrafrechtlichen Entscheidungen, bei denen der Jugendliche nicht freigesprochen wurde. Dazu zählen: Mehr zu den verschiedenen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Eintragungen im Erziehungsregister werden in der Regel mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, eine vorzeitige Löschung zu beantragen, wenn die Sanktion vollstreckt ist und kein öffentliches Interesse besteht. Nein. Eintragungen im Erziehungsregister tauchen nicht im Führungszeugnis auf, das man z.B. bei der Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job vorlegen muss. Selbst Eintragungen im Bundeszentralregister erscheinen unter bestimmten Voraussetzungen nicht im Führungszeugnis. Gerade bei Jugendlichen wird so verhindert, dass ein einmaliges Fehlverhalten die berufliche Zukunft dauerhaft belastet. Zwischen den Registern bestehen folgende Unterschiede: Eine Eintragung im Erziehungsregister ist zunächst nur eine interne Information für die Justiz. Insoweit kann sie als Vorbelastung gewertet werden, sollte es zu weiteren Verfahren kommen. Sie hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf Bewerbungen oder schulische Laufbahnen. Zukünftige Arbeitgeber können aber ein Führungszeugnis verlangen. Einige Behörden bekommen im Bewerbungsprozess darüber hinaus Einsicht in das gesamte Zentralregister (z.B. für Bewerbungen bei der Polizei). Das bedeutet: Gerade bei Heranwachsenden zwischen 18-21 Jahren sollte die Anwendung von Jugendstrafrecht durchgesetzt werden, um eine Eintragung im Führungszeugnis zu vermeiden. Ein erfahrener Anwalt für Jugendstrafrecht kann hier entscheidend unterstützen. Je früher Sie Kontakt zu einem spezialisierten Strafverteidiger aufnehmen, desto besser können Sie Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens nehmen. Ziel ist es, bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, bevor es zu einer Eintragung im Erziehungsregister oder im Führungszeugnis kommt. View Ablauf Jugendstraf­verfahren Wie läuft ein Strafverfahren gegen Jugendliche ab? Das Jugendstrafrecht unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom Erwachsenenstrafrecht. Ziel ist nicht die Strafe, sondern die Erziehung des Jugendlichen. Es gelten daher andere Regeln für den Ablauf des Strafverfahrens und auch für die Sanktionen: Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren kommt es ebenfalls zur Anwendung, wenn Reifeverzögerungen vorliegen und/oder die Tat jugendtypisch ist. Mehr dazu unter "Für wen gilt Jugendstrafrecht?". Erzieherischer Gedanke‍ Während Erwachsene mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen müssen, sieht das Jugendstrafrecht mildere und erzieherische Maßnahmen vor, z.B. Sozialstunden, Auflagen, Verwarnungen oder die Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei schweren Vorwürfen oder im Wiederholungsfall drohen jedoch Arrest und Jugendstrafe. ‍An Jugendstrafverfahren ist die Jugendgerichtshilfe beteiligt. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Einschätzung über den Entwicklungsgrad des Jugendlichen/Heranwachsenden abzugeben und gegebenenfalls erforderliche erzieherische Maßnahmen vorzuschlagen. Die zentrale Frage vieler Eltern und Jugendlicher lautet: Was passiert nach einer Strafanzeige? 1. Einleitung des Ermittlungsverfahrens Nach Eingang der Strafanzeige leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Der Jugendliche/Heranwachsende wird regelmäßig als Beschuldigter vorgeladen. Bereits an dieser Stelle empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt für Jugendstrafrecht, um die Rechte des Jugendlichen/Heranwachsenden zu wahren und unbedachte Aussagen zu vermeiden. 2. Entscheidung der Staatsanwaltschaft Die Polizei übermittelt ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Diese prüft, ob das Verfahren eingestellt wird, weil kein Tatverdacht besteht, oder ob Anklage erhoben werden soll. Daneben besteht die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen und erzieherische Maßnahmen einzustellen. Je früher ein Anwalt für Jugendstrafrecht eingeschaltet wird, desto besser lässt sich eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und gestalten. Ziel ist es, durch fundierte Argumentation und Gestaltung eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen – möglichst ohne Verhandlung vor Gericht und ohne Eintrag ins Erziehungsregister. Wir beraten Sie ganzheitlich über Ihre Möglichkeiten. 3. Hauptverhandlung im Jugendstrafverfahren Sollte die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht annehmen und einer Einstellung des Verfahrens nicht zustimmen, wird sie Anklage erheben. In diesem Fall findet eine Hauptverhandlung vor Gericht statt. Auch hier ist die Jugendgerichtshilfe anwesend und es wird über mögliche Sanktionen verhandelt. Vor Gericht sollte ein Jugendlicher oder Heranwachsender keinesfalls allein erscheinen. Mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts im Jugendstrafrecht kann eine individuelle Strategie für einen Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens entwickelt und durchgesetzt werden. Wir stehen vor Gericht an Ihrer Seite. Die Jugendgerichtshilfe ist eine zentrale Institution im Jugendstrafverfahren. Sie wird vom Jugendamt gestellt und begleitet das Strafverfahren von Anfang an. Rolle der Jugendgerichtshilfe Die Jugendgerichtshilfe soll dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine Einschätzung zur Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und zur Entwicklung des Jugendlichen/Heranwachsenden geben. Sie nimmt daher frühzeitig Kontakt mit dem Jugendlichen/Heranwachsenden auf. Dies erfolgt oft bereits nach der ersten Vorladung durch die Polizei. Vor der Teilnahme an diesem Gespräch sollte Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten werden, um frühzeitig die Verteidigungsstrategie zu gestalten. Jugendgerichtshilfe: Gesprächsablauf Das Gespräch mit der Jugendgerichtshilfe erfolgt freiwillig, kann jedoch – je nach Fall – von Vorteil sein. Inhaltlich werden folgende Aspekte thematisiert: Die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Wenn die Beweislage unklar oder nachteilig ist, empfiehlt sich daher regelmäßig eine Teilnahme. Aber auch, wenn Sie unschuldig sind, kann eine Teilnahme von Vorteil sein. Ein Anwalt für Jugendstrafrecht kann Sie optimal auf das Gespräch vorbereiten. Melden Sie sich bei uns, sobald Sie ein Schreiben von der Jugendgerichtshilfe erhalten. Eine weitere Möglichkeit der außergerichtlichen Erledigung von Strafverfahren bietet der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem sich “Täter” und “Opfer” unter Vermittlung einer neutralen Stelle begegnen. Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine Wiedergutmachung zu erreichen, zum Beispiel durch: Wenn der Vorwurf zutrifft, kann ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Das wird im Jugendstrafrecht ausdrücklich gefördert, denn der TOA unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Jugendlichen/Heranwachsenden und wirkt sich in der Regel positiv auf die Beurteilung durch Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Auch wenn der TOA viele Vorteile bietet, gibt es potenzielle Nachteile: Wir können bewerten, ob der Täter-Opfer-Ausgleich in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist und unterstützen Sie bei Organisation und Vorbereitung. Der Ablauf des Jugendstrafverfahrens bietet viele Möglichkeiten, das Verfahren ohne eine Verurteilung zu beenden. Wichtig ist, dass sich Jugendliche und Eltern frühzeitig an einen erfahrenen Anwalt für Jugendstrafrecht wenden. Dieser kann rechtzeitig Einfluss nehmen, z. B. durch: Gerade im Jugendstrafrecht zeigt sich: Wer frühzeitig professionell handelt, hat die besten Chancen auf einen diskreten, außergerichtlichen Abschluss des Verfahrens. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/strafbefehl Title: Strafbefehl erhalten? Sofort handeln - 2 Wochen Frist! Meta Description: Alle Infos zum Strafbefehl: Was bedeutet ein Strafbefehl? Wie können Sie sich wehren? Erstberatung kostenlos & unverbindlich Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/strafbefehl ## Headings Structure: H1: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Berufung im Strafrecht H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Berufung im Strafrecht H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: FAQS H3: Bin ich bei einem Strafbefehl vorbestraft? H3: Die 2-Wochen-Frist ist bei mir abgelaufen. Was kann ich jetzt tun? H3: Kann bei einem Strafbefehl das Verfahren noch eingestellt werden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag ## Main Content: H1: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Berufung im Strafrecht H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: Berufung im Strafrecht H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: Akteneinsicht beantragen H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: FAQS H3: Bin ich bei einem Strafbefehl vorbestraft? H3: Die 2-Wochen-Frist ist bei mir abgelaufen. Was kann ich jetzt tun? H3: Kann bei einem Strafbefehl das Verfahren noch eingestellt werden? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ein Strafbefehl ist wie ein Urteil, sodass Sie ggf. vorbestraft sind und einen Eintrag ins Führungszeugnis erhalten können. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht - dieser kann für Sie prüfen, ob ein sog. Antrag auf Wiedereinsetzung Aussicht auf Erfolg hat. Auch nach Erhalt eines Strafbefehls kann das Verfahren noch eingestellt werden, z.B. wegen Geringfügigkeit nach § 153 StPO oder gegen eine Auflage nach § 153a StPO. Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist nicht mehr möglich. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/subventionsbetrug Title: Subventionsbetrug – Risiken & Verteidigung Meta Description: Alle Infos vom Anwalt zum Tatbestand § 264 StGB, Ablauf des Verfahrens, Verteidigungsstrategie & Kosten der Verteidigung. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/subventionsbetrug ## Headings Structure: H1: Subventionsbetrug H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Wie hoch ist die Strafe für Subventionsbetrug? H3: Können auch externe Berater (z. B. Steuerberater) wegen Subventionsbetrugs belangt werden? H3: Kann ich mich strafbar machen, wenn ich gar nicht wusste, dass eine Angabe „subventionserheblich“ war? H3: Droht sofort eine Durchsuchung, wenn die Behörde Unregelmäßigkeiten feststellt? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? ## Main Content: H1: Subventionsbetrug H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Wie hoch ist die Strafe für Subventionsbetrug? H3: Können auch externe Berater (z. B. Steuerberater) wegen Subventionsbetrugs belangt werden? H3: Kann ich mich strafbar machen, wenn ich gar nicht wusste, dass eine Angabe „subventionserheblich“ war? H3: Droht sofort eine Durchsuchung, wenn die Behörde Unregelmäßigkeiten feststellt? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Der Strafrahmen reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe, in besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren. In weniger gravierenden Fällen ist aber eher mit einer Geldstrafe zu rechnen. Zusätzlich drohen Rückforderungen, Einziehungen und unternehmerische Konsequenzen wie der Ausschluss aus künftigen Förderprogrammen. Mitverantwortliche, die an der Antragstellung oder Mittelverwendung mitwirken, können ebenfalls in den Fokus geraten. Die konkrete Verantwortlichkeit hängt vom Einzelfall und der internen Rollenverteilung ab. Beim Subventionsbetrug ist bereits leichtfertiges Handeln strafbar. Es genügt, wenn Sie nach Auffassung der Ermittlungsbehörden die relevanten Vorgaben hätten kennen oder prüfen müssen. Ob eine Pflichtverletzung leichtfertig war, ist oft Kernpunkt der Verteidigung. Nein. Häufig beginnen Verfahren eher unspektakulär – etwa mit einer schriftlichen Anhörung oder der Bitte um Nachreichung von Unterlagen. Bei einem Anteil der Fälle übernehmen die betroffenen Unternehmen die Kosten der Verteidigung von Organen und leitenden Angestellten. Bei Mitgliedern des Vorstands bzw. der Geschäftsführung bestehen zudem häufig D&O-Versicherungen, die Verteidigungskosten innerhalb der versicherten Summe übernehmen. In einigen Fällen übernehmen private Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung, oftmals allerdings nur anteilig. Sprechen Sie uns hierauf direkt bei unserer Mandatierung an, damit wir eine Deckungsanfrage stellen können und Sie bereits frühzeitig einen Überblick über die zu tragenden Kosten haben. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/trunkenheit-im-verkehr Title: Trunkenheit | Verfahren wegen Alkohol im Verkehr Meta Description: Was sind die Promillegrenzen? Welche Strafe erwartet mich? Entzug der Fahrerlaubnis abwehren: Nicht warten, sofort handeln! Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/trunkenheit-im-verkehr ## Headings Structure: H1: Trunkenheit im Verkehr H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Muss ich in einer Polizeikontrolle pusten? H3: Sind Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis das Gleiche? H3: Welche Angaben muss ich bei einer Polizeikontrolle machen? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum ## Main Content: H1: Trunkenheit im Verkehr H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Verkehrsstrafrecht H3: Fahrerflucht H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Muss ich in einer Polizeikontrolle pusten? H3: Sind Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis das Gleiche? H3: Welche Angaben muss ich bei einer Polizeikontrolle machen? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Sie sind nicht verpflichtet, an Tests wie z.B. auf Atemalkohol ("Pusten"), Urintests oder einer Überprüfung Ihres Gleichgewichtssinnes (z.B. auf einem Bein stehen) teilzunehmen. Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis sind grundverschieden: Ein Fahrverbot ist zeitlich befristet (mehrere Monate), der Führerschein (das Dokument) muss dabei abgegeben werden und wird nach Ablauf automatisch wieder zurückerlangt. Ein Entzug der Fahrerlaubnis ist zunächst endgültig: Die Fahrerlaubnis bleibt auch nach Ablauf einer ggf. verhängten Sperrfrist erloschen und muss bei der Fahrerlaubnisbehörde neu beantragt werden. Dabei ist häufig eine MPU (medizinisch-psychologische-Untersuchung) notwendig. Sie müssen nur Angaben machen, die Ihrer Identifizierung dienen (§ 111 OWiG) und einen ggf. notwendigen Führerschein vorzeigen (§ 4 FeV). Alle weiteren Fragen, z.B. zum Verlauf des Abends, Ziel der Fahrt etc. müssen Sie nicht beantworten. Ein Gespräch mit der Polizei wirkt auf den ersten Blick harmlos, vor allem wenn Sie unschuldig sind. In der Vorladung stehen häufig Sätze wie „Die Vernehmung soll Ihnen Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und die zu Ihren Gunsten sprechenden Tatsachen geltend zu machen“. In Wirklichkeit verfolgt die Vernehmung in der Regel nur ein Ziel: belastende Informationen gegen Sie zu sammeln. Risiken ohne Verteidiger: Daher gilt: Wer als Beschuldigter zur Polizei geht, verschlechtert fast immer seine Chancen auf eine Verfahrenseinstellung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Verkehrsstrafrecht Unfälle, Alkohol & mehr: Strafverfahren rund um den Straßenverkehr Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/untreue Title: Untreue – Verfahren gegen Unternehmensorgane Meta Description: Infos zum Tatbestand § 266 StGB. Kurzfristige Erstberatung vom Strafverteidiger. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/untreue ## Headings Structure: H1: Untreue H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Insolvenzverschleppung H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Insolvenzverschleppung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? ## Main Content: H1: Untreue H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Insolvenzverschleppung H3: Wirtschafts­strafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Insolvenzverschleppung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Bei einem Anteil der Fälle übernehmen die betroffenen Unternehmen die Kosten der Verteidigung von Organen und leitenden Angestellten. Bei Mitgliedern des Vorstands bzw. der Geschäftsführung bestehen zudem häufig D&O-Versicherungen, die Verteidigungskosten innerhalb der versicherten Summe übernehmen. In einigen Fällen übernehmen private Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung, oftmals allerdings nur anteilig. Sprechen Sie uns hierauf direkt bei unserer Mandatierung an, damit wir eine Deckungsanfrage stellen können und Sie bereits frühzeitig einen Überblick über die zu tragenden Kosten haben. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. View Wirtschafts­strafrecht Strafverfahren gegen Unterehmensorgane & leitende Angestellte Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/unwissentlich-geldwasche-strafe Title: Unwissentlich Geldwäsche - Strafe? | Strafanwalt Meta Description: Geld weitergeleitet - unwissentlich Geldwäsche begangen? Geldwäsche auch ohne Vorsatz strafbar! Erstberatung kostenlos Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/unwissentlich-geldwasche-strafe ## Headings Structure: H1: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Was ist Smurfing? H3: Geldwäsche H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Was ist Smurfing? H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: FAQS H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Was soll ich tun, wenn ich eine Vorladung wegen Geldwäsche bekomme? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Was passiert, wenn mein Konto von der Bank wegen Geldwäsche gesperrt wird? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit ## Main Content: H1: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Was ist Smurfing? H3: Geldwäsche H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Krypto Geldwäsche H3: Finanzagent H3: Was ist Smurfing? H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: FAQS H3: Ich habe alles nur gutgläubig gemacht – zählt das als Geldwäsche? H3: Was soll ich tun, wenn ich eine Vorladung wegen Geldwäsche bekomme? H3: Wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen? H3: Ich habe ein Verfahren wegen Geldwäsche - muss ich die Gelder zurückzahlen? H3: Was passiert, wenn mein Konto von der Bank wegen Geldwäsche gesperrt wird? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Auch ohne Vorsatz kann eine Strafbarkeit wegen leichtfertiger Geldwäsche drohen. Mehr dazu unter: Unwissentlich Geldwäsche Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Gehen Sie nicht zum Vorladungstermin bei der Polizei! Je nach Vorstrafen und Höhe der Strafe wird eine Verurteilung wegen Geldwäsche im Führungszeugnis eingetragen. Ziel sollte daher eine Einstellung des Verfahrens sein – ohne Eintrag. Ein Anwalt kann dabei helfen. Wenn Sie sich wegen Geldwäsche strafbar gemacht haben, wird das Geld eingezogen. Dies gilt auch, wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Die Einziehung kann existenzbedrohend sein - beauftragen Sie daher unbedingt einen Anwalt für Strafrecht! Häufig erfolgt die Sperrung präventiv. Kontaktieren Sie uns unverbindlich. Wir können häufig einschätzen, ob noch ein Strafverfahren folgt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche View Was ist Smurfing? Smurfing: Wie es funktioniert und warum es so heißt Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/urkundenfaelschung Title: Urkundenfälschung | Alle Infos vom Strafverteidiger Meta Description: Wie hoch ist die Strafe bei Urkundenfälschung? Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? Hier alle Infos vom Anwalt einholen Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/urkundenfaelschung ## Headings Structure: H1: Urkundenfälschung H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Allgemeines Strafrecht H3: Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Körperverletzung H3: Beleidigung H3: Bedrohung H3: Nachstellung H3: Betrug H3: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Fahrlässige Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: FAQS H3: Urkundenfälschung: Was gilt für Ersttäter? H3: Wann verjährt Urkundenfälschung? H3: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H3: Welche Strafe droht bei Urkundenfälschung? H3: Ist ein gefälschtes Attest eine Urkundenfälschung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Urkundenfälschung? H3: Ist eine Unterschriftenfälschung immer strafbar? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? 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H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? 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H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Bei Ersttätern kann das Verfahren häufig gegen Geldauflage eingestellt werden. Eine Gerichtsverhandlung und eine Eintragung im Führungszeugnis sind oft vermeidbar. Grundsätzliche nach fünf Jahren, in Ausnahmefällen nach zehn Jahren, wobei die Verjährung unterbrochen werden kann. Eine zusammengesetzte Urkunde, ist eine Urkunde, die fest mit einem Bezugsobjekt verbunden ist (z. B. Kennzeichen + Fahrzeug). Nach § 267 StGB droht bei Urkundenfälschung eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Ja, das Verändern oder Nachmachen eines ärztlichen Attests ist strafbar. Die Geldstrafe ist abhängig vom Einkommen und der Schwere der Tat. Eine Unterschriftenfälschung ist immer dann strafbar, wenn die gefälschte Unterschrift zur Täuschung anderer im Rechtsverkehr verwendet werden soll. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. View Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Strafen & Möglichkeiten bei Widerstand gegen Polizei Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/verkehrsstrafrecht Title: Strafrecht im Straßenverkehr | Erstberatung kostenlos Meta Description: Alle Infos zum Strafrecht rund um Unfall, Trunkenheit & Fahrerlaubnis. Bei Vorladung: Schweigen & kostenlos beraten lassen Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/verkehrsstrafrecht ## Headings Structure: H1: Verkehrsstrafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: FAQS H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H3: Droht bei Fahrerflucht ein Fahrverbot? H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum ## Main Content: H1: Verkehrsstrafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H3: Nötigung im Straßenverkehr H3: Fahrerflucht H3: Trunkenheit im Verkehr H3: Drogen im Straßenverkehr H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Verkehrsstrafrecht: Typische Delikte H2: Warum die Fahrerlaubnis im Mittelpunkt steht H2: Bedeutung einer frühzeitigen Strafverteidigung H2: FAQS H3: Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten meiner Verteidigung? H3: Droht bei Fahrerflucht ein Fahrverbot? H3: Ich habe eine Vorladung erhalten – was soll ich tun? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum H2: Was ist Nötigung im Straßenverkehr? H3: Wann liegt Nötigung vor? H3: Anzeige Nötigung – Ablauf H2: Typische Fälle H3: Ist Drängeln Nötigung? H3: Ist Lichthupe eine Nötigung? H3: Ist Ausbremsen eine Nötigung? H2: Wie hoch ist die Strafe bei Nötigung im Straßenverkehr? H3: Unterschied Fahrverbot & Entzug Fahrerlaubnis? H2: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Nötigung? H2: Was bedeutet Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort? H2: Fahrerflucht Strafe – womit muss ich rechnen? H2: Unterschied: Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis? H2: Pflichten nach einem Unfall H2: Chancen der Verteidigung H2: Was ist Trunkenheit im Verkehr? H3: Was sind die Promillegrenzen? H3: Betrunken E-Scooter gefahren H3: Fahrlässige Trunkenheit H2: Alkohol am Steuer, aber nicht beim Fahren erwischt? H2: Welche Strafe bei Trunkenheit im Verkehr? H3: Fahrverbot & Entzug der Fahrerlaubnis H2: Muss ich bei einer Polizeikontrolle pusten? H2: Drogen im Straßenverkehr – Rechtslage H2: Drogen im Straßenverkehr: Grenzwerte H3: Ordnungswidrigkeit H3: Wann wird Fahren unter Drogeneinfluss zur Straftat? H2: Strafe & Konsequenzen H3: Geldstrafe H3: Entziehung der Fahrerlaubnis H3: Fahrverbot H2: Drogen am Steuer: Wann kommt Post? H2: Verhältnis zum BtMG: Besitz & Konsum Zu diesem Gebiet gehören die folgenden Themen: View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Zu den häufigsten Delikten im Verkehrsstrafrecht gehören: Fahrerflucht bzw. unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Nötigung im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, illegale Kfz-Rennen sowie Trunkenheit im Verkehr. Auch können nach Unfällen Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Bei nahezu allen Verkehrsstraftaten droht neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe vor allem ein Fahrverbot sowie der Verlust der Fahrerlaubnis. Für viele Betroffene ist dieser Einschnitt deutlich gravierender als eine Geldstrafe, da der Führerschein berufliche und private Mobilität sichert und viele Menschen beruflich zwingend auf ihre Fahrerlaubnis angewiesen sind. Eine effektive Strafverteidigung im Verkehrsstrafrecht hat daher immer das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis so gering wie möglich zu halten – etwa durch Vermeidung einer Entziehung oder Verkürzung der Sperrfrist. Oberstes Ziel ist dabei die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. In vielen Fällen übernehmen Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung. Dies ist insbesondere im Verkehrsstrafrecht der Fall oder z.B. bei fahrlässiger Körperverletzung. Sprechen Sie dies an, wenn Sie sich von uns erstmalig beraten lassen. Wir können prüfen, ob Ihre Versicherung die Kosten übernimmt. In Fällen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort droht nicht nur ein Fahrverbot (zeitlich begrenzt auf einige Monate), sondern der komplette Verlust der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis muss dann anschließend neu beantragt werden. Schweigen und sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Keine Aussagen ohne anwaltliche Beratung. Ein Gespräch mit der Polizei wirkt auf den ersten Blick harmlos, vor allem wenn Sie unschuldig sind. In der Vorladung stehen häufig Sätze wie „Die Vernehmung soll Ihnen Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und die zu Ihren Gunsten sprechenden Tatsachen geltend zu machen“. In Wirklichkeit verfolgt die Vernehmung in der Regel nur ein Ziel: belastende Informationen gegen Sie zu sammeln. Risiken ohne Verteidiger: Daher gilt: Wer als Beschuldigter zur Polizei geht, verschlechtert fast immer seine Chancen auf eine Verfahrenseinstellung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. View Nötigung im Straßenverkehr Drängeln, Lichthupe, Ausbremsen: Folgen bei Nötigung Eine Nötigung im Straßenverkehr begeht, wer durch sein Fahrverhalten einen anderen psychisch oder physisch dazu zwingt, etwas zu tun (z.B. Spurwechsel, Beschleunigen, Bremsen). Eine Nötigung im Straßenverkehr ist streng genommen kein Straßenverkehrsdelikt, sondern fällt unter den allgemeinen Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB. Eine Nötigung im Straßenverkehr liegt dann vor, wenn Typische Beispiele für eine Nötigung im Straßenverkehr sind: Aber: Nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch strafbar! Z.B. ist das Betätigen der Lichthupe unter Umständen zur Ankündigung eines Überholmanövers zulässig. Die Grenze zur Ordnungswidrigkeit (z. B. Verstoß gegen § 4 StVO: „Abstand halten“) ist mitunter fließend. Ob im Einzelfall eine Nötigung nachweisbar ist, kann ein Anwalt für Strafrecht erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte bewerten. Mehr dazu unter: Akteneinsicht Nach einer Anzeige (oft durch Zeugen) leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein. Die beschuldigte Person erhält in der Regel eine Vorladung und die Polizei sichert alle Beweise (z.B. Dashcam-Videos, Zeugenaussagen, Abgleich von Fotos) und gibt den Vorgang anschließend an die Staatsanwaltschaft ab. Diese entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird (z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit), oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Im Falle einer Anklage wird dann eine öffentliche Hauptverhandlung durchgeführt. WO FINDET DIE GERICHTSVERHANDLUNG STATT? Die Gerichtsverhandlung findet nach dem sog. „Tatortprinzip“ immer an dem Gericht statt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Nötigung stattgefunden haben soll. Dies ist für Beschuldigte, die beruflich viel unterwegs sind, unter Umständen problematisch: Soll die Nötigung im Straßenverkehr im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hamburg-Altona stattgefunden haben, muss ein Beschuldigter, der z.B. in München wohnhaft ist, zur Gerichtsverhandlung nach Hamburg anreisen. Es ist daher besonders ratsam, sofort einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, der auf eine frühzeitige Einstellung im Ermittlungsverfahren hinwirkt, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung verhindert wird. Das klassische Beispiel: Drängeln auf der Autobahn mit zu geringem Abstand. Wenn der Mindestabstand (Daumenregel: „halber Tacho“) unterschritten wird und gleichzeitig z.B. Lichthupe, Blinker oder die Hupe eingesetzt werden, kann das als Nötigung gewertet werden. Je höher die Geschwindigkeit, desto eher liegt die sog. Zwangswirkung vor. Die Lichthupe ist erlaubt, um Überholabsichten anzukündigen (§ 5 Abs. 5 StVO), wer sie jedoch aggressiv oder wiederholt einsetzt, um andere zu bedrängen, macht sich je nach Einzelfall wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar. Vor allem in Kombination mit dichtem Auffahren wird die Lichthupe regelmäßig als psychischer Zwang bewertet. Das vorsätzliche Ausbremsen eines anderen Fahrzeugs erfüllt den Tatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB und ist damit strafbar. Dafür ist unerheblich, ob es zu einem Unfall kam. Die Strafe für Nötigung im Straßenverkehr beträgt gem. § 240 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen beträgt die Strafe mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Darüber hinaus drohen weitere Konsequenzen: Ein Fahrverbot ist eine zeitlich begrenzte Pause vom Fahren (ein bis sechs Monate), bei der die Fahrerlaubnis bestehen bleibt und nur das Dokument (Führerschein) abgegeben werden muss (§ 44 StGB). Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis erlischt die Erlaubnis, Auto zu fahren vollständig (69 StGB). Sie dürfen gar kein Fahrzeug mehr führen, bis Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragt haben. Oft wird bei einem Entzug der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Sperrfrist von mehreren Monaten bis Jahren verhängt (69a StGB). Erst nach deren Ablauf können Sie bei der Führerscheinstelle einen neuen Führerschein beantragen – inklusive möglicher MPU, ärztlicher Gutachten oder Prüfungen. STRAFBARKEIT WEGEN SONSTIGER DELIKTE Wichtig: Wenn es zu einem sogenannten „Beinahe-Unfall“ kommt, droht neben der Strafbarkeit wegen Nötigung im Straßenverkehr gem. § 240 StGB mitunter auch eine Strafbarkeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB. Die Strafandrohung ist hier schärfer: Bis zu 5 Jahre Freiheitsstraße oder Geldstrafe. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen und fällt je nach Vorstrafen und Schwere der Tat unterschiedlich aus. Faustformel: 30 Tagessätze entsprechen einem monatlichen Nettogehalt. Hier ein paar Beispiele zur Höhe der Strafen in vergangenen Fällen: SOFORT ANWALT EINSCHALTEN Wenn Ihnen eine Nötigung im Straßenverkehr vorgeworfen wird, schalten Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht ein. Er kann Akteneinsicht beantragen und auf eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung hinwirken. Weiterhin können bereits zu Beginn des Verfahrens sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, um den Erhalt der Fahrerlaubnis zu sichern. So kann die Wartezeit auf die Akte genutzt werden, um Argumente zu schaffen, damit z.B. ein Entzug der Fahrerlaubnis zu späterem Zeitpunkt abgewendet werden kann. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Unfall nicht bemerkt? Nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich vom Unfallort entfernt, ohne die notwendigen Feststellungen zu ermöglichen. Gemeint ist: Jede unfallbeteiligte Person muss nach einem Unfall Schon ein kleiner Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz reicht aus. Einfach weiterzufahren, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Strafe für Fahrerflucht hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von der Höhe des Schadens und den Folgen des Unfalls: Gerade bei kleineren Schäden und Personen, die nicht vorbestraft sind, ist mit einer Freiheitsstrafe in der Regel nicht zu rechnen. Aber: Es droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern ein Entzug der Fahrerlaubnis. Typische Bedingungen sind z.B. Die Neuerlangung nach einem Entzug der Fahrerlaubnis ist typischerweise langwierig und kostspielig. Insbesondere die Vorbereitung auf eine MPU und die MPU selbst können schnell vierstellige Beträge kosten. Um eine Strafbarkeit zu vermeiden, müssen Unfallbeteiligte: Wer „nur kurz Zettel schreibt“ oder sofort wegfährt, erfüllt die Pflicht nicht und riskiert ein Strafverfahren. Wenn Unfallbeteiligte sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernen (z.B. um Verletzte sofort ins Krankenhaus zu bringen), müssen diese unverzüglich die Polizei kontaktieren, um die o.g. Angaben nachzuholen. Nicht jede Anzeige wegen Fahrerflucht führt automatisch zu einer Verurteilung. Typische Szenarien sind beispielsweise: In diesen Fällen kann oft eine Einstellung mangels Tatverdacht erreicht werden. Geringfügigkeit: In manchen Fällen kann das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden Welche Verteidigungsstrategie vielversprechend ist, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte beurteilt werden. Ein Anwalt für Strafrecht wird dann die protokollierten Zeugenaussagen und ggf. Sachverständigengutachten prüfen und schriftlich gegenüber der Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen. Häufig können Strafverfahren wegen Fahrerflucht zur Einstellung gebracht werden, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nicht auf die leichte Schulter nehmen: Durch die massiv gestiegenen Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen liegt die Schadenshöhe selbst bei kleineren „Parkremplern“ mittlerweile fast immer oberhalb der Bagatellgrenze. In diesen Fällen entziehen die Gerichte im Regelfall die Fahrerlaubnis und verhängen eine Sperrfrist. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf die Fahrerlaubnis dringend angewiesen sind, z.B. aus beruflichen Gründen. Kontaktieren Sie daher sofort einen Anwalt, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Warten Sie nicht ab, bis Sie eine Anklage oder einen Strafbefehl zugestellt bekommen. View Trunkenheit im Verkehr Promillegrenzen, Entzug der Fahrerlaubnis & Strafe Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich eine Person strafbar, wenn sie ein Fahrzeug führt, obwohl sie wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr fahrtüchtig ist. Dieser Beitrag bezieht sich insbesondere auf den Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr in Bezug auf Alkohol. Steht im Raum, dass Drogen vor Fahrtantritt konsumiert wurden, ist dies ebenfalls ein Fall der "Trunkenheit" im Verkehr. Mehr dazu unter: Drogen im Straßenverkehr Wichtig für Betroffene: Die Promillegrenzen sind je nach Fahrzeug unterschiedlich: Auch, wer alkoholisiert E-Scooter fährt, macht sich strafbar - es gelten exakt die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto. Dass die Trunkenheit im Verkehr mit E-Scootern genauso bestraft wird wie beim Autofahren ist umstritten: Schließlich ist ein E-Scooter deutlich langsamer (max. 20 km/h) und leichter als ein Auto und hat deutlich weniger abstraktes Gefährdungspotenzial. Zudem gilt bei E-Bikes, die bis zu 25 km/h fahren und oft deutlich mehr Masse als ein E-Scooter haben, die Promillegrenze wie bei normalen Fahrrädern von 1,6 Promille. Nehmen Sie daher ein Strafverfahren wegen Trunkenheit auf einem E-Scooter unbedingt ernst! Es droht neben der Strafe auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis. Die Fahrerlaubnis wird dabei (anders als bei einem Fahrverbot) entzogen und muss nach Ablauf einer etwaigen Sperrfrist neu beantragt werden! Wenn Sie ohne Vorsatz fahruntüchtig waren (z.B. weil Sie sich noch fahrtüchtig gefühlt haben), ist die Trunkenheit dennoch als fahrlässige Trunkenheit im Verkehr strafbar. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund der konsumierten Getränke hätten erkennen können, dass Sie fahruntüchtig waren. Der Nachweis für einen Vorsatz ist für die Strafverfolgungsbehörden insbesondere dann schwer zu führen, wenn die Promillezahl im Grenzbereich liegt. Machen Sie daher unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch, wenn Sie in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten. Machen Sie auch keine Angaben bei vermeintlich "harmlosen" Fragen (z.B. "Wo kommen Sie gerade her?" oder "hatten Sie einen Wein zum Abendessen?"). Wenn Ihnen vorgeworfen wird, dass Sie alkoholisiert am Steuer waren, aber nicht von der Polizei beim Fahren erwischt worden sind, bestehen häufig gute Chancen, dass das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt werden kann. In vielen Fällen kommen noch andere Personen als Fahrer in Betracht. Eine "Halterhaftung" wie im Zivilrecht oder bei Parkverstößen gibt es im Strafecht nicht. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, das Sie tatsächlich gefahren sind, muss das Verfahren eingestellt werden. Wichtig: Nur weil Sie nicht beim Fahren erwischt worden sind, wird das Verfahren nicht automatisch eingestellt: In einigen dieser Fälle kommt allerdings auch ein sogenannter "Nachtrunk" in Betracht. Das bedeutet: Wenn Sie noch fahrtüchtig mit dem Auto gefahren sind und erst danach Alkohol getrunken haben, lässt sich der Nachweis, dass Sie nicht mehr fahrtüchtig waren, nicht führen. Gerade in solchen Fällen ist anwaltliche Hilfe entscheidend. Trunkenheit im Verkehr wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, zusätzlich droht ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Die Höhe der Strafe richtet sich insbesondere nach: Je höher der Promillewert, desto größer das Risiko eines Entzugs der Fahrerlaubnis. Für Ersttäter, die z.B. alkoholisiert E-Scooter fahren, liegt die Strafe in vielen Fällen bei 30-60 Tagessätzen. Faustformel: Ein Tagessatz beträgt 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens (worauf z.B. Unterhaltsverpflichtungen angerechnet werden). 30 Tagessätze entsprechen also einem monatlichen Nettogehalt. Auch wenn dies verglichen mit anderen Straftaten wenig erscheint und oftmals (wenn keine Vorstrafen bestehen) nicht im Führungszeugnis eingetragen wird, droht dennoch ein Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Fahrverbot (§ 44 StGB) bedeutet "lediglich" eine Fahrpause von mehreren Monaten. Sie müssen den Führerschein (das Dokument) abgeben, bekommen ihn nach Ablauf der Zeit aber automatisch zurück. Der Entzug der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) ist deutlich gravierender: Bei Trunkenheit im Verkehr ist der Entzug der Fahrerlaubnis der Regelfall. Ein Test auf Atemalkohol bei einer Polizeikontrolle ist freiwillig. Sie müssen daran nicht teilnehmen. Sie sind auch nicht verpflichtet, andere Tests (z.B. auf einer Linie laufen, mit geschlossenen Augen stehen, Zählen, etc.) zu absolvieren. Weiterhin müssen Sie auf allgemeine Fragen nicht antworten, wie z.B.: Eine Blutkontrolle darf nur bei einem begründeten Verdacht (z.B. Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache) angeordnet werden. Wird diese angeordnet, muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, die Blutabnahme zu dulden. Sie sind außerdem nur verpflichtet, folgende Angaben zu machen, damit Sie identifiziert werden können: Dies ergibt sich aus § 111 OWiG. FAHRERLAUBNIS SICHERN: ANWALT SO FRÜH WIE MÖGLICH EINSCHALTEN Im Verkehrsstrafrecht geht es vielen Mandantinnen und Mandanten nicht entscheidend um die Höhe der Strafe, sondern vor allem um den drohenden Verlust der Fahrerlaubnis. Wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können die Folgen einer Entziehung weit schwerer sein als z.B. eine Geldstrafe. Kontaktieren Sie uns daher unbedingt frühzeitig, also am besten unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung bzw. nach der Polizeikontrolle. Es droht nämlich bereits im Ermittlungsverfahren ein vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, können oft mehrere Monate vergehen - diese Zeit kann entscheidend sein, um Maßnahmen in Gang zu setzen, die den späteren Erhalt der Fahrerlaubnis sichern. Warten Sie nicht ab, bis Sie einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten haben. Bei frühzeitigem Tätigwerden kann häufig eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit erreicht werden. View Drogen im Straßenverkehr Grenzwerte, Strafen & Führerschein Wer im öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain, Amphetamin, MDMA oder anderen Betäubungsmitteln fährt, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit und hat eine Strafanzeige zu befürchten. Für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG gelten folgende Grenzwerte, wenn keine betäubungsmittelbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten: Für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB gelten keine starren Grenzwerte. Wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 StGB macht sich auch strafbar, wer im öffentlichen Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl die Person aufgrund des Konsums berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher, also den Anforderungen des Straßenverkehrs entsprechen, zu führen. Entscheidend ist neben dem Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut, ob konsumbedingte körperliche Ausfallerscheinungen oder konsumbedingte Fahrfehler vorliegen. An diesen entscheidenden Punkten setzt unsere Verteidigungsstrategie an. Wir prüfen nach Akteneinsicht, ob diese Voraussetzungen nachweisbar oder angreifbar sind. Kommt es aufgrund der rauschbedingten Fahruntüchtigkeit (beinahe) zu einem Unfall, kommt eine Strafbarkeit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Betracht. Fahren unter Drogeneinfluss kann weitreichende Konsequenzen haben, die in der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden sollten:‍ Die Strafe für Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich nach denselben Maßstäben wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Entscheidende Kriterien sind der Grad der Intoxikation, die Schwere der Ausfallerscheinungen, Vorstrafen & Nachtatverhalten. Bei einem Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht in der Regel eine Geldstrafe. Ziel der Verteidigung ist es jedoch im ersten Schritt, eine Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch durchzusetzen, insbesondere wenn keine rauschbedingten Ausfallerscheinungen nachweisbar sind. Wenn die Voraussetzungen einer Straftat nicht vorliegen oder erfolgreich in Zweifel gezogen werden konnten, droht bei Überschreiten der Grenzwerte jedoch ein Bußgeld, bei Erstvergehen in der Regel in Höhe von 500 Euro. Im Falle einer Verurteilung wegen § 316 StGB droht zusätzlich eine Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Strafgericht und eine Sperrfrist für deren Neuerteilung. Die Frage, ab wieviel ng/ml der Führerschein entzogen wird, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, da die Verurteilung nicht allein auf bestimmte Grenzwerte gestützt werden kann. Allerdings kann auch die Fahrerlaubnisbehörde in vielen Fällen bei gelegentlichem Konsum die Fahrerlaubnis entziehen. In vielen Fällen wird nach Entziehung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet, um die Fahreignung zu überprüfen. Dies gilt auch für Erstvergehen mit Drogen. Wir beraten Sie, damit Sie im Fall der Fälle schnellstmöglich Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen. Wichtig: Bereits im Ermittlungsverfahren kann das Gericht die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen. Spätestens jetzt sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Sowohl das Strafgericht als auch die Fahrerlaubnisbehörde können ein Fahrverbot anordnen. Anders als die Entziehung der Fahrerlaubnis erlangen Sie ihre Fahrerlaubnis im Anschluss „automatisch“ zurück. Bei Erstvergehen mit BtM im Straßenverkehr droht ein Fahrverbot von einem Monat. Nach einer Kontrolle und Blutabnahme erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen eine Vorladung als Beschuldigter oder die Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme. Die Dauer variiert je nach Auswertung der Blutergebnisse. Bereits jetzt ist es ratsam, einen Anwalt für Strafrecht einzuschalten, um alle Verteidigungschancen zu nutzen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen! Wir beraten Sie umfassend und entwickeln nach kritischer Prüfung der Ermittlungsergebnisse eine individuelle Verteidigungsstrategie. In der Praxis erleben wir häufig, dass mit dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr bzw. des Fahrens unter Drogeneinfluss ein Strafverfahren wegen Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet wird. Wurden keine Betäubungsmittel sichergestellt, lässt sich hier häufig eine Einstellung des Verfahrens durchsetzen. Wir verteidigen Sie gegen alle Vorwürfe im Betäubungsmittelstrafrecht. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/vorladung-was-tun Title: Vorladung als Beschuldigter - Unbedingt schweigen! Meta Description: Vorladung von der Polizei? Strafverteidiger erklärt: Rechte, Pflichten & warum Sie auf keinen Fall zur Vorladung gehen sollten. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/vorladung-was-tun ## Headings Structure: H1: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Verteidigen Sie mich auch, wenn ich nicht in der Nähe von Hamburg wohne? H3: Wohin werde ich vorgeladen? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? ## Main Content: H1: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: FAQS H3: Ich habe eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, obwohl ich unschuldig bin. Sollte ich zur Vorladung bei der Polizei gehen und die Sache aufklären? H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Verteidigen Sie mich auch, wenn ich nicht in der Nähe von Hamburg wohne? H3: Wohin werde ich vorgeladen? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Gerade als Unschuldiger sollten Sie schweigen und einen Anwalt mit Akteneinsicht beauftragen. Auch als Unschuldiger können Sie den Tatverdacht gegen Sie erhärten, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Die Ermittlungsbehörden (meistens: Polizei) leiten in der Regel ein Ermittlungsverfahren gegen Sie ein. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens erhalten Sie eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei. Gegebenenfalls erhalten weitere Personen eine Vorladung als Zeuge bei der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen gibt die Polizei die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Wir verteidigen Sie bundesweit. Unser Fokus liegt immer darauf, das Verfahren schriftlich, also ohne Gerichtsverhandlung, zur Einstellung zu bringen. Daher können wir Sie in ganz Deutschland betreuen. Wir helfen Ihnen auch, wenn Sie im Ausland wohnen, solange es um ein Strafverfahren in Deutschland geht. Eine Vorladung bei der Polizei erfolgt in der Regel zur jeweiligen Dienststelle, die die Ermittlungen führt. Werden die Ermittlungen von der Polizei aus Hamburg geführt, erhalten Sie die Vorladung auch zur Polizei in Hamburg – in eines der sogenannten „Polizeikommissariate“, auch „PK“ genannt. Bekannte Polizeikommissariate in Hamburg sind zum Beispiel das PK 15 („Davidwache“) am Spielbudenplatz 31 oder das PK43 am Ludwig-Rosenberg-Ring 57 in Hamburg-Bergedorf. Vermeiden Sie den direkten Kontakt zu der Person, die Sie beschuldigt. Wenn Sie angezeigt wurden oder eine Vorladung erhalten haben, suchen Sie sofort einen Anwalt auf, damit dieser Akteneinsicht beantragt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Weshalb Schweigen zu Beginn des Verfahrens immer die beste Strategie ist. Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/warum-sollte-ich-als-beschuldigter-schweigen Title: Warum Beschuldigte im Strafverfahren schweigen sollten Meta Description: Vorladung von der Polizei? Strafverteidiger erklärt: Darum sollten Sie schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/warum-sollte-ich-als-beschuldigter-schweigen ## Headings Structure: H1: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: FAQS H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag ## Main Content: H1: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H3: § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) H3: § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) H3: Strafbefehl – was Sie wissen müssen H3: Akteneinsicht beantragen H3: Berufung im Strafrecht H3: Vorladung als Beschuldigter – Was tun? H3: 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Warum raten Anwälte im so oft dazu, zu schweigen? H2: Ist Schweigen im Strafverfahren immer die beste Strategie? H2: Wirkt es nicht schuldig, wenn ich als Beschuldigter schweige? H2: Sollte ich frühzeitig mit der Polizei kooperieren, damit das Verfahren eingestellt wird? H2: Sollte ich auch schweigen, wenn ich unschuldig bin? H2: FAQS H3: Ich wurde angezeigt. Was passiert nach einer Strafanzeige? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H3: Geht es nicht erstmal ohne Anwalt? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag H2: Wie endet ein Ermittlungsverfahren – Einstellung oder Anklage? H2: Wichtige Begriffe H2: Was kann ein Anwalt für Strafrecht für eine Einstellung tun? H2: Was ist § 153 StPO? H2: Was ist der Unterschied zwischen § 153 StPO und § 153a StPO? H2: Was sind mögliche Auflagen bei § 153a StPO? H2: Ist § 153a StPO ein Schuldeingeständnis? H2: Hat eine Einstellung nach § 153a StPO Nachteile? H2: Wie kann ein Strafverfahren noch eingestellt werden? H2: Was ist ein Strafbefehl? H2: Wie wehre ich mich?‍ H2: Einspruch: Ablauf H2: Einspruch: Erfolgsaussichten? H2: Einspruch Strafbefehl: Welche Fristen gelten? H2: Kann ich per Email Einspruch gegen einen Strafbefehl einlegen? H2: Wie läuft die Verhandlung ab? H2: Was heißt Akteneinsicht? H2: Wer darf Akteneinsicht beantragen? H2: Akteneinsicht : Wie läuft das ab? H2: Warum sollte man Akteneinsicht beantragen? H2: Kann ich selbst Akteneinsicht beantragen? H2: Was kostet Akteneinsicht beantragen? H2: Was bedeutet eine Berufung im Strafrecht? H2: Welche Urteile können mit Berufung angefochten werden? H2: Wie sind die Erfolgsaussichten einer Berufung? H2: Ablauf der Berufung im Strafrecht H3: Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht – Chancen und Risiken H2: Kann das Urteil in der Berufung auch schlechter werden? H2: Sollte ich für die Berufung den Anwalt wechseln? H2: Berufung: Frühzeitig anwaltliche Beratung nutzen H2: Was ist eine Vorladung? H2: Welche Rechte habe ich als Beschuldigter? H3: Verbreitete Irrtümer H2: ‍Warum sollte ich schweigen? H2: ‍Ablauf einer Vernehmung H3: Was passiert, wenn man nicht erscheint? H3: Wie wehrt man sich gegen falsche Anschuldigungen? H2: 1. Ruhe bewahren, kein Kontakt zur Polizei H2: 2. Anwalt für Strafrecht kontaktieren H2: 3. Absage Vorladungstermin H2: 4. Akteneinsicht H2: 5. Analyse & Besprechung H2: 6. Entwicklung einer individuellen Strategie H2: 7. Schriftlicher Antrag View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Bei einem laufenden Strafverfahren als Beschuldigter zunächst zu schweigen, hat die folgenden Vorteile: Wird rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet, können Strafverfahren oftmals zur Einstellung gebracht werden, ohne dass der Beschuldigte jemals ausgesagt hat. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren und in vielen Fällen ist es sinnvoll, die eigene Sicht der Dinge zu erläutern oder Beweise einzubringen. Dies kann allerdings erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Schweigen ist aber in der Regel die beste Strategie zu Beginn des Verfahrens, also in der Regel mit dem Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei bzw. Durchsuchung. Ein Schweigen darf nicht zu Lasten des Beschuldigten gewertet werden. Beschuldigte sollten keine Aussage bei der Polizei machen, denn die Polizei entschidet nicht darüber, ob das Verfahren eingestellt wird. Auch als Unschuldiger sollten Sie als Beschuldigter schweigen und nicht zur Vorladung gehen. Gerade Unschuldige haben oft den Drang, „die Sache klarzustellen“. Doch genau das führt häufig zu Aussagen, die den Verdacht erhärten. Beispiel Fahrerflucht in Hamburg: Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Ausparken in Hamburg ein fremdes Auto beschädigt zu haben und dann einfach weggefahren zu sein. Tatsächlich ist er Halter des Fahrzeugs und ist auch gefahren – hat den Unfall aber gar nicht bemerkt. In der Vernehmung gibt der Beschuldigte an, den Unfall nicht bemerkt zu haben, was der Ermittlungsbeamte nicht glaubt und dies in seinem Protokoll auch vermerkt. Später wird Anklage erhoben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Der Clou: Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte die Polizei nur das Kennzeichen des Fahrzeugs des Beschuldigten von einem Zeugen. Den Fahrer oder die Fahrerin hatte der Zeuge überhaupt nicht gesehen. Hätte der Beschuldigte direkt einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg beauftragt, hätte dieser zuerst Akteneinsicht nehmen können. Hierbei wäre aufgefallen, dass die Polizei außer dem Kennzeichen keine Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten in der Hand hat. Durch einen gut begründeten Antrag hätte man das Verfahren so sicher zur Einstellung bringen können – denn die Staatsanwaltschaft wusste nicht einmal, wer genau das Auto überhaupt gefahren ist, nur wer Halter des Fahrzeugs ist. Dadurch, dass der Beschuldigte zur Vernehmung gegangen ist, hat er den Ermittlern ein Detail geliefert, was den Tatverdacht gegen ihn erhärtet: Nämlich, dass er am fraglichen Tag der Fahrer war. Trotz dessen, dass er unschuldig ist. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Die Ermittlungsbehörden (meistens: Polizei) leiten in der Regel ein Ermittlungsverfahren gegen Sie ein. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens erhalten Sie eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei. Gegebenenfalls erhalten weitere Personen eine Vorladung als Zeuge bei der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen gibt die Polizei die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Vermeiden Sie den direkten Kontakt zu der Person, die Sie beschuldigt. Wenn Sie angezeigt wurden oder eine Vorladung erhalten haben, suchen Sie sofort einen Anwalt auf, damit dieser Akteneinsicht beantragt. Ein Gespräch mit der Polizei wirkt auf den ersten Blick harmlos, vor allem wenn Sie unschuldig sind. In der Vorladung stehen häufig Sätze wie „Die Vernehmung soll Ihnen Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und die zu Ihren Gunsten sprechenden Tatsachen geltend zu machen“. In Wirklichkeit verfolgt die Vernehmung in der Regel nur ein Ziel: belastende Informationen gegen Sie zu sammeln. Risiken ohne Verteidiger: Daher gilt: Wer als Beschuldigter zur Polizei geht, verschlechtert fast immer seine Chancen auf eine Verfahrenseinstellung. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. View § 170: Einstellung (kein Tatverdacht) Was passiert, wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht? Im Ermittlungsverfahren entscheidet nicht die Polizei, wie das Verfahren weiterläuft. Unter anderem deshalb ist unser Rat: Nicht zu einer Vorladung durch die Polizei gehen, Anwalt einschalten. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese prüft nun: Liegt ein sogenannter hinreichender Tatverdacht vor? Wenn kein hinreichender Tatverdacht besteht, darf keine Anklage erhoben werden. Das Verfahren wird dann nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Welche Folge hat eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO? Eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist das das bestmögliche Ergebnis für einen Beschuldigten aus den nachfolgenden Gründen: Die Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts ist stets das Hauptziel für uns Strafverteidiger. Dabei ist es für uns unerheblich, ob schuldig oder unschuldig. Wenn die Auswertung der Ermittlungsakte ergibt, dass Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht bestehen, tragen wir alle Argumente dafür in einer sogenannten „Schutzschrift“ an die Staatsanwaltschaft vor. Dabei arbeiten wir immer in einem zwei-Schritte-System: Rechtsanwalt Jonas Meese: „Wir versuchen immer, eine Hauptverhandlung mit allen Mitteln zu verhindern. Denn wir wissen: Eine Gerichtsverhandlung ist nicht nur mit erheblichen Kosten verbunden. Sie ist auch in der Regel öffentlich und daher psychisch extrem belastend.“ Was sind die Unterschiede zu anderen Einstellungsgründen? Strafverfahren können auf verschiedene Wege eingestellt werden, die sich wie folgt unterscheiden: Sofort Anwalt kontaktieren für größte Chance auf Einstellung Die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO ist für Beschuldigte das bestmögliche Ergebnis. Nur durch frühzeitiges Einschalten eines Anwalts lassen sich alle Chancen für eine Einstellung mangels Tatverdacht nutzen. Kontaktieren Sie uns sofort, wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder eine Durchsuchung bei Ihnen durchgeführt wurde. Warten Sie nicht ab, bis die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt! Eine Einstellung mangels Tatverdacht ist dann nicht mehr möglich. View § 153: Einstellung (Geringfügigkeit) Einstellung wegen Geringfügigkeit: Chancen & Nachteile Nicht jedes Strafverfahren endet mit einer Anklage oder einem Urteil. Unter bestimmten Umständen kann es eingestellt werden. Wenn Sie uns mandatieren, ist die Einstellung des Verfahrens in der Regel das Hauptziel. Eine Einstellung des Strafverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts gem. § 170 Abs. 2 StPO ist dabei der bestmögliche Ausgang: Quasi ein „Freispruch im Ermittlungsverfahren“. Nicht immer ist dies jedoch möglich: Manchmal nimmt der Anwalt Akteneinsicht und stellt fest: Die Beweislage ist erdrückend. Damit sind die Verteidigungsmöglichkeiten jedoch nicht erschöpft. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine Einstellung wegen Geringfügigkeit in Frage kommt. Es existieren zwei Paragrafen, nach denen ein Strafverfahren „wegen Geringfügigkeit“ eingestellt werden kann: § 153 StPO und § 153a StPO. Die beiden Normen, § 153 StPO und § 153a StPO unterscheidet zwar nur ein „a“ und klingen beide beinahe gleich. Sie haben in der Tat folgende Gemeinsamkeiten: Die Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch. Die Unterschiede fallen beim Lesen der Paragrafen nicht sofort auf. Daher werden die Voraussetzungen häufig verwechselt. Das sind die Unterschiede zwischen § 153 StPO und § 153a StPO: Mögliche Auflagen bei § 153a StPO sind insbesondere Die genaue Auflage hängt vom Einzelfall ab und kann zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger in gewisser Weise „ausgehandelt“ werden. Häufig hat die Auflage etwas mit der Tat zu tun. Beispiele: Werden in Hamburg Strafverfahren gegen Auflage eingestellt, gibt es eine Besonderheit: Die Geldzahlung erfolgt dann regelmäßig nicht an einen bestimmten gemeinnützigen Verein, sondern in sogenannte „Töpfe“ der Staatskasse. Aus diesen Töpfen wird das Geld dann fair auf verschiedene gemeinnützige Einrichtungen verteilt. Für den Beschuldigten macht das aber keinen Unterschied. Die Einstellung nach § 153a StPO ist kein Schuldeingeständnis - es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Zwar muss der Beschuldigte einer Einstellung zustimmen und auch eine Auflage leisten (z.B. Geldzahlung). Eine Einstellung nach § 153a StPO ist jedoch kein Urteil. Auch nach der Einstellung gilt der Beschuldigte als unbestraft. „Ist eine Einstellung nach § 153a StPO nicht aber fast wie ein Schuldeingeständnis? Man stimmt doch nicht einer Auflage zu, wenn man unschuldig ist!“ Diese Meinung ist weit verbreitet – sie ist aber falsch: Es gibt auch als für Unschuldige gute Gründe, einer Einstellung gegen Auflage zuzustimmen: Eine Einstellung nach § 153a StPO hat die folgenden Nachteile: 2. § 170 ABS. 2 STPO: KEIN TATVERDACHT § 154 STPO: BEI MEHREREN VERFAHREN § 154A STPO: BESCHRÄNKUNG DER STRAFVERFOLGUNG EINSTELLUNG ALS CHANCE IM STRAFVERFAHREN Die Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO ist eine der wichtigsten Verteidigungschancen im Strafrecht. Sie ist häufig das Ziel, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung mangels Tatverdacht aussichtslos sind. Denn die Einstellung ermöglicht es, das Verfahren ohne Verurteilung und ohne Vorstrafe zu beenden. Das Wichtigste für viele Mandanten ist jedoch: Bei einer Einstellung im Ermittlungsverfahren findet keine öffentliche Gerichtsverhandlung statt. View Strafbefehl – was Sie wissen müssen Strafbefehl erhalten - wie kann ich mich wehren? Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Strafverfahren, die ohne Gerichtsverhandlung ergeht. Das Gericht verhängt eine Strafe allein auf Grundlage der Ermittlungsakte. Typische Strafen im Strafbefehlsverfahren sind: Der Strafbefehl soll Strafverfahren vereinfachen und beschleunigen. Für Betroffene bedeutet ein Strafbefehl aber eine Verurteilung, obwohl sie keine Chance hatten, sich vor einem Gericht zu erklären. Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, haben Sie zwei Möglichkeiten: STRAFBEFEHL AKZEPTIEREN Der Strafbefehl wird rechtskräftig. Wenn z.B. eine Geldstrafe im Strafbefehl steht, müssen Sie die Geldstrafe an die Staatskasse zahlen. Wichtig: Der Strafbefehl gilt als Vorstrafe! Er wird in das Bundeszentralregister und ggf. ins Führungszeugnis eingetragen. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls können Sie Einspruch einlegen. Sie wissen nicht mehr genau, wann der Strafbefehl zugestellt wurde? Der Strafbefehl kommt in einem gelben Briefumschlag: Außen auf dem Briefumschlag steht das Datum. Wenn Sie fristgerecht Einspruch einlegen, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Uns kontaktieren viele Mandanten, die einen Strafbefehl erhalten haben. Häufig haben diese vorher wegen der gleichen Sache eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Entweder Sie haben geschwiegen oder eine Aussage bei der Polizei gemacht, weil sie dachten, die Sache auch ohne Anwalt klären zu können". So oder so: Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, halten Staatsanwaltschaft und Gericht Sie aktuell für schuldig. Wenn Sie bisher noch keinen Anwalt im Strafrecht eingeschaltet haben, sollten Sie dies nun dringend tun. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, läuft das Strafbefehlsverfahren wie folgt ab: Ein Einspruch kann Ihre Lage entscheidend verbessern, birgt aber auch Risiken: Ob es sinnvoll ist, in einer Hauptverhandlung gegen den Strafbefehl vorzugehen, kann immer erst nach Akteneinsicht beurteilt werden. Rechtsanwalt Jonas Meese: „Manchmal ist die Aktenlage ungünstig und es existieren auch keine neuen Beweise. Wenn die Strafe dazu noch sehr milde ist, kann man den Einspruch gegen einen Strafbefehl immer noch zurücknehmen und die Strafe akzeptieren. Das können wir aber erst nach Akteneinsicht beurteilen. Andersrum geht es allerdings nicht: Wenn Sie den Strafbefehl einmal akzeptiert haben, kann er nach Ablauf der Frist nicht mehr angegriffen werden. Deshalb: Sofort zum Anwalt und die Aktenlage prüfen lassen.“ Die Frist für den Einspruch beträgt zwei Wochen ab Zustellung - verpassen Sie diese Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und gilt wie ein Urteil. Nur in Ausnahmefällen kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Bewahren Sie unbedingt den gelben Briefumschlag auf, in dem der Strafbefehl kommt. Auf dem Umschlag ist der Zeitpunkt der Zustellung vermerkt. KANN ICH SELBST EINSPRUCH EINLEGEN? Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann schriftlich beim Gericht selbst eingereicht werden. Theoretisch kann ein Strafbefehl auch auf der Geschäftsstelle mündlich („zu Protokoll“) eingelegt werden, dieses Vorgehen spielt in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Sie können gegen einen Strafbefehl nicht per Email Einspruch einlegen - der Einspruch wäre unwirksam. Sie müssen den Einspruch gegen den Strafbefehl nicht begründen und sollten das auch nicht: Lassen Sie sich von einem Anwalt im Strafrecht beraten. Er kann Akteneinsicht beantragen. Erst dann ist überhaupt klar, welche Beweise gegen Sie vorliegen – oder auch nicht. Und erst dann kann entschieden werden, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist. Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl findet eine normale Hauptverhandlung statt. Das bedeutet: In der Hauptverhandlung besteht die Chance, aktiv Einfluss auf den Prozess zu nehmen. STRAFBEFEHL VOM ANWALT PRÜFEN LASSEN Ein Strafbefehl wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein echtes Gerichtsurteil. Er ist aber eine vollwertige Verurteilung mit Eintrag ins Bundeszentralregister, ggf. auch ins Führungszeugnis. Ob ein Einspruch Erfolgsaussichten hat, hängt vom Einzelfall ab. Akzeptieren Sie einen Strafbefehl nicht. Auch nicht dann, wenn Sie sich selbst für schuldig halten. In vielen Fällen kann eine Einstellung des Verfahrens, notfalls gegen eine Geldauflage erreicht werden. So kann oftmals einen Eintrag ins Führungszeugnis verhindert werden. View Akteneinsicht beantragen Akteneinsicht beantragen: Kosten? Selbst beantragen? Alle Infos! Zu jedem Strafverfahren wird eine sogenannte „Ermittlungsakte“ geführt. Die Ermittlungsakte enthält alle Informationen, die Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelt haben. Dazu gehören z.B.: Das Recht auf Akteneinsicht ist in der Strafprozessordnung geregelt. Es gilt: Ohne Akteneinsicht ist völlig unklar, was Polizei und Staatsanwaltschaft tatsächlich gegen Sie in der Hand haben. Sie wissen also überhaupt nicht, gegen welche Vorwürfe Sie sich genau verteidigen sollen. Deshalb gilt: Immer zuerst Akteneinsicht beantragen, bevor eine Stellungnahme abgegeben wird. Nach Akteneinsicht kann ein Rechtsanwalt die Beweislage beurteilen. Er kann dann eine Einschätzung abgeben, wie die Chancen auf eine Einstellung des Strafverfahrens stehen. Rechtsanwalt Alexander Schlüter: „Eine Aussage oder schriftliche Stellungnahme, bevor Akteneinsicht erfolgt, ist in 99% der Fälle ein Fehler. Diesen Rat wird Ihnen jeder gute Strafverteidiger geben. Die Ermittlungsakte ist zentraler Pfeiler der Verteidigungsstrategie.“ Natürlich können Sie selbst Akteneinsicht beantragen, anstatt einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu beauftragen. Damit sparen Sie kurzfristig Kosten. Wenn Sie selbst Akteneinsicht nehmen, gehen damit aber erhebliche Nachteile einher: Gerade in komplexen Verfahren (z.B. Geldwäsche) ist die professionelle Prüfung der Akte durch einen Strafverteidiger von unschätzbarem Wert. Wenn Sie selbst Akteneinsicht beantragen, kommt es darauf an: Wird die Akte digital geführt und elektronisch übermittelt, fallen keine Kosten an. Wenn die Akte im Strafverfahren in Papierform geschickt wird, kostet die Versendung 12,00 Euro gem. Nr. 9003 GKG-KV. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, bezahlen Sie für unsere Tätigkeit ein Honorar. In unseren Pauschalhonoraren sind sämtliche Tätigkeiten rund um die Akteneinsicht inklusive: View Berufung im Strafrecht Alles zu Erfolgsaussichten, Risiken und Fristen. Ein Strafverfahren endet in der Regel mit einem Urteil. Doch nicht jedes Urteil ist gerecht oder richtig. Wenn Sie verurteilt wurden und mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, haben Sie die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem das gesamte Urteil noch einmal überprüft wird. Sie haben in der Berufung im Strafrecht die Möglichkeit – sowohl den Schuldspruch (also „schuldig oder nicht schuldig“) als auch das Strafmaß (Höhe der Strafe) anzufechten. Zuständig ist dann nicht mehr das Amtsgericht, sondern das Landgericht, welches dann als „zweite Instanz“ entscheidet. Für Ihre Verteidigung kann die Berufung eine Chance sein, Fehler zu korrigieren und ein Urteil zu verbessern. Die Berufung im Strafrecht ist (nur) gegen Urteile des Amtsgerichts möglich – das sind: Urteile, in denen in erster Instanz das Landgericht oder Oberlandesgericht zuständig war, können nicht mit der Berufung angefochten werden. Hiergegen kann nur Revision eingelegt werden. Auch im Jugendstrafrecht ist eine Berufung nur eingeschränkt möglich. Die Erfolgsaussichten in einer Berufung sind gut, wenn z.B. folgende Punkte erfüllt sind: Viele Mandanten fragen uns nach den Erfolgsaussichten der Berufung im Strafrecht. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Chancen hängen stark vom Einzelfall ab. Wenn Sie uns mit einer Berufung im Strafrecht beauftragen wollen, kontaktieren Sie uns unbedingt sofort nach Erhalt des Urteils. Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt nämlich nur eine Woche ab Verkündung des Urteils. Wenn Sie ein Urteil mit der Berufung anfechten wollen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Mit der Akteneinsicht erhalten wir nicht nur die gesamte Ermittlungsakte, sondern auch das Protokoll der Hauptverhandlung und das Urteil mit den Urteilsgründen. Dann können wir Ihnen bereits eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Berufung geben und eine Strategie entwickeln, wie wir mit der Berufung ein besseres Ergebnis erzielen können. Die Berufung kann eine erhebliche Chance sein: Anders als in der Revision werden in der Berufung nämlich alle Beweise neu erhoben. Heißt: Alle Zeugen werden erneut vernommen, Gutachten erneut gehört – das Berufungsgericht macht sich ein gänzlich eigenes Bild von der Sache. Das Verfahren ähnelt damit fast einem zweiten, neuen Prozess – sozusagen „alles auf Null“. Das Landgericht ist in seiner Entscheidung frei – es kann die Entscheidung des Amtsgerichts also auch abändern, aufheben und z.B. einen Freispruch entscheiden. Eine Berufung gegen ein Urteil im Strafrecht eröffnet eine neue Chance – sie birgt aber auch Risiken: Ein erfahrener Strafverteidiger erklärt Ihnen vorab realistisch, ob die Berufung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten bestehen. Ob das Urteil für den Angeklagten in der Berufung schlechter ausfallen kann, hängt davon ab, ob auch die Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklage in Berufung gehen: Außerdem ist möglich, dass z.B. nur die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, weil sie das Urteil für zu milde hält. Dann kann das Urteil ebenfalls härter ausfallen. Ein unbefriedigendes Urteil bedeutet keinesfalls automatisch, dass der Anwalt keine gute Arbeit geleistet hat. Manchmal kann es jedoch klug sein, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hierfür stehen wir gerne bereit und übernehmen Ihre Verteidigung auch dann, wenn Sie in erster Instanz schon verurteilt wurden. Gerichte sind mit Menschen besetzt und Menschen machen manchmal Fehler. Nur weil ein Urteil nicht so ausfällt, wie man selbst es für fair erachtet, heißt dies nicht, dass der Anwalt, der einen beim Amtsgericht verteidigt hat, kein guter Strafverteidiger ist. Sollten Sie mit der Verteidigung in erster Instanz jedoch unzufrieden sein, ist die Berufung aber ein guter Zeitpunkt für einen Verteidigerwechsel. Das Landgericht trifft schließlich eine eigene Entscheidung und führt eine komplett neue Beweisaufnahme durch (s.o.). Sollten Sie ohne Verteidiger beim Amtsgericht gewesen sein, sollten Sie sich für die Berufung unbedingt von einem Rechtsanwalt im Strafrecht vertreten lassen. Dies ist die letzte Chance, dass die Beweisaufnahme durch eine Verteidigungsstrategie beeinflusst wird, die eine Fachperson entworfen hat. Sollten Sie vom Landgericht erneut verurteilt werden, sind die Chancen, das Berufungsurteil anzugreifen, deutlich reduziert! Die Berufung im Strafrecht ist ein weitreichendes Rechtsmittel, um ein ungerechtes oder fehlerhaftes Urteil anzufechten. Die Möglichkeiten der Berufung gehen sehr viel weiter als die einer Revision. Ob eine Berufung erfolgversprechend ist, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Wenn Sie ein Urteil im Strafrecht anfechten wollen, kontaktieren Sie uns sofort nach Verkündung des Urteils. Warten Sie nicht, bis Sie das Urteil per Post zugestellt bekommen! Wir prüfen für Sie die Erfolgsaussichten der Berufung und entwickeln eine Verteidigungsstrategie für Ihre zweite Chance im Strafverfahren. View Vorladung als Beschuldigter – Was tun? Schweigen, nicht zur Vorladung erscheinen! Wie Sie jetzt richtig reagieren. Die Vorladung ist die Aufforderung der Polizei oder Staatsanwaltschaft, zu einem Termin zu erscheinen. Die Polizei verdächtigt Sie einer Straftat und möchte mit Ihnen eine Vernehmung, also eine Befragung durchführen und, dass Sie eine Aussage abgeben. Wichtig: Es geht nicht mehr um die Frage, ob es überhaupt zu einem Strafverfahren kommt. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet. Die Vorladung kommt in der Regel von einem Polizeikommissariat („PK“) oder dem Landeskriminalamt („LKA“). Eine Vorladung ist zwar keine Verurteilung – Sie sollten eine Vorladung als Beschuldigter jedoch ernst nehmen. Es gilt: Zu keinem Zeitpunkt im Strafverfahren bestehen so viele Verteidigungschancen wie jetzt. Gleichzeitig gilt: Zu keinem Zeitpunkt wie jetzt bestehen so viele Chancen, Verteidigungschancen zu zerstören. Warum die Polizei Sie verdächtigt, kann unterschiedliche Gründe haben: Als Beschuldigter haben Sie insbesondere die folgenden Rechte: Viele Vorladungen enthalten Formulierungen wie „Im Verhinderungsfall wird um Mitteilung der Verhinderungsgründe gebeten, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann“. Das klingt so, als müssten Sie absagen oder erscheinen. Das ist falsch. Ob Sie erscheinen müssen, hängt davon ab, ob die Vorladung von der Polizei oder durch die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht kommt: Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei polizeilicher Vorladung? Nein. Beschuldigte müssen einer Einladung der Polizei nicht folgen. Besteht eine Pflicht zum Erscheinen bei Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht? Ja, zu einer Vorladung durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht müssen Sie erscheinen. Gleiches gilt, wenn die Polizei Sie "im Auftrag der Staatsanwaltschaft" vorlädt. Die ganz überwiegende Anzahl der Vorladungen kommt jedoch von der Polizei. Sie müssen in dem Falle nicht erscheinen und sollten dies auch nicht. Nehmen Sie den Termin nicht wahr und befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. „Wenn ich nicht hingehe, wirke ich schuldig.“ → Falsch. Schweigen darf nicht nachteilig ausgelegt werden. „Ich kann das allein erklären, dann hat sich die Sache.“ → Falsch. Ohne Akteneinsicht wissen Sie überhaupt nicht, was die Polizei gegen Sie in der Hand hat. „Ich bin unschuldig, so kann ich alles sagen.“ → Falsch. Vernehmungsbeamte sind erfahren in Vernehmungstechniken. Sie sitzen bei der Vernehmung als Laie einem Vernehmungs-Profi gegenüber. Dabei können Sie sich genau so sehr in Widersprüche verwickeln wie Schuldige. „Bei der Vernehmung kann ich frühzeitig alles klären, damit die Sache gar nicht erst bis zur Staatsanwaltschaft geht.“ → Falsch. Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet – die Akte geht nun so oder so zur Staatsanwaltschaft. Wenn es sinnvoll ist, gegenüber den Behörden Angaben zu machen, kann das auch nach Akteneinsicht noch erfolgen. Schweigen ist nicht immer die beste Strategie im Strafverfahren. Aber es ist die beste Strategie zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem Sie die Vorladung erhalten haben. Mehr dazu unter: Warum sollte ich als Beschuldigter schweigen? Wenn Sie als Beschuldigter vorgeladen wurden, gilt: Gehen Sie nicht zur Polizei! Befolgen Sie den 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen beim Erhalt einer Vorladung. Eine Vorladung läuft in der Regel wie folgt ab: Die Risiken sind hoch. Ermittler wollen in der Regel Verdachtsmomente erhärten, um einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Es besteht das Risiko, dass Aussagen nur verfälscht im Protokoll aufgenommen werden. Dadurch dass Sie die vollständige Akte nicht kennen, besteht keine „Waffengleichheit“ bei der Vernehmung. Außerdem: Es hat keinen Zweck, zu versuchen, die Ermittler zu überzeugen. Die Polizei entscheidet nämlich gar nicht über den Ausgang des Verfahrens. Sie gibt die Akte an die Staatsanwaltschaft ab. Erst diese entscheidet, ob sie Anklage erhebt, einen Strafbefehl beantragt oder das Verfahren einstellt. Klare Antwort: Nichts. Die Polizei nimmt dann an, dass Sie von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und führt ihre Ermittlungen zu Ende. Im Anschluss gibt sie den Fall an die Staatsanwaltschaft ab. Dies gilt nicht für Vorladungen von bzw. im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht! Solche sind die Seltenheit, kommen aber vor. Wichtig ist die Unterscheidung: Doch auch hier gilt: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen und sollten dies auch nicht tun. Ein Strafverteidiger begleitet Sie, schützt Ihre Rechte und steuert das Verfahren. Sie können uns jederzeit für eine Erstberatung kontaktieren – ein Anwalt für Strafrecht in Hamburg gibt Ihnen unverbindlich und kostenfrei Auskunft, ob Sie bei der Vernehmung erscheinen müssen. Muss ich als Zeuge erscheinen? Zeugen müssen grundsätzlich erscheinen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht sie laden. Bei der Polizei müssen sie nur erscheinen, wenn es sich um eine „Vorladung im Auftrag der Staatsanwaltschaft“ handelt. Doch auch hier gibt es Rechte: Nicht selten wird ein Zeuge im Laufe des Verfahrens plötzlich zum Beschuldigten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Zeugen bei ihrer Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Deshalb gilt auch hier: Sofort anwaltlichen Rat einholen. Am besten wehrt man sich im Strafrecht gegen falsche Anschuldigungen, indem man die Ermittlungsakte durch einen Anwalt einsehen und sich beraten lässt. Nur wenn man die Ermittlungsakte kennt, kann man sich gegen falsche Anschuldigungen angemessen wehren. Die Ermittlungsakte kann von einem Anwalt für Strafrecht eingesehen werden. Sie enthält alle Beweise, Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen. Ohne die Akte gesehen zu haben ist jede Aussage sehr riskant. Das ist kein „Spezialtipp“ von Nemo Strafverteidiger in Hamburg, sondern diese Auskunft wird Ihnen jeder kompetente Anwalt für Strafrecht geben. Nur ein Strafverteidiger erhält vollständige Akteneinsicht. Erst danach lässt sich entscheiden: View 7-Schritte-Plan für die besten Verteidigungschancen Befolgen Sie diese Schritte, wenn Sie einer Straftat beschuldigt werden! Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, läuft ein Strafverfahren gegen Sie. Als Strafverteidiger verfolgen wir diese Schritte: Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wir wissen, dass dieser Schritt am schwersten fällt. Wir haben als Anwälte für Strafrecht in Hamburg bereits viele Hundert Strafverfahren betreut – für uns ist der Umgang damit täglich Brot. Für unsere Mandanten ist es das nicht, sondern eine absolute Ausnahmesituation. Wir wissen: Unsere Mandanten möchten am liebsten so schnell wie möglich alles klarstellen. Aber: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, machen Sie keinerlei Angaben gegenüber der Polizei. Gehen Sie nicht zur Vorladung!" Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben, läuft gegen Sie bereits ein Strafverfahren. Dieses befindet sich jedoch noch am Anfang – im sogenannten „Ermittlungsverfahren“. Zu diesem Zeitpunkt bestehen die größten Chancen, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und in der Regel noch am selben Tag. Wir können Ihnen, soweit möglich, schon eine erste Einschätzung zum Fall geben. Uns können Sie alles schildern – als Rechtsanwälte für Strafrecht unterliegen wir der Schweigepflicht. Wir kämpfen für Ihre rechtlichen Interessen, ob schuldig oder unschuldig. Wir kämpfen nicht für das rechtlich richtige Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für Sie. Im Rahmen des Erstgesprächs besprechen wir auch, ob wir Ihren Fall übernehmen können sowie die Kosten der Verteidigung." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Den Vorladungstermin müssen Sie nicht absagen. Sollten Sie auch nicht: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden, auch solche, die scheinbar nichts mit dem Vorwurf zu tun hat. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, übernehmen wir sämtliche Kommunikation mit den Behörden und sagen den Termin für Sie ab." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Wir als Strafverteidiger beantragen Einsicht in die Ermittlungsakte. Wir können Sie nur bestmöglich verteidigen, wenn wir wissen, was Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand haben – oder auch nicht. Das wissen wir nur über die Akteneinsicht." Mehr zum Thema finden Sie unter: Akteneinsicht Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "Wenn die Akte eingetroffen ist, verschaffen wir uns einen Überblick über die Beweislage. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn wir die Akte ausgewertet haben und können je nach Bedarf mit Ihnen offene Fragen klären." Rechtsanwalt Jonas Meese: "Natürlich gibt es in vielen Verfahren Parallelen. Dennoch gilt: Eine Verteidigungsstrategie muss maßgeschneidert werden. Es kommt auf den Akteninhalt, Ihre Informationen und die Rechtslage an. Wir behalten aber auch persönliche Besonderheiten im Blick, zum Beispiel beamten-, gewerbe- oder waffenrechtliche Konsequenzen. Es nützt schließlich nichts, mit einer bestimmten Verteidigungsstrategie das Strafverfahren zur Einstellung zu bringen, dafür aber den Verlust des Beamtenstatus oder der Approbation als Arzt zu riskieren. Falls erforderlich, kann auch kurzfristig ein Team aus weiteren Anwälten zusammengestellt werden, zum Beispiel für das Presserecht, wenn Presseberichterstattung droht." Rechtsanwalt Alexander Schlüter: "In der ganz überwiegenden Anzahl der von uns verteidigten Fälle verfassen wir einen schriftlichen Antrag an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Einstellung des Verfahrens, sogenannte "Schutzschrift". Ziel ist es, eine Anklage bzw. einen Strafbefehl zu vermeiden und der Staatsanwaltschaft alle tatsächlichen und rechtlichen Argumente für eine Einstellung darzulegen. Auf diesem Wege kann oft vermieden werden, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt, die psychisch und finanziell sehr belastend wäre." Mehr zum Thema finden Sie unter: Einstellung (kein Tatverdacht) und Einstellung (Geringfügigkeit) ERST EINMAL ABWARTEN? Sie können auch ohne Anwalt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten, dies ist jedoch nicht ratsam. In einigen Fällen benötigen Sie zwingend einen Verteidiger, nämlich in den Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ gem. § 140 StPO. Dieser Fall wird auch „Pflichtverteidigung“ genannt. Anders als oft angenommen kommt es hierbei nicht darauf an, ob sich der Beschuldigte keinen Anwalt leisten kann, sondern vor allem auf die Schwere des Vorwurfes. Mehr dazu unter: Kosten der Strafverteidigung In allen andere Fällen gilt: Natürlich können Sie sich dem Strafverfahren auch ohne Rechtsanwalt für Strafrecht an Ihrer Seite stellen, insbesondere um Kosten zu sparen. Nicht selten endet ein solches Vorgehen aber in einer Anklage oder einem Strafbefehl. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung kann dann meistens nicht mehr verhindert werden. Wenn Sie sich erst im Falle einer Gerichtsverhandlung entscheiden, einen Anwalt einzuschalten, hat dies drei entscheidende Nachteile (anklicken für mehr Informationen): Die Kosten der Verteidigung sind in der Regel deutlich höher: Der Anwalt muss nämlich nicht nur die Ermittlungsakte auswerten und eine Verteidigungsstrategie entwickeln, sondern auch einen Gerichtstermin vorbereiten und durchführen zzgl. etwaiger Reisezeiten und -kosten. Die Gerichtsverhandlung ist in der Regel öffentlich und nervlich sehr belastend. Ein Ermittlungsverfahren kann häufig „im Stillen“ schriftlich zur Einstellung gebracht werden. Wertvolle Verteidigungschancen werden vernichtet: Eine Einstellung mangels Tatverdacht ohne Gerichtsverhandlung ist beispielsweise nicht mehr möglich. Mit einem erfahrenen Strafverteidiger an Ihrer Seite steigen die Chancen erheblich, dass das Verfahren ohne Anklage endet. ‍Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie uns sofort. NEMO Strafverteidiger verteidigen Sie in Hamburg, Schleswig-Holstein, aber auch bundesweit. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/was-ist-smurfing Title: Was ist Smurfing? | Anwalt erklärt Geldwäsche Meta Description: Geldwäsche: Was ist Smurfing? Warum heißt es smurfing? Ist smurfing strafbar? Strafverteidiger klärt auf Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/was-ist-smurfing ## Headings Structure: H1: Was ist Smurfing? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Krypto Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Finanzagent H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Krypto Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Finanzagent H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: FAQS H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? ## Main Content: H1: Was ist Smurfing? H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Krypto Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Finanzagent H3: Geldwäsche H3: Unwissentlich Geldwäsche: Strafe H3: Online-Casino Geldwäsche H3: Krypto Geldwäsche H3: Love Scamming H3: Finanzagent H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was ist Smurfing? H2: Zusammenhang mit Geldwäsche H2: Strafbarkeit von Smurfing H2: Fazit H2: FAQS H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? H2: Wer ist von einem Geldwäsche-Vorwurf betroffen? H2: Was bedeutet Geldwäsche? – Die rechtliche Definition H2: Was steht in § 261 StGB? H2: Tatfolgen: Welche Strafe droht bei Geldwäsche H2: Wie soll ich auf eine Vorladung wegen Geldwäsche reagieren? H2: Warum anwaltlicher Beistand im Ermittlungsverfahren so wichtig ist H2: Was versteht man unter leichtfertiger Geldwäsche? H2: Welche Strafen drohen bei leichtfertiger Geldwäsche? H2: Wann liegt leichtfertiges Verhalten vor? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der Geldwäsche verteidigen? H2: Online-Casino als Geldwäsche-Risiko H2: Bank sperrt Konto wegen Online-Casino H2: Strafrechtliche Folgen H2: Was tun, wenn die Bank das Konto sperrt? H2: Fazit H2: Was sind Kryptowährungen? H2: Wie funktioniert Krypto Geldwäsche? H3: Ablauf der Geldwäsche H3: Täter und unwissentlich Beteiligte H2: Strafbarkeit Krypto Geldwäsche H3: Falsche Broker & Investment-Plattformen H3: Überweisungen im Auftrag Dritter H3: Nutzung gestohlener Identitäten H2: Ermittlungsverfahren: Was tun? H2: Was ist Love Scamming? H2: Wie funktioniert die Masche? H2: Welche Rolle spielt Geldwäsche beim Love Scamming? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin? H2: Was ist ein Finanzagent? H2: Warum ist das strafbar? H2: Wie kommt es dazu? H2: Wann mache ich mich strafbar? H2: Welche Strafe droht als Finanzagent? H2: Was kann ich tun, wenn ich beschuldigt werde? Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Unter Smurfing versteht man eine Technik, mit der Geldwäsche betrieben wird. Das Problem: Größere Geldbeträge fallen schnell auf, z.B. wenn man sie bei der Bank einzahlt oder überweist. Es existieren unter anderem Grenzen, bei denen Einzahlungen gemeldet werden müssen. Die Idee: Größere Geldbeträge werden in viele kleine Zahlungen aufgeteilt (sogenanntes „structuring“). Diese kleineren Beträge werden dann über viele verschiedene Konten, Personen oder Geschäfte verteilt. Damit soll verhindert werden, dass Banken und Behörden auffällige Muster erkennen. Denn dann würden diese die Zahlungen melden und es folgt ein Strafverfahren wegen Geldwäsche. Warum heißt es denn „smurfing“? Der Begriff „smurf“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Schlumpf". Er spielt auf die „Schlümpfe“ an – viele kleine, unauffällige Personen, die für sich genommen nicht auffallen. In Summe können Sie jedoch ein großes Bild ergeben -  und viel Geld bewegen. Das Smurfing ist eine typische Form der Platzierungsphase bei der Geldwäsche. Ziel ist es, das illegale Geld unauffällig ins Finanzsystem einzuschleusen. Wenn 100.000 Euro aus illegalen Quellen ins Ausland transferiert werden sollen, um dort Immobilien mit dem Geld zu kaufen. Das Geld kann aber nicht einfach eingezahlt und überwiesen werden: Bereits bei der Einzahlung würde ein so hoher Betrag gemeldet werden. Bei der Überweisung ins Ausland ebenso. Stattdessen wird der Betrag aufgeteilt auf mehrere Personen: So versuchen Täter, die Kontrollmechanismen der Banken zu umgehen, die bei großen Bargeldbeträgen eine Geldwäscheverdachtsmeldung abgeben müssten. Smurfing ist ein Teil der Geldwäsche und damit nach § 261 StGB strafbar. Auch wer „nur“ sein Konto zur Verfügung stellt oder kleinere Transaktionen übernimmt, kann sich strafbar machen. Häufig geraten sogenannte Finanzagenten ins Visier der Ermittlungen – auch dann, wenn sie selbst Opfer einer Täuschung sind: Häufig erhalten Menschen eine Vorladung wegen Geldwäsche, die von alledem nichts gewusst haben. Sie haben sozusagen unwissentlich Geldwäsche begangen. Dies kann trotzdem strafbar sein: Sogenannte leichtfertige Geldwäsche. Wenn Sie darum gebeten werden, fremdes Geld einzuzahlen oder weiterzuleiten, seien Sie besonders vorsichtig! Es könnte sich um Geldwäsche handeln. Bei Geldwäsche drohen Strafen und die Einziehung des gesamten Geldes bei Ihnen – selbst wenn Sie es schon weitergeleitet haben. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten haben: Sofort Rechtsanwalt für Strafrecht einschalten und keine Angaben gegenüber der Polizei machen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche Geld weitergeleitet & Konto zur Verfügung gestellt? Alle Infos! Viele Menschen, die eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sind überrascht – sie hatten keine kriminellen Absichten. Besonders oft betroffen sind: In vielen dieser Fälle haben die Betroffenen unwissentlich Geldwäsche begangen. Auch ohne Vorsatz kann solches Verhalten zu einer Strafbarkeit wegen Geldwäsche führen, wenn Ihnen Leichtfertigkeit vorgeworfen wird. Viele fragen sich: Was bedeutet Geldwäsche überhaupt? Recherchen im Internet ergeben dann: Geldwäsche heißt, die Herkunft illegal erworbene Vermögenswerte zu verschleiern. Dort steht dann etwas davon, dass das „Waschen“ des Geldes in mehreren Schritten erfolgt: Wie funktioniert dies aber nun im konkreten Fall? Die einzige Person, die am Ende mit ihrem Namen und der Kontonummer zurückverfolgt werden kann, ist die Person, die das Geld weitergeleitet hat. Diese Person erhält dann meistens eine Vorladung wegen Geldwäsche oder eine Vorladung wegen Betrug. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer „Gegenstände, die aus bestimmten rechtswidrigen Taten herrühren, verbirgt, deren Herkunft verschleiert oder deren Sicherstellung vereitelt.“ Zu diesen „Gegenständen“ zählen: Besonders heikel: Geldwäsche setzt nicht voraus, dass die Person vorsätzlich oder absichtlich handelt. Selbst wer nicht weiß, dass es sich um illegales Geld handelt, kann sich wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar machen, wenn er unwissentlich Geldwäsche begeht. Die Strafandrohung bei Geldwäsche beträgt: Zusätzlich droht die Einziehung des erlangten Geldes. Wenn Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten, sollten Sie: Schon früh kann ein Strafverteidiger darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird – insbesondere im Ermittlungsverfahren. Mehr dazu unter: Vorladung von der Polizei - Was soll ich tun? Im Ermittlungsverfahren entscheidet sich oft das weitere Schicksal des Verfahrens. Ein versierter Strafverteidiger kann Insbesondere bei leichtfertiger Geldwäsche ist das Ziel häufig eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis. View Unwissentlich Geldwäsche: Strafe Ist unwissentliche Geldwäsche trotzdem strafbar? Leichtfertige Geldwäsche liegt dann vor, wenn jemand unwissentlich Geld aus einer Straftat weiterleitet oder verwahrt, dabei aber besonders unachtsam oder leichtgläubig handelt. Entscheidend ist, dass die Person bei genauerem Hinsehen hätte merken müssen, dass die Gelder aus illegalen Quellen stammen. Häufige Beispiele für unwissentliche Geldwäsche: Besonders tückisch: All diese Fälle können als leichtfertige Geldwäsche gewertet werden – selbst wenn Sie keine kriminellen Absichten hatten. Häufig beginnt dann ein Strafverfahren, obwohl Sie eigentlich selbst Opfer eines Betrugs geworden sind. Nach § 261 Abs. 5 StGB kann bei leichtfertiger Geldwäsche Folgendes verhängt werden: Achtung: Die Einziehung kann schwerwiegende Folgen haben. Oftmals ist der Betrag der Einziehung sogar höher als die Geldstrafe. Selbst wenn Sie das Geld bereits weitergeleitet haben, müssen Sie den Betrag trotzdem zahlen. Beispiel: Haben Sie 5.000 Euro empfangen und weitergeleitet, müssen Sie diese Summe zusätzlich zu einer Geldstrafe zahlen – auch wenn Sie das Geld längst nicht mehr besitzen. Gerade bei hohen Geldbeträgen kann das existenzbedrohend sein. Wichtig zu wissen: Die Einziehungsforderung erlischt nicht durch ein Insolvenzverfahren. Leichtfertigkeit bedeutet eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit. Das heißt: Aufgrund der Umstände hätten Sie nicht nur erkennen können, sondern erkennen müssen, dass das Geld kriminellen Ursprungs war. Ob ein Verhalten als leichtfertig gilt, hängt immer vom Einzelfall ab: Beispiele für leichtfertiges Verhalten: Wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiederfinden, besteht das Risiko, dass Ihr Verhalten als leichtfertig bewertet wird. Auch bei einem Vorwurf der unwissentlichen Geldwäsche gibt es rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten – vor allem im Ermittlungsverfahren: View Online-Casino Geldwäsche Welche Strafbarkeitsrisiken drohen bei Online-Casino? Zahlungen an und von Online-Casinos stehen im besonderen Fokus von Banken und Behörden. Grund: Online-Glücksspiel bietet eine Möglichkeit, illegale Gelder in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen: Geldwäsche. Täter zahlen beispielsweise Bargeld oder Kryptogewinne ins Casino ein und spielen damit. Ein Teil des Geldes wird verloren, aber die Gewinne werden als „sauberes“ Geld wieder ausgezahlt. Immer häufiger berichten Mandanten: „Meine Bank hat mein Konto gesperrt wegen Online-Casino-Zahlungen.“ Der Hintergrund: Banken sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu melden und notfalls sofort ein Konto zu sperren. Verdächtig sind insbesondere: Eine Kontosperre führt oft dazu, dass Betroffene über ihr Guthaben nicht mehr verfügen können – teilweise über Wochen oder Monate. Neben der Kontosperre droht ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche (§ 261 StGB). Schon die Teilnahme am Zahlungsverkehr mit Online-Casinos kann den Verdacht begründen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt oder verschleiert werden soll. Besonders heikel: Selbst wer nur privat im Online-Casino gespielt hat, kann in den Fokus geraten, wenn die Bank eine Verdachtsmeldung abgibt. Die Sperrung eines Bankkontos wegen Online-Casino-Zahlungen ist für Betroffene ein schwerer Eingriff: Sie verlieren kurzfristig den Zugang zu ihrem Geld und geraten oft unter Geldwäscheverdacht. In dieser Situation gilt: Ruhe bewahren, keine Aussagen machen, sofort anwaltliche Hilfe einschalten. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Vorwürfe und setzt sich für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein. View Krypto Geldwäsche Geldwäsche mit Kryptowährungen? Was ist das? Viele Menschen, die mit dem Vorwurf „Krypto Geldwäsche“ oder „Bitcoin Geldwäsche“ konfrontiert werden, sind in Wahrheit selbst Opfer einer Täuschung. Vielleicht haben Sie auf eine vermeintlich seriöse Investment-Plattform vertraut, Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert oder sogar Gelder für Dritte weitergeleitet/investiert. Schnell stehen Sie dann im Fokus der Ermittlungsbehörden und erhalten eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Wir erklären Ihnen, was Krypto Geldwäsche ist, wann sie strafbar ist und wie Sie sich jetzt am besten verhalten, wenn man Ihnen Geldwäsche vorwirft. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf einer Blockchain-Technologie beruhen. Anders als bei klassischem Geld gibt es keine zentrale Bank. Überweisungen erfolgen direkt zwischen Nutzern – pseudonym und weltweit. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Daneben gibt es Ethereum, Ripple und viele weitere. Gerade weil Transaktionen dezentral und ohne klassische Banken ablaufen, nutzen Kriminelle Kryptowährungen, um Geldströme zu verschleiern – genau das führt zu Vorwürfen wegen Krypto Geldwäsche. Viele Beschuldigte handeln unwissentlich und werden von Dritten instrumentalisiert: Geldwäsche mit Kryptopwährungen ist strafbar. Nach § 261 StGB macht sich strafbar, wer Gelder aus einer rechtswidrigen Tat verschleiert, verbirgt oder deren Herkunft verschleiert. Auch das bloße Verwahren oder Weiterleiten kann bereits ausreichen. Geldwäsche vs. legale Nutzung Nicht jede Bitcoin-Transaktion ist automatisch Geldwäsche. Strafbar ist nur, wenn Gelder aus einer rechtswidrigen „Vortat“ stammen (z.B. Betrug). Gerade hier kommt es auf die Details an, die dem Betroffenen häufig nicht bekannt sind. Achtung: Leiten Sie keine Gelder weiter, die von Ihnen unbekannten Personen stammen. Häufige Szenarien in der Praxis: Viele Betroffene werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert und investieren ahnungslos in Bitcoin. Am Ende ist ihr Geld weg und sie werden aufgefordert, noch mehr zu investieren. Wenn das nicht möglich ist, werden sie gezwungen, Überweisungen von Dritten „zu investieren“, um an ihr Geld zu gelangen. Diese Überweisungen erfolgen jedoch oftmals auf Grund einer Täuschung der Überweisenden. Es handelt sich häufig um eine Weiterleitung von Geldern aus einer rechtswidrigen Tat. „Könnten Sie bitte für mich Bitcoin kaufen?“ – Wer für fremde Personen Gelder ein- oder auszahlt, macht sich schnell verdächtig. Wenn Sie die Herkunft der Gelder nicht kennen, sollten Sie die Annahme und Weiterleitung hoher Beträge ablehnen. Manche Betroffene erfahren erst vom Strafverfahren, wenn Unbekannte ihre Daten für Wallets oder Konten missbraucht haben. Für die Ermittlungsbehörden sieht es so aus, als seien Sie Täter der Geldwäsche. Hier gilt es, den Sachverhalt mit einer Strafanzeige aufzuklären.‍ Die Ermittlungen werden oft von spezialisierten Abteilungen geführt, auch die BaFin kann beteiligt sein. Bankkonten oder Wallets können gesperrt und beschlagnahmt werden. Teilweise droht auch die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe des Geldwäschebetrags. Schweigerecht nutzen, Anwalt einschalten Machen Sie ohne Anwalt keine Angaben bei der Polizei. Ihr Schweigen darf nicht gegen Sie gewertet werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt für Geldwäsche prüft die Ermittlungsakte und schützt Sie vor Fehlern. Chancen auf Einstellung des Verfahrens Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen gute Chancen, eine Einstellung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen – insbesondere, wenn Sie selbst getäuscht wurden. Wir erklären Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie Sie eine Verurteilung und Einziehung von Vermögenswerten verhindern können. Geld nach Love Scam weitergeleitet: Alle Infos Love Scamming bezeichnet eine besonders hinterhältige Form des Internetbetrugs. Täter geben sich in sozialen Netzwerken, z.B. auf Facebook oder Instagram bzw. auf Dating-Plattformen als interessierte Beziehungspartner aus. Manchmal kommt der Kontakt auch per E-Mail zustande. Ziel ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – um sie schließlich um Geld zu bitten. Was viele nicht wissen: Wer in diesem Zusammenhang Zahlungen weiterleitet, kann sich strafbar machen – auch wenn man selbst das eigentliche Opfer ist. Mehr zur rechtlichen Bewertung erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geldwäsche. Täter agieren systematisch: Dabei wird das Opfer häufig gebeten, Zahlungen von Dritten zu empfangen und weiterzuleiten – ohne zu wissen, dass es sich um kriminelles Geld handelt. Genau hier liegt das Risiko einer leichtfertigen Geldwäsche. Love Scamming endet oft fatal: Zum einen die Enttäuschung, zum anderen eine Vorladung wegen Geldwäsche, wenn Geld weitergeleitet wurde. Denn: Das Geld, das über Ihr Konto läuft, stammt in vielen Fällen aus Straftaten, wie z.B. Betrug oder Computerbetrug. Und genau dieses Weiterleiten von Geld kann nach § 261 StGB als Geldwäsche gewertet werden – auch wenn Sie nichts davon wussten. Strafbar macht sich, wer Entscheidend ist nicht, was Sie wussten, sondern was Sie hätten wissen müssen, Sie können also auch unwissentlich Geldwäsche begehen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben und vermuten, dass Sie auf Love Scamming hereingefallen sind: Je früher Sie reagieren, desto höher ist die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird oder mit einer möglichst geringen Strafe endet. Finanzagent: Alles zu Funktion und Konsequenzen Ein Finanzagent ist eine Person, die ihr Konto zur Verfügung stellt oder Gelder weiterleitet – in vielen Fällen ohne zu wissen, dass es sich um Geld aus einer Straftat handelt. Häufig wird das Ganze als „einfacher Nebenjob“ beworben, etwa mit Formulierungen wie: In Wirklichkeit stecken hinter solchen Angeboten kriminelle Netzwerke. Das Geld was weitergeleitet wird, stammt meistens aus betrügerischen Handlungen. Mehr dazu: Was ist Geldwäsche? Das Problem: Die Gelder, die weitergeleitet werden, stammen meist aus Vortaten wie Computerbetrug oder Betrug, z.B. Love Scamming. Die Täter suchen Menschen, die – bewusst oder unbewusst – dabei helfen, das Geld aus der Vortat durch das Finanzsystem zu schleusen. Damit erfüllen Finanzagenten unter Umständen den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB – selbst wenn sie glauben, einen legalen Job zu machen. Die Rekrutierung erfolgt oft über: Viele Betroffene erkennen die Gefahr nicht – und sehen erst bei der Vorladung wegen Geldwäsche, wie ernst die Lage ist. In vielen Fällen bekommen die Betroffenen auch eine feste Summe Geld. Dafür müssen sie im Gegenzug ihr Bankkonto mit der Bankkarte und PIN z.B. für eine Woche oder einen Monat weitergeben. Strafbar macht sich, wer Selbst wer unwissentlich Geldwäsche begeht, kann strafrechtlich belangt werden – auch die leichtfertige Geldwäsche steht unter Strafe. Die Strafe für Finanzagenten richtet sich nach § 261 StGB: Zusätzlich droht die Einziehung des Geldes – selbst dann, wenn Sie es nicht mehr besitzen. Mehr zum richtigen Verhalten bei einer Vorladung wegen Geldwäsche --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/widerstand-gegen-vollstreckungsbeamte Title: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – Anwalt hilft sofort Meta Description: Widerstand gegen Polizei? Strafen, typische Fälle & Hilfe vom Anwalt. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/widerstand-gegen-vollstreckungsbeamte ## Headings Structure: H1: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Bedrohung H3: Beleidigung H3: Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Betrug H3: Nachstellung H3: Diebstahl H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H3: Bedrohung H3: Beleidigung H3: Körperverletzung H3: Allgemeines Strafrecht H3: Betrug H3: Nachstellung H3: Diebstahl H3: Fahrlässige Körperverletzung H3: Urkundenfälschung H3: Raub H3: Gefährliche Körperverletzung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Was bedeutet Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte? H2: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Strafe? H2: Widerstand gegen Polizei unter Alkohol H2: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte H2: Anwalt für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte H2: FAQS H3: Kann die Strafe erhöht werden, wenn ein Polizeibeamter verletzt wurde? H3: Was, wenn die Maßnahme der Polizei rechtswidrig war? H3: Muss ich eine Vorladung der Polizei wahrnehmen? H3: Ich habe mich nur bewegt, weil ich Schmerzen hatte – ist das Widerstand? H3: Kann man auch bestraft werden, wenn man die Polizeibeamten nicht verletzen wollte? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Anzeige wegen Bedrohung – was bedeutet das? H2: Welche Strafe bei Bedrohung? H3: Wie hoch ist die Geldstrafe bei Bedrohung? H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? 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H3: Bedrohung Strafmaß – Geldstrafe oder Einstellung möglich? H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Anwalt bei einer Anzeige wegen Bedrohung? H2: Was fällt unter Beleidigung? H3: Was sind Beispiele für eine Beleidung? H3: Wird jede Beleidigung verfolgt? H2: Strafe bei Beleidigung H3: Bußgeldkatalog: Für welche Beleidigung gibt es welche Strafe? H2: Wird Beleidigung ins Führungszeugnis eingetragen? H2: Vorladung wegen einer Beleidigung H2: Was passiert nach einer Anzeige wegen Körperverletzung? H2: Vorsätzliche Körperverletzung (§ 223 StGB) H2: Körperverletzung: Strafe H2: Was bedeutet vorsätzlich? H2: Versuchte Körperverletzung H2: Wann wird eine Anzeige wegen Körperverletzung fallen gelassen? H2: Wann verjährt Körperverletzung? H2: Welcher Anwalt bei Körperverletzung? H2: Strafrecht - nothing else. H2: Untergebiete innerhalb des Strafrechts H2: ‍Was ist Betrug nach § 263 StGB? H2: Anzeige wegen Betrugs – was kann passieren? H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? 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H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? 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H2: Betrug - Typische Fälle aus der Praxis H3: Eingehungsbetrug H3: Warenkreditbetrug H3: Warenbetrug H2: Betrug Strafe – welche Strafen drohen nach § 263 StGB? H2: Paragraph 263 StGB Geldstrafe: Höhe? H2: Vorladung Betrug – Anwalt einschalten! H2: Was ist Nachstellung? (§ 238 StGB) H2: Nachstellung Bedeutung & Beispiele H2: Nachstellung Strafe – Welche Folgen drohen? H2: Cyberstalking H2: Nachstellung: Anzeige oder Vorladung – Was tun? H2: Anwalt Stalking – warum frühzeitige Verteidigung entscheidend ist H2: Wann liegt ein Diebstahl vor? H2: Ist ein versuchter Diebstahl strafbar? H2: Vorwurf: Beim Klauen erwischt - Was tun? H2: Selbstscannerkasse: Scannen vergessen - Ladendiebstahl? H2: Welche Strafe droht bei Diebstahl? H3: Strafe bei Diebstahl bis 100€ H3: Strafe bei Diebstahl bis 500€ H2: Vorladung: Anwalt einschalten H2: Was ist fahrlässige Körperverletzung? H3: Was bedeutet „Fahrlässigkeit“? H2: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall H2: Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – typische Fälle H2: Fahrlässige Körperverletzung – Strafe und Folgen H2: Vorladung wegen fahrlässiger Körperverletzung – was tun? H2: Wann ist eine Einstellung möglich? H2: Was bedeutet Urkundenfälschung? H2: Strafe für Urkundenfälschung? H3: Urkundenfälschung Geldstrafe – wie hoch? H3: Strafe Urkundenfälschung Ersttäter? H3: Urkundenfälschung  – typische Fälle H2: Unterschriftenfälschung und Dokumentenfälschung H2: Was ist eine zusammengesetzte Urkunde? H2: Urkundenfälschung Verjährung? H2: Was ist Raub? H2: Wann wird aus einem Raub ein schwerer Raub? H3: Schwerer Raub H3: Besonders schwerer Raub H2: (Schwerer) Raub Strafe H2: Strafe für Raub im Jugendstrafrecht H2: Was ist eine gefährliche Körperverletzung? H2: Welche Strafe droht bei gefährlicher Körperverletzung? H2: Welche Strafe ist bei einem Ersttäter bei gefährlicher Körperverletzung zu erwarten? H2: Wie kann ich mich gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen? H2: Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab? Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Bußgeldkatalog bei Beleidigung? View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Bußgeldkatalog bei Beleidigung? View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Der Straftatbestand Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist in § 113 StGB geregelt. Das Gesetz schützt Polizisten, Justizvollzugsbeamte und andere Amtsträger bei der Durchführung rechtmäßiger Maßnahmen. § 113 StGB stellt es unter Strafe, wenn jemand eine polizeiliche Maßnahme oder sonstige Vollstreckungshandlung eines Vollstreckungsbeamten mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt aktiv verhindert oder erschwert. Die Rechtsprechung legt den Begriff Widerstand weit aus. Ein Angriff oder eine Körperverletzung ist nicht erforderlich. Ausreichend ist ein gegen den Vollstreckungsbeamten gerichtetes Verhalten, das nach der Vorstellung des Täters die Vollstreckungshandlung erschweren oder verhindern soll. Widerstand gegen Polizei: Widerstandshandlungen erfolgen meistens im Zusammenhang mit polizeilichen Maßnahmen, z.B. Durchsuchung oder Festnahme. Gerade bei einer Festnahme durch die Polizei werden Bewegungen vorschnell als Widerstand gewertet. Viele Beschuldigte betonen später, dass sie nicht vorhatten, Gewalt anzuwenden – juristisch reicht jedoch oft schon die objektive Erschwerung des Zugriffs aus. Nicht selten fühlen sich die Beschuldigten als Opfer polizeilicher Gewalt im Vorfeld. In diesen Fällen ist eine konsequente Verteidigung erforderlich, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hängt maßgeblich von der Intensität der Gegenwehr, den Folgen für die Beamten und möglichen Begleitumständen (z.B. Alkohol, Nachtatverhalten, Vorstrafen) ab. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Bei Ersttätern kann sehr häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Geldauflage erreicht werden, insbesondere wenn niemand verletzt wurde. Für besonders schwere Fälle sieht § 113 Abs. 2 StGB erhöhte Strafen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn Treten weitere Vorwürfe, wie Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung hinzu, droht eine höhere Strafe. In diesen Fällen ist eine effektive Verteidigung unverzichtbar, um Ihre Rechte wirksam durchzusetzen. Nicht selten führt der Konsum von Alkohol zu schlechterer Koordination, Missverständnissen und einer geringeren Hemmschwelle. In Konfliktsituationen mit der Polizei kommt es unter Alkoholeinfluss daher häufig zum Vorwurf "Widerstand gegen Polizisten". Alkoholkonsum ist dabei nicht automatisch strafmildernd zu bewerten. Für eine verminderte Schuldfähigkeit ist ein hoher Alkoholisierungsgrad und eine eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit erforderlich. Je nach Umfang und Auswirkungen der vorgeworfenen Widerstandshandlung kann jedoch häufig eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Strafe erzielt werden. Häufig tritt neben dem Vorwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ auch der Vorwurf „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“. Dieser ist in § 114 StGB geregelt und stellt eine unmittelbar auf den Körper zielende feindselige Einwirkung gegen Polizisten oder andere Vollstreckungsbeamte unter Strafe. Hierzu gehören z.B. das Schlagen, Stoßen, Treten oder Anrempeln von Polizisten. Eine Körperverletzung oder ein Verletzungsvorsatz ist nicht erforderlich. Nicht erforderlich ist, dass dieser Angriff im Rahmen einer konkreten Diensthandlung erfolgt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Freiheitsstrafen unter sechs Monaten werden jedoch in aller Regel in Geldstrafen umgewandelt, sodass auch eine Geldstrafe in Betracht kommt. Auch für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sieht das Gesetz einen höheren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren) vor, wenn Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte fallen häufig zusammen, sodass die Verletzung von zwei Straftatbeständen strafschärfend berücksichtigt wird. Ziel unserer Verteidigung ist es, die vorschnell erhobenen Vorwürfe auszuräumen. Viele Betroffene machen den Fehler, direkt nach der Festnahme oder bei einer Vorladung eine Aussage zu machen, meist aus dem Bedürfnis, sich zu rechtfertigen oder weil sie sich durch die Polizei ungerecht behandelt fühlen. Da die Polizisten als Zeugen jedoch meist in der Überzahl sind und ihnen häufig Glauben geschenkt wird, ist beim Vorwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein strategisches Vorgehen erforderlich. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, gilt: Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Ja, das Ausmaß der Verletzung ist wie bei der Körperverletzung häufig ein entscheidendes Kriterium für die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens und die Höhe einer möglichen Strafe. Eine rechtswidrige Maßnahme oder der Irrtum über die Rechtmäßigkeit kann die Strafbarkeit ausschließen. Hieran werden in der Praxis allerdings hohe Hürden gestellt. Wir prüfen für Sie im konkreten Einzelfall, ob die Verteidigungsstrategie auf die Rechtswidrigkeit der Maßnahme gestützt werden kann. Nein. Sie müssen zu einer Vorladung als Beschuldigter nicht erscheinen und sollten auch schriftlich keine Aussage machen. Das kommt einerseits auf die Bewegung, andererseits auf die Nachweisbarkeit der Schmerzen an. In diesen Konstellationen sind die Polizeibeamten als Zeugen meist in der Überzahl. Ziel unserer Verteidigung ist es, Ihre Rechte durchzusetzen und nachzuweisen, dass es sich lediglich um eine schmerzbedingte Reaktion handelt. Dann ist eine Einstellung des Verfahrens oder ein Freispruch möglich. Ja. Vorsatz ist nur im Hinblick auf die Widerstandshandlung bzw. die „feindliche“ Einwirkung auf die Polizisten erforderlich. Ob Sie den Polizisten verletzen wollten, ist für eine Strafbarkeit nicht relevant, hat aber Einfluss auf die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens und das mögliche Strafmaß. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. Anzeige wegen Bedrohung: Alles Wichtige Wenn Sie eine Anzeige wegen Bedrohung erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, eine andere Person mit der Begehung einer gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht zu haben (§ 241 Abs. 1 StGB). Beispiele aus der Praxis:‍ Die Drohung muss konkret und ernst gemeint erscheinen. Flapsige Aussagen oder Übertreibungen im Streit sind nicht automatisch strafbar. Die Rechtsprechung verlangt, dass der Bedrohte die Ankündigung als ernsthafte Gefahr wahrnimmt. Irrelevant ist jedoch, ob die Drohung tatsächlich ernst gemeint war. DROHUNG MIT VERBRECHEN (§ 241 ABS. 2 STGB) Handelt es sich bei dem angedrohten Handeln um ein Verbrechen, greift ein höherer Strafrahmen (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren). Verbrechen sind alle Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind (z.B. Mord, Totschlag oder Raub). Beispiele aus der Praxis: VORTÄUSCHEN EINES VERBRECHENS (§ 241 ABS. 3 STGB) Strafbar ist auch, ein Verbrechen vorzutäuschen, auf das der Täter keinen Einfluss (mehr) hat. Nicht umfasst ist allerdings, wenn ein solches Verbrechen tatsächlich geplant ist oder bevorsteht. Beispiele aus der Praxis: § 241 StGB droht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Bedrohung mit einem Verbrechen bis zu zwei Jahren an. Die Geldstrafe richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs und dem persönlichen Einkommen. Das monatliche Netto-Einkommen durch 30 dividiert ergibt die Höhe eines Tagessatzes. Die folgenden Faktoren bestimmen die Anzahl der Tagessätze: Bei Ersttätern werden häufig zwischen 30 und 120 Tagessätzen verhängt. Ab 90 Tagessätzen erfolgt regelmäßig eine Eintragung im Führungszeugnis. Das Strafmaß bei Bedrohung und die Chancen für eine Einstellung des Verfahrens hängen von vielen Faktoren ab: Gerade im Ermittlungsverfahren kann ein erfahrener Verteidiger mit der richtigen Strategie darauf hinwirken, dass das Verfahren eingestellt wird, insbesondere, wenn die Bedrohung im Affekt oder Streit gefallen ist. Eine Anzeige wegen Bedrohung führt in der Regel zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Die Polizei nimmt den Sachverhalt auf, befragt Zeugen und verschickt anschließend häufig eine Vorladung als Beschuldigter. Wer diese erhält, sollte nicht zur Polizei gehen und keine schriftliche Aussage tätigen, bevor ein Strafverteidiger Akteneinsicht genommen hat. Nur aus der Akte geht hervor, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise existieren. Viele Beschuldigte denken, sie könnten den Vorwurf „aufklären“, indem sie ihre Sicht schildern. In der Praxis führt das jedoch oft zu Selbstbelastungen, die später kaum zu korrigieren sind. Weitere Informationen finden Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend eingreifen: Der Verteidiger erhält Einsicht in die Ermittlungsakte. Auf dieser Grundlage kann er einschätzen, ob eine Einstellung des Verfahrens realistisch ist oder ob eine Verteidigung vor Gericht vorbereitet werden muss. In vielen Fällen lässt sich eine Einstellung nach § 153a StPO erreichen, z.B. gegen Zahlung einer Geldauflage. Das Verfahren wird dann ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung im Führungszeugnis abgeschlossen. Haben Sie bereits einen Strafbefehl, ist schnelles Handeln erforderlich. Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden – andernfalls wird der Strafbefehl rechtskräftig. Ein Strafverteidiger prüft, ob sich ein Einspruch lohnt oder ob eine mildere Lösung erreichbar ist. Bußgeldkatalog bei Beleidigung? Unter den Tatbestand der Beleidigung fällt jede Äußerung, die die Ehre eines anderen Menschen angreift. Das kann durch Worte, Gesten oder Handlungen geschehen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „die Wahrheit“ sagen, sondern ob Ihre Äußerung als ehrverletzend gilt. Die Strafverfolgung erfolgt bei Beleidigung nur bei einem sogenannten Strafantrag des Verletzten. Das heißt: Nur wenn der Betroffene selbst einen Antrag auf Strafverfolgung stellt, wird gegen Sie ermittelt. Dieser Strafantrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Strafe bei Beleidigung kann betragen: Es gibt keinen „Bußgeldkatalog“ für verschiedene Beleidigungen. Die konkrete Strafe hängt immer von dem jeweiligen Kontext der Äußerung ab. Sie wird in Tagessätzen bemessen. Daumenregel: Monatliches Nettoeinkommen geteilt durch 30 = ein Tagessatz. Auch wenn es keinen festen Bußgeldkatalog gibt, geben diese Urteile einen Überblick, wie viele Tagessätze von Gerichten festgesetzt wurden: Wichtig: Je nach Höhe des Tagessatzes kann die Strafe sehr empfindlich ausfallen. In einem presseträchtigen Fall am Amtsgericht Hamburg-Mitte wurden ein Angeklagter für eine Beleidigung im Straßenverkehr zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Tagessatzhöhe auf 2.000€ festgesetzt, da der Angeklagte ein sehr hohes Einkommen hatte. Die Gesamtstrafe betrug also 60.000€. Eine Verurteilung oder ein Strafbefehl wegen Beleidigung wird ins Führungszeugnis eingetragen, wenn Vorstrafen bestehen oder wenn die Strafe über 90 Tagessätze beträgt. Dies kann gravierende Folgen für Jobwahl bzw. Beamtenlaufbahn haben. Aber auch unterhalb der Grenze von 90 Tagessätzen wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister eingetragen. Oberstes Ziel eines Anwalts für Strafrecht ist daher, dass das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis eingestellt wird. View Körperverletzung Alles zu Strafe, Verjährung & Schmerzensgeld Wer eine Anzeige wegen Körperverletzung erhält, ist zunächst Beschuldigter in einem Strafverfahren. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Ermittlungen einleiten, um den Sachverhalt aufzuklären. Häufig werden Sie zunächst zur Vernehmung vorgeladen oder aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder Angaben zur Sache zu machen. Ohne anwaltliche Beratung sollten Sie grundsätzlich keine Aussage abgeben. Eine unüberlegte Äußerung kann die Verteidigung später erheblich erschweren. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Eine frühe Verteidigung durch einen Anwalt für Körperverletzung kann bereits im Ermittlungsverfahren dazu beitragen, dass das Verfahren eingestellt wird, ohne dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung oder einer Eintragung im Führungszeugnis kommt. Weitere Informationen: Ablauf des Strafverfahrens Die vorsätzliche Körperverletzung ist in § 223 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Die Strafe für Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. ‍In der Praxis kann allerdings häufig eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen Geldauflage erzielt werden. Handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung  – etwa wenn eine Waffe benutzt oder die Körperverletzung mit mehreren Personen begangen wird – droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Mehr dazu unter: Gefährliche Körperverletzung Eine vorsätzliche Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter die Verletzung des anderen für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat. Handelt der Täter fahrlässig, kommt lediglich eine fahrlässige Körperverletzung in Betracht (§ 229 StGB). Eine versuchte Körperverletzung ist ebenfalls strafbar, sofern der Täter bereits zur Tat ansetzt, aber keine Verletzung eintritt. Beispiel: Jemand holt zum Schlag aus, trifft das Opfer aber nicht. Auch in diesem Fall kommt eine Strafbarkeit wegen versuchter Körperverletzung in Betracht. Die Strafe kann milder ausfallen als bei einer vollendeten Tat. Dies hängt vom Einzelfall ab. Eine Einstellung des Verfahrens ist möglich, wenn Gerade im Ermittlungsverfahren bestehen oft gute Chancen, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und Eintragung in das Führungszeugnis zu beenden. Hier zeigt sich der Vorteil einer frühen Strafverteidigung: Der Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und gezielt auf eine Einstellung hinwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, beraten wir Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag:Strafbefehl Schmerzensgeld wegen Körperverletzung? Sowohl im Strafverfahren als auch auf dem zivilrechtlichen Weg können Geschädigte unter Umständen Schmerzensgeld wegen Körperverletzung verlangen. Für Beschuldigte bedeutet das: Auch wenn das Strafverfahren eingestellt wird, kann der Verletzte weiterhin zivilrechtliche Forderungen stellen. Wenn das Strafverfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt wird, bestehen jedoch Chancen, dass kein Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Ein Strafverteidiger kann hier helfen, das Verfahren so zu gestalten, dass zivilrechtliche Risiken minimiert werden. Die Verjährung der Körperverletzung hängt von der jeweiligen Tatvariante ab: ‍Die Verjährung der Körperverletzung kann durch verschiedene Maßnahmen der Staatsanwaltschaft unterbrochen werden. Ob die Körperverletzung verjährt ist, sollte daher ein Anwalt für Strafrecht prüfen. Wenn Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung oder eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Ein Strafverteidiger mit Erfahrung im Bereich der Körperverletzungsdelikte kann: View Allgemeines Strafrecht Alle allgemeinen Straftaten, z.B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung Wir beraten Sie umfassend im Strafrecht. Wir haben uns ausschließlich auf die Verteidigung in diesem Rechtsgebiet konzentriert - seit unserer Ausbilung. Zu unserem Beratungsspektrum gehören selbstverständlich neben Sondergebieten (z.B. Jugendstrafrecht, Geldwäsche, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht) auch alle Delikte aus dem allgemeinen Strafrecht. Anwalt erklärt Warenkreditbetrug, Warenbetrug und Höhe der Strafe Wegen Betruges macht sich strafbar, wer eine andere Person über Tatsachen täuscht, damit jemand aufgrund eines Irrtums eine Vermögensverfügung vornimmt, die den Täter oder jemand anderen rechtswidrig bereichert. Einfacher gesagt: Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung Geld oder einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt. Es kommt also immer auf Täuschung – Irrtum – Vermögensverfügung – Schaden an. Eine Anzeige wegen Betrugs zieht immer ein Strafverfahren nach sich, in dem die Polizei ermittelt und das Verfahren am Schluss an die Staatsanwaltschaft abgibt. Hierbei erhalten Beschuldigte eine Vorladung von der Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann, wie das Ermittlungsverfahren endet: Mit einer Anklage, damit eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchgeführt wird, einem Strafbefehl oder mit einer Einstellung, z.B. weil kein hinreichender Verdacht besteht oder wegen Geringfügigkeit. Selbst ein scheinbar kleiner Vorfall – etwa das verspätete Bezahlen einer Ware – kann mit einer Anzeige wegen Betruges enden, wenn eine Täuschungsabsicht vermutet wird. Auch wenn kein Verfahren wegen Betruges dem anderen gleicht, kommen folgende Fälle häufig vor: Beim Eingehungsbetrug täuscht jemand bei einem Vertragsabschluss. Verkäufern wird häufig vorgeworfen, über Mängel oder Eigenschaften eines Kaufgegenstandes getäuscht zu haben. Beispielsweise könnte ein Fahrzeug als „unfallfrei“ verkauft werden, obwohl Vorschäden bestehen oder der Tacho manipuliert ist. Auch Verkäufern von Immobilien wird häufig vorgeworfen, z.B. über Schimmelbefall, Hausschwamm oder illegale Umbauten getäuscht zu haben. Wird dabei noch eine Urkunde gefälscht (z.B. Echtheitszertifikat einer Uhr), steht zusätzlich der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum. Käufern wird häufig vorgeworfen, über ihre Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit getäuscht zu haben. Einfach gesagt: Wenn eine Person etwas kauft, ohne die Sache bezahlen zu wollen oder zu diesem Zeitpunkt schon weiß, dass sie die Sache nicht bezahlen kann, begeht sie einen Betrug. Das Gericht prüft in diesen Fällen, ob von Anfang an keine Absicht zur Zahlung bestand. Der Vorwurf Warenkreditbetrug betrifft Fälle, in denen Waren auf Rechnung oder Kredit gekauft werden – ohne dass diese am Ende bezahlt werden. Als Täuschung kommt in Betracht: Das Verschweigen der wirtschaftlichen Lage.Besonders häufig: Onlinehandel oder kurzfristige Bestellungen in wirtschaftlicher Krise. Beim Warenbetrug wird die Ware nicht oder nur teilweise geliefert, obwohl sie bezahlt wurde. Dies ist häufig der Fall bei Privatverkäufen über Portale wie Kleinanzeigen. Die Ermittlungsbehörden werten hierbei oft Chatverläufe und Kontobewegungen aus. Besonders häufig trifft der Vorwurf des Betrugs über Kleinanzeigen in der Vergangenheit Unschuldige: Unbekannte Täter kopieren dabei geschickt Kleinanzeigen-Inserate und veranlassen Verkäufer dazu, die Ware an Dritte zu versenden. Dies geschieht häufig unter einem Vorwand, z.B.: „Ich bin gerade nicht zu Hause, aber versende die Ware bitte an meinen Freund.“ Die Ware kommt auf diesem Wege nie beim Käufer an, der dann gegen den Verkäufer mit einer Strafanzeige wegen Warenbetruges vorgeht. Versenden Sie daher Ware bei privaten Verkäufen ausschließlich an die Person, die auch das Geld überwiesen hat. Die Strafe für Betrug hängt von Schadenshöhe, Vorsatz und Vorstrafen ab: Die Geldstrafe bei Betrug richtet sich nach dem Tagessatzsystem (§ 40 StGB).Ein Tagessatz entspricht etwa 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens, wobei z.B. Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden können. Heißt: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen ist so hoch, wie zwei Monatsgehälter (Netto). Die Anzahl der Tagessätze richtet sich insbesondere nach folgenden Punkten: Ein erfahrener Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren Einfluss nehmen. Gerade bei erstmaliger Beschuldigung kann eine Verfahrenseinstellung erreicht werden. Anzeige wegen Nachstellung – was tun? Nach § 238 Abs. 1 StGB macht sich wegen Nachstellung strafbar, wer einem anderen unbefugt in einer Weise nachstellt, die geeignet ist, dessen Lebensgestaltung nicht unerheblich zu beeinträchtigen. Dies kann etwa durch wiederholte (auch digitale) Kontaktaufnahmen, Beobachtungen, Bedrohungen oder Bestellungen unter unbefugter Verwendung der personenbezogenen Daten der anderen Person geschehen. Eine einmalige Handlung reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass das Opfer dadurch gezwungen wird, seine Lebensgestaltung zu ändern, z.B. durch Schutzmaßnahmen. Die Handlungen müssen unbefugt erfolgen. Das bedeutet gegen den Willen der anderen Person. Daran kann es fehlen, wenn die andere Person ebenfalls Kontakt aufnimmt oder den Wunsch nach einem Kontaktabbruch nicht ausreichend deutlich macht. Gerade in Trennungssituationen oder nach gescheiterten Beziehungen kommt es häufig zu einer Anzeige wegen Nachstellung, weil eine Person einen Kontaktabbruch wünscht. Für eine Strafbarkeit genügt jedoch noch nicht jede Belästigung, die mit Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Scheitern von Beziehungen verbunden ist, da dies häufig eine Kontaktaufnahme oder Kommunikation voraussetzt. § 238 StGB enthält verschiedene Nachstellungshandlungen, die unter den genannten Umständen strafbar sein können. Nachstellen meint dabei Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen. Nachstellung Beispiele: Nachstellung Strafe: Die Strafe für „Stalking“ hängt vom Einzelfall ab. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In besonders schweren Fällen (z.B. bei Gesundheitsschädigungen des Opfers oder Nachstellungen über sechs Monate) erhöht sich das Strafmaß auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch das Nachstellen der Tod des Opfers verursacht (z.B. durch Selbstmord), kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre betragen. In vielen Fällen ist jedoch eine Einstellung des Verfahrens wegen Fehlen eines Tatverdachts oder gegen Auflage möglich. Auch bei vermeintlich „harmlosen“ Fällen sollte der Vorwurf ernst genommen werden und der Rat eines Anwalts für Strafrecht eingeholt werden, denn auch bei einer Geldstrafe kann eine Eintragung im Führungszeugnis Ihre berufliche Zukunft gefährden. In Zeiten sozialer Medien gewinnt Cyberstalking immer mehr Bedeutung. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handlungen sind oft fließend. Cyberstalking liegt vor, wenn die Nachstellung über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel erfolgt – etwa durch: Auch Cyberstalking fällt unter den Tatbestand der Nachstellung. Die Nachweisbarkeit hängt hier häufig von digitalen Spuren (Chatverläufe, IP-Adressen etc.) ab. Ob eine Nachstellung vorliegt und nachweisbar ist, sollte ein Anwalt für Strafrecht nach Akteneinsicht prüfen. Wer wegen Nachstellung eine Vorladung erhält oder erfährt, dass jemand Anzeige erstattet hat, sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anzeige wegen Stalking löst regelmäßig ein Ermittlungsverfahren aus, selbst dann, wenn die Vorwürfe übertrieben oder unbegründet sind. Die Polizei wird den Beschuldigten zu einer Stellungnahme auffordern und eine Vorladung als Beschuldigter versenden. Hier gilt: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Die Ermittlungsakte zeigt, worauf sich der Vorwurf stützt und welche Beweise vorliegen. Ein Anwalt für Strafrecht kann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist oder Schweigen die bessere Verteidigungsstrategie ist. Lesen Sie dazu auch: Vorladung als Beschuldigter Ein erfahrener Anwalt kann bereits im Ermittlungsverfahren wegen Stalking viel bewirken.Ziel ist es, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, sodass keine Anklage erhoben wird und kein Gerichtsverfahren stattfindet. Gerade bei Vorwürfen der Nachstellung hängt viel von der rechtlichen Bewertung des Verhaltens ab – also davon, ob tatsächlich eine „nicht unerhebliche Beeinträchtigung“ vorliegt oder ob die Handlungen sozialüblich und emotional motiviert sind oder auf Missverständnissen beruhen. Der Strafverteidiger wird: Frühzeitige anwaltliche Unterstützung kann entscheidend sein, um ein Ermittlungsverfahren ohne öffentliche Hauptverhandlung zu beenden. Diebstahl: Strafe, Führungszeugnis & mehr Ein Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie für sich oder jemand anderen zu behalten. Dies gilt nur für bewegliche Sachen: Man kann demnach z.B. kein Kontoguthaben oder etwa eine Haus stehlen. In solchen Fällen kommt aber ggf. ein Betrug in Betracht. Entscheidend ist außerdem, dass die Person sich die Sache rechtswidrig zueignet. Wenn eine Person also eine Sache wegnimmt, um sie direkt wegzuwerfen, liegt kein Diebstahl vor. Gemäß § 242 Abs. 2 StGB macht sich auch strafbar, wer einen Diebstahl nur versucht. Wenn eine Person also beim Klauen erwischt wird und dabei das Diebesgut nicht an sich nehmen kann, kann die Strafe ebenso bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe betragen. Wichtig dabei: Ein Diebstahl ist häufig schon früher vollendet, als man denkt: Steckt sich eine Person z.B. eine kleine Sache bei einem Ladendiebstahl in die Tasche und wird vor der Kasse vom Ladendiebstahl beim Klauen erwischt, kann die Tat bereits vollendet sein. Wenn Ihnen ein Diebstahl vorgeworfen wird, sollten Sie schweigen und sofort einen Anwalt eischalten. Gehen Sie nicht zur Polizei, wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben. Mehr dazu unter: Umgang mit einer Vorladung von der Polizei Oftmals werden unsere Mandanten zu Unrecht beschuldigt. Wir können die Ermittlungsakte zur Akteneinsicht anfordern, die Beweislage prüfen und dann eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollten. Sehr häufig wenden sich in letzter Zeit Menschen an uns, die an einer Selbstscannerkasse bezahlt haben und dabei Waren nicht eingescannt haben. In den allermeisten Fällen geschieht dies aus Unachtsamkeit: Der Platz ist eng, es besteht Zeitdruck und in der Schlange warten bereits viele Personen. Wichtig: Wenn es sich um ein Versehen handelt, ist ein solcher Fehler nicht strafbar! Gerade wenn der Einkauf groß ausfällt und eine kleine, eher günstige Sache nicht gescannt wird, ist das ein Indiz gegen den Vorsatz. Häufig können diese Verfahren mangels Tatverdacht zur Einstellung gebracht werden. WEITERE TYPISCHE SITUATIONEN: Wichtig: Nicht jede Anzeige führt zu einer Verurteilung. In vielen Fällen gelingt es uns, das Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag im Führungszeugnis zu beenden. Diebstahl ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht. In den meisten Fällen ist eine Geldstrafe realistisch. Wie hoch die Strafe genau ausfällt, hängt vom Wert der Sache und etwaigen Vorstrafen ab. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 100€ kann das Verfahren je nach Vorstrafen häufig wegen Geringfügigkeit (ggf. gegen Geldauflage) zur Einstellung gebracht werden. Bei besonders geringwertigen Sachen (Grenze 25-50€) wird die Tat gemäß § 248a StGB auch nur auf Antrag verfolgt. Bei einem Diebstahl bis zu einem Wert von 500€ wird meistens eine Geldstrafe festgesetzt. Auch hier bestehen aber gute Chancen, das Verfahren gegen Geldauflage zur Einstellung zu bringen und eine Gerichtsverhandlung und einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern. Auch wenn die Strafe bei Diebstahl bis 100€ oder 500€ oft gering erscheint: Entscheidend ist der Eintrag im Bundeszentralregister und damit mögliche Auswirkungen auf Beruf, Zukunft und Führungszeugnis. Darum sollte jedes Ermittlungsverfahren ernst genommen und professionell begleitet werden. Im Wiederholungsfall und bei höheren Summen können die Strafen außerdem sehr viel höher ausfallen. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder ein Ladendetektiv Sie tatsächlich oder angeblich beim Klauen erwischt haben soll: Wir helfen Ihnen! Unsere Erstberatung ist kostenlos, unverbindlich und unterliegt bereits dem Anwaltsgeheimnis. Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, können wir: View Fahrlässige Körperverletzung Verfahren z.B. nach Unfällen & Behandlungsfehlern Fahrlässige Körperverletzung ist in § 229 des Strafgesetzbuches geregelt. Danach macht sich strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Fahrlässig handelt, wer die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und fähig ist. Entscheidend ist, dass kein Vorsatz vorliegt – der Beschuldigte wollte den Erfolg also nicht herbeiführen, hätte ihn aber bei pflichtgemäßem Verhalten vermeiden können. In all diesen Fällen kann eine fahrlässige Körperverletzung vorliegen. Besonders häufig wird der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall erhoben. Hier reicht oft schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, etwa beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand oder bei einem Rotlichtverstoß. Die Ermittlungsbehörden prüfen dabei, ob der Fahrer gegen Verkehrsregeln oder allgemeine Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Liegt eine Pflichtverletzung vor und wurde dadurch ein anderer verletzt, gilt dies regelmäßig als fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Auch wenn der Unfall „versehentlich“ geschah, bedeutet das nicht automatisch, dass keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. Entscheidend ist, ob der Fahrer objektiv und subjektiv pflichtwidrig gehandelt hat. In solchen Fällen erhalten Beschuldigte häufig eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter. Sie sind nicht verpflichtet, dieser Folge zu leisten oder zur Sache auszusagen. Um alle Verteidigungschancen zu erhalten, sollten Sie sich umgehend an einen Anwalt für Strafrecht wenden. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Die meisten Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr entstehen durch: Besonders bei Vorwürfen im Straßenverkehr kann ein erfahrener Strafverteidiger bereits im Ermittlungsverfahren eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung oder Eintragung in das Führungszeugnis erzielen. Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung? Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe verhängt oder das Verfahren (z.B. gegen eine Schadenswiedergutmachung) eingestellt. In gravierenderen Fällen kann der Entzug der Fahrerlaubnis drohen. Neben der Strafe können auch zivilrechtliche Forderungen (z.B. Schmerzensgeld oder Schadensersatz) auf den Beschuldigten zukommen. Eine frühzeitige anwaltliche Beratung ist daher entscheidend, um die Konsequenzen zu minimieren. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter erhalten haben, sollten Sie keine Angaben zur Sache machen, bevor Sie mit einem Strafverteidiger gesprochen haben. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag: Vorladung als Beschuldigter Ein Anwalt für Strafrecht beantragt zunächst Akteneinsicht und kann anschließend eine fundierte Verteidigungsstrategie entwickeln. Häufig besteht die Möglichkeit, das Verfahren im Ermittlungsverfahren einzustellen – etwa gegen Zahlung einer Geldauflage oder wegen Geringe der Schuld. Erfahren Sie mehr über den Ablauf des Strafverfahrens. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung (im Straßenverkehr) kann eingestellt werden, wenn: Ein erfahrener Anwalt für Strafrecht kann Sie unterstützen, die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung ist immer unser oberstes Ziel. View Urkundenfälschung Strafe, Ablauf bei Vorladung & mehr Die Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt. Danach macht sich strafbar, wer Unecht ist eine Urkunde, wenn der scheinbare Aussteller und der tatsächliche Aussteller voneinander abweichen. Verfälscht ist eine Urkunde, wenn scheinbarer und tatsächlicher Aussteller gleich sind, die Urkunde aber ohne Einverständnis des Ausstellers verändert wurde. Das Verwenden ist strafbar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB geregelt: Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen – z.B. wenn die Fälschung gewerbsmäßig erfolgt oder besonders hohe Schäden verursacht – kann die Strafe noch höher ausfallen. Wie hoch die Strafe bei Urkundenfälschung im Einzelfall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: In der Praxis wird als Strafe für Urkundenfälschung meist eine Geldstrafe verhängt, sofern keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen. Bei Ersttätern kann durch frühzeitige anwaltliche Unterstützung eine Einstellung des Verfahrens erwirkt werden. Die Geldstrafe für Urkundenfälschung hängt vom Einkommen und der Schwere des Vorwurfs ab. Die Gerichte verhängen in einfacheren Fällen häufig Strafen zwischen 30 und 120 Tagessätzen. Durch frühzeitige anwaltliche Beratung lässt sich eine Einstellung des Verfahrens oder eine möglichst niedrige Strafe erreichen. Ersttäter haben meist gute Chancen, dass keine Strafe ausgesprochen wird oder diese im unteren Bereich des Strafrahmens liegt.In vielen Fällen erreichen Strafverteidiger eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, sodass es gar nicht zu einer Strafe kommt. Das Gericht berücksichtigt insbesondere: Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe kommt nur in besonders schweren Fällen oder bei wiederholter Begehung in Betracht. Urkundenfälschung: Beispiele aus der Praxis: Eine Unterschriftenfälschung stellt regelmäßig eine Urkundenfälschung dar, wenn dies zur Täuschung im Rechtsverkehr erfolgt. Die Strafe für Unterschriftenfälschung ist daher identisch mit der Strafe für Urkundenfälschung. Entscheidend ist, ob die Unterschrift eine rechtserhebliche Bedeutung hat – etwa bei Verträgen, Vollmachten oder Zeugnissen. Auch Dokumentenfälschung ist regelmäßig als Urkundenfälschung zu bewerten. Dokumentenfälschung Strafe: Diese richtet sich ebenfalls nach dem konkreten Einzelfall, dem Ausmaß und dem Motiv. Eine zusammengesetzte Urkunde liegt vor, wenn eine Urkunde mit einem anderen Gegenstand fest verbunden wird und sich hierdurch eine sogenannte Beweiseinheit ergibt. Zusammengesetzte Urkunde Beispiele: Die Verjährungsfrist bei Urkundenfälschung beträgt fünf Jahre. Wird die Urkundenfälschung banden- und gewerbsmäßig begangen beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre. Das bedeutet: Wenn innerhalb dieses Zeitraums kein rechtskräftiges Urteil ergeht, darf die Tat nicht mehr verfolgt werden. Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden – zum Beispiel durch: In der Praxis sollte man sich also nicht auf eine baldige Verjährung verlassen, da viele Umstände die Verjährung unterbrechen können. Stattdessen sollte mit einem Anwalt für Strafrecht eine individuelle Verteidigungsstrategie verfolgt werden. Vorladung wegen Urkundenfälschung – was tun? Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter wegen Urkundenfälschung erhalten haben, gilt: Nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Vernehmung erscheinen. Dazu sind Sie weder verpflichtet, noch kann Ihnen dies nachteilig ausgelegt werden. Viele Betroffene machen den Fehler, an einer Vernehmung der Polizei teilzunehmen, um die Sache aufzuklären oder schnell „vom Tisch“ zu bekommen. In der Regel schadet das jedoch mehr, als es nützt. Erst nach Akteneinsicht lässt sich klären, was Ihnen genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen. Mehr Informationen finden Sie unter: Vorladung als Beschuldigter Wie hilft ein Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren? Ein Strafverteidiger kann bereits im Ermittlungsverfahren entscheidend Einfluss nehmen. Er beantragt Akteneinsicht, prüft die Beweise und klärt, ob tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegt und ob es Möglichkeiten gibt, eine Einstellung des Verfahrens ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintragung im Führungszeugnis zu erwirken. Wenn Sie bereits einen Strafbefehl erhalten haben, unterstützt der Anwalt Sie beim Vorgehen gegen Strafbefehl. Mehr dazu unter: Strafbefehl Gerade bei Ersttätern lässt sich mit einer erfahrenen Verteidigung oft eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage erreichen. Raub & schwerer Raub: Strafen & Jugendstrafrecht Raub (§ 249 StGB) ist die Kombination aus dem Einsatz von Gewalt oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und einem Diebstahl. Damit ein Raub vorliegt, muss die Gewalt oder die Drohung mit dem Ziel eingesetzt werden, die Wegnahme der fremden Sache zu ermöglichen. Es kann jedoch auch ausreichen, wenn eine durch Gewalt erzeugte Situation für eine Wegnahme ausgenutzt wird, weil sich der Geschädigte aus Sorge vor weiterer Gewalt nicht gegen die Wegnahme wehrt. Handeln zwei Personen zusammen, liegt auch dann ein Raub vor, wenn nur eine Person Gewalt anwendet und die andere eine Sache stiehlt. Sobald bestimmte qualifizierende Umstände vorliegen, wird ein einfacher Raub zu einem schweren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 StGB oder sogar zu einem besonders schweren Raub (§ 250 Abs. 2 StGB). Ein schwerer Raub liegt vor, wenn Es reicht aus, wenn eines dieser Merkmale erfüllt ist. Bei einem bewaffneten Raubüberfall liegt daher, unabhängig von der Verwendung einer Waffe, bereits ein schwerer Raub vor. Ein besonders schwerer Raub liegt vor, wenn Wird bei einem Raubüberfall mit einer Waffe gedroht oder diese eingesetzt handelt es sich um einen besonders schweren Raub. Der Strafrahmen für Raub, schweren Raub und besonders schweren Raub im Überblick: Die konkrete Strafe hängt von vielen Faktoren des Einzelfalls, wie z.B. Vorstrafen, Tatfolgen und Nachtatverhalten ab. Auch für Ersttäter drohen allerdings sensible Strafen. Ziel der Verteidigung ist es in der Regel, die Vorwürfe auszuräumen und eine Einstellung mangels Tatverdacht oder einen Freispruch zu erkämpfen. Alternativ kann durch eine Strafmaßverteidigung auf eine Bewährungsstrafe hingewirkt werden, um Ihre Freiheit zu erhalten. Wenn Jugendliche oder Heranwachsende (14-21 Jahre) wegen Raub oder schwerem Raub beschuldigt werden, gelten abweichend von den Strafrahmen des Strafgesetzbuchs die besonderen Sanktionen im Jugendstrafrecht. Grundsätzlich gilt: Im Jugendstrafrecht steht nicht die Bestrafung, sondern die Erziehung im Fokus. Dennoch gehören die Raubdelikte zu den schwersten Straftaten, insbesondere schwerer bzw. bewaffneter Raub. Es drohen daher auch für Jugendliche und Heranwachsende Jugendarrest oder Jugendstrafe. Eine frühzeitige Verteidigung kann hier entscheidend sein. Wir beraten Sie über die Besonderheiten im Ablauf des Jugendstrafverfahrens und entwickeln eine individuelle Verteidigungsstrategie für Ihren Fall. View Gefährliche Körperverletzung Alles zum Tatbestand, zur Strafe (auch bei Ersttätern) und Chancen Die gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB ist eine schwerwiegendere Form (sogenannte "Qualifikation") der einfachen Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn der Täter die Tat unter einem der folgenden Umstände begeht:‍ 1. Verwendung von Gift oder gesundheitsschädlichen Stoffen Das umfasst Substanzen, die die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können. Beispiele, bei denen es sich um solche Stoffe handeln kann: 2. Verwendung einer Waffe oder eines gefährlichen Werkzeugs Ein gefährliches Werkzeug ist jeder Gegenstand, der aufgrund seiner Beschaffenheit und der Art der Verwendung erhebliche Verletzungen verursachen kann. Beispiele sind: 3. Hinterlistiger Überfall Dazu gehören Angriffe, die das Opfer nicht kommen sieht, weil sie vom Täter verdeckt erfolgen. Beispiel: Der Täter täuscht vor, dass er das Opfer begrüßen möchte und schlägt dann unvermittelt zu. 4. Gemeinsame Tatbegehung Dazu gehören Taten, bei denen mehrere Täter gemeinsam handeln und das Opfer dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt ist. 5. Beibringen einer das Leben gefährdenden Behandlung Dazu zählen Handlungen, die objektiv geeignet sind, das Leben des Opfers zu gefährden. Beispiele: Bei einer gefährlichen Körperverletzung droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen hohe Geldstrafen. In der Regel erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis. Wichtig: Zusätzlich zur Strafe drohen erhebliche Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen des Verletzten. Für Ersttäter einer gefährlichen Körperverletzung wird in den meisten Fällen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung oder eine Geldstrafe verhängt, wenn keine Vorstrafen bestehen und die Tat nicht besonders schwerwiegend ist. Die tatsächliche Strafe hängt insbesondere von folgenden Punkten ab: Unter Umständen kommt auch eine Milderung des Strafrahmens (minder schwerer Fall) in Betracht, zum Beispiel bei einem Täter-Opfer-Ausgleich oder verminderter Schuldfähigkeit bei Alkoholisierung. In diesen Fällen kann gerade für Ersttäter ohne Vorstrafen in vielen Fällen noch eine Geldstrafe erreicht werden. Außerdem besteht insbesondere bei Ersttätern die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen. In diesem Fall erfolgt kein Eintrag im Führungszeugnis. Mögliche Verteidigungsansätze sind: Wie ein Strafverfahren abläuft, erfahren Sie unter: Ablauf des Strafverfahrens. Besonderheiten zum Ablauf bei Jugendlichen und Heranwachsenden finden Sie unter: Ablauf des Jugendstrafverfahrens Zu Beginn des Ermittlungsverfahrens erfolgt meistens eine Vorladung von der Polizei. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, ob das Verfahren eingestellt wird, z.B. mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. einer Anklage kommt. Wenn Sie einer gefährlichen Körperverletzung beschuldigt werden, machen Sie keine Aussage bei der Polizei. Mehr dazu unter: Warum Sie im Ermittlungsverfahren schweigen sollten. Beauftragen Sie einen Anwalt für Strafrecht, der für Sie Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie entwerfen kann. Unser oberstes Ziel ist stets, das Verfahren noch im Ermittlungsverfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne Eintrag ins Führungszeugnis zur Einstellung zu bringen. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/wirtschaftsstrafrecht Title: Verteidigung im Wirtschaftsstrafrecht Meta Description: Kurzfristige Erstberatung in Krisenfällen: Anwälte für Strafrecht beim Vorwurf der Untreue, Korruption, Subventionsbetrug etc. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/straftat/wirtschaftsstrafrecht ## Headings Structure: H1: Wirtschafts­strafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: FAQS H3: Was kostet die Verteidigung in einem Wirtschaftsstrafverfahren? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H3: Kann ein Strafverteidiger schon im Ermittlungsverfahren etwas erreichen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? ## Main Content: H1: Wirtschafts­strafrecht H2: Das Wichtigste in Kürze: H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H3: Subventionsbetrug H3: Untreue H3: Insolvenzverschleppung H2: Sie werden beschuldigt?
Wir helfen Ihnen! H3: Inhaltsverzeichnis H2: Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht H3: Subventionsbetrug H3: Kapitalanlagebetrug H3: Untreue H3: Bestechung & Bestechlichkeit H3: Vorteilsannahme & -gewährung H3: Steuerhinterziehung H3: Insolvenzverschleppung H3: Bankrott H2: Strafverfahren: Anwalt einschalten H2: FAQS H3: Was kostet die Verteidigung in einem Wirtschaftsstrafverfahren? H3: Wer übernimmt im Wirtschaftsstrafrecht die Kosten meiner Verteidigung? H3: Kann ein Strafverteidiger schon im Ermittlungsverfahren etwas erreichen? H2: Das könnte Sie auch interessieren: H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? H2: Was ist Subventionsbetrug nach § 264 StGB? H3: 1. Falsche oder unvollständige Angaben H3: 2. Subventionswidrige Verwendung H3: 3. Nichtoffenbaren erheblicher Umstände H3: 4. Falsche Bescheinigung H2: Was sind „subventionserhebliche Tatsachen“? H2: Welche Strafe bei Subventionsbetrug? H2: Wie hilft ein Strafverteidiger? H2: ‍Was ist Untreue nach § 266 StGB? H3: 1. Missbrauchstatbestand‍ H3: 2. Treuebruchtatbestand‍ H2: Was sind typische Beispiele für Untreue? H3: Zahlungen bei wirtschaftlicher Krise H3: Private Ausgaben H3: Vergütungen und Boni H3: Riskante Investitionen H2: Wie lässt sich dem Vorwurf der Untreue vorbeugen? H2: Welche Strafe droht bei Untreue? H2: Was ist Insolvenzverschleppung? H2: Was sind Insolvenzgründe? H3: ‍Was heißt Zahlungsunfähigkeit? H3: Was heißt Überschuldung? H3: Was heißt Drohende Zahlungsunfähigkeit? H2: Welche Strafe droht bei Insolvenzverschleppung? H2: Wird jede Insolvenz von der Staatsanwaltschaft überprüft? Zu diesem Gebiet gehören die folgenden Themen: View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst eine Vielzahl von Straftatbeständen, die vor allem Unternehmen, Geschäftsführer:innen, leitende Angestellte und Berater:innen betreffen. Ermittlungsverfahren entstehen häufig nicht aus "klassisch" kriminellem Verhalten, sondern aus komplexen Abläufen, unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck und fehlerhaften internen Prozessen. Gleichzeitig sind die Folgen erheblich: strafrechtliche Sanktionen, Reputationsschäden, berufsrechtliche Konsequenzen und finanzielle Rückforderungen. Wir verteidigen Einzelpersonen und Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts – mit wirtschaftlichem Sachverstand, strategischer Beratung und Durchblick in komplexen Ermittlungsverfahren. Ein frühzeitiges Eingreifen im Ermittlungsverfahren ist dabei häufig entscheidend, um das Verfahren diskret und effektiv zu steuern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die für Unternehmen besonders relevanten Bereiche des Wirtschaftsstrafrechts: Fehler in Fördermittelanträgen, mangelnde Dokumentation oder zweckwidrige Verwendung können schnell zu Strafverfahren führen. Schon leichtfertige Falschangaben sind strafbar. Irreführende Angaben bei Investitionsmodellen oder Fehlberatung können strafrechtliche Konsequenzen haben – für Geschäftsführung ebenso wie für Vermittlung. Der Vorwurf betrifft häufig interne Verantwortliche, die Vermögen pflichtwidrig verwalten. Besonders sensibel im Unternehmens- und Vereinskontext, aber auch Vermietungen und Treuhänder sind von diesem Vorwurf mitunter betroffen. Korruptionsvorwürfe im geschäftlichen Umfeld sind komplex und reputationssensibel. Es droht ein Eintragung ins Korruptionsregister und damit der Verlust der Möglichkeit, staatliche Aufträge zu erlangen. Bereits das Annehmen oder Gewähren von Vorteilen kann strafbar sein – unabhängig davon, ob tatsächlich Einfluss genommen wurde. Ein Klassiker im Wirtschaftsstrafrecht: unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber dem Finanzamt, Gestaltungsmissbrauch oder Fehler in der Buchhaltung. Geschäftsführer stehen schnell im Fokus, wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird. Im Zusammenhang mit Unternehmenskrisen stehen Maßnahmen wie Mittelverschiebungen, versäumte Buchführung oder Vermögensverschleierung im Fokus. Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen im Unternehmenskontext. Rechtsanwalt Schlüter ist neben seiner juristischen Ausbildung auch studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann und verfügt daher über ausgeprägtes Zahlenverständnis und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Rechtsanwalt Meese war bereits im Rahmen seiner Ausbildung für eine überregionale Kanzlei mit Tätigkeitsschwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht tätig. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Im Wirtschaftsstrafrecht arbeiten wir überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis, weil Art und Umfang der Tätigkeit zu Beginn nicht klar vorhersehbar sind. Wir legen großen Wert auf Kostentransparenz, informieren laufend über den Aufwand und die nächsten Schritte und unterstützen Sie bei der Einholung einer Deckungszusage Ihrer D&O-Versicherung, sofern eine solche besteht. In vielen Fällen übernehmen diese Versicherungen einen erheblichen Teil der Verteidigungskosten. Bei einem Anteil der Fälle übernehmen die betroffenen Unternehmen die Kosten der Verteidigung von Organen und leitenden Angestellten. Bei Mitgliedern des Vorstands bzw. der Geschäftsführung bestehen zudem häufig D&O-Versicherungen, die Verteidigungskosten innerhalb der versicherten Summe übernehmen. In einigen Fällen übernehmen private Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten der Verteidigung, oftmals allerdings nur anteilig. Sprechen Sie uns hierauf direkt bei unserer Mandatierung an, damit wir eine Deckungsanfrage stellen können und Sie bereits frühzeitig einen Überblick über die zu tragenden Kosten haben. Gerade im Wirtschaftsstrafrecht ist das Ermittlungsverfahren der entscheidende Hebel. Durch Akteneinsicht, die Aufarbeitung interner Prozesse, Abstimmung mit Bewilligungsstellen oder Behörden und die Präsentation entlastender Unterlagen lassen sich viele Verfahren geräuschlos einstellen, bevor eine öffentliche Hauptverhandlung überhaupt in Betracht kommt. Sie benötigen einen Anwalt für Strafrecht? Buchen Sie über unser nachfolgendes Portal einen Termin für eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung: View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. View Subventionsbetrug Strafverfahren rund um die Gewährung staatlicher Förderung Der Subventionsbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand, der spezieller ist als der Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. Es existieren vier sogenannte „Modalitäten“, durch die der Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllt werden kann: Diese „Variante“ des Tatbestands kommt dem Tatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO tatsächlich näher als dem des Betrugs gem. § 263 StGB. Der Vorwurf lautet nämlich, dass gegenüber einer Behörde, die für die Bewilligung von Subventionen zuständig ist, unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Strafbar können sich nicht nur Betriebsinhaber oder Geschäftsführer machen, sondern häufig geraten auch leitende Angestellte, Steuerberater bzw. Rechtsanwälte von Unternehmen ins Visier. Erfasst sind ausschließlich Angaben im Rahmen eines Subventionsverfahrens, auch wenn der Wortlaut des Tatbestands weiter gefasst ist. In Betracht kommen nicht nur Angaben gegenüber einer Subventionsbehörde selbst, sondern auch Angaben gegenüber privaten Institutionen, die eine Vorprüfung vornehmen (z.B. Banken). Wichtig: Es ist für die Vollendung der Tat (anders als bei einem Betrug gem. § 263 StGB) nicht erforderlich, dass infolge der unrichtigen oder unvollständigen Angaben auch tatsächlich Subventionsleistungen bewilligt werden. Diese Modalität ist erfüllt, wenn Leistungen gewährt werden, die durch den Subventionsgeber auf bestimmte Verwendungen beschränkt sind, aber für andere Zwecke verwendet werden. Beispiel: Ein großer Betrieb erhält eine öffentliche Förderung für die energieeffiziente Sanierung eines Gebäudes. Tatsächlich wird die Sanierung allerdings nicht (wie in den Subventionsbedingungen vorgeschrieben) sofort vorgenommen, sondern das Geld wird vielmehr zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens erst einmal auf dem Girokonto des Unternehmens „geparkt“. Diese Variante des Tatbestandes wird erfüllt, wenn im Rahmen gewährter Subventionen Meldepflichten bestehen, diese aber nicht erfüllt werden. Nach § 3 SubvG (Subventionsgesetz) sind alle Tatsachen, die z.B. der Weitergewährung von Subventionen entgegenstehen mitteilungspflichtig. Dazu gehört z.B. die Absicht, die Mittel künftig außerhalb des Subventionszwecks zu verwenden. Den Tatbestand erfüllt auch, wer in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige Angaben erlangte Bescheinigung gebraucht, wobei diese Tatbestandsmodalität kaum praktische Bedeutung hat. Das Gesetz verlangt, dass bestimmte Angaben von besonderer Bedeutung sind, zum Beispiel: Ob eine Angabe „subventionserheblich“ ist, ergibt sich aus den Subventionsbedingungen sowie dazugehörige Formulare oder Merkblätter. SIND UNWISSENTLICH FALSCHE ANGABEN AUCH STRAFBAR? Beim Subventionsbetrug gilt eine Besonderheit: Auch leichtfertiges Handeln kann strafbar sein. Das bedeutet: Auch gravierende Sorgfaltsverstöße, die dazu führen, dass Angaben nicht korrekt sind oder Subventionsmittel zweckwidrig verwendet werden, können eine Strafbarkeit begründen. Typische Konstellationen: Beim Vorwurf des Subventionsbetrugs drohen: Für Geschäftsführer und Vorstände kommt hinzu: Eine Verurteilung kann Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit nach Gewerbe-, Gaststätten- oder Außenwirtschaftsrecht haben. Weiterhin droht der Ausschluss von Förderprogrammen. WIE LÄUFT DAS VERFAHREN AB? Das Verfahren beginnt oft nicht mit einer Durchsuchung, sondern unscheinbar, etwa mit einer Anhörung seitens der Bewilligungsstelle und detaillierter Nachprüfung von Unterlagen. Der Vorgang wird dann an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. In der Regel führen die Ermittlungen dann Sondereinheiten der Polizei oder dem Zoll bzw. Sonderdezernate der Staatsanwaltschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität. Ein Anwalt für Strafrecht kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte beantragen, um zu prüfen, was genau gegen Sie vorliegt. Worauf wir bei der Verteidigung Ihres Unternehmens und Ihrer Person den Fokus legen: Komplexe Strafverfahren wegen Subventionsbetruges erfordern oftmals subventionsrechtliche Expertise. Sollten Sie nicht bereits subventionsrechtlich beraten sein, stellen wir ein interdisziplinäres Team für Ihre Verteidigung zusammen. Im Strafrecht gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung, bedeutet: Ein Anwalt darf immer nur eine beschuldigte Person verteidigen. Wir arbeiten in vielen Verfahren vertrauensvoll mit Mitverteidigerinnen und Mitverteidigern zusammen, sodass wir auch in dieser Hinsicht ein Team von Personen zusammenstellen können, mit denen wir bereits in der Vergangenheit vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dabei stellen wir im Rahmen einer sog. "Sockelverteidigung" sicher, dass zusätzlich zu jeder individuellen Strategie eine Gesamtstrategie verfolgt wird, die für alle beteiligten Personen und das Unternehmen maximalen Erfolg verspricht. Zu unserem Netzwerk gehören auch Personen, die strategisch und rechtlich (Presse-/Äußerungsrecht) zur Außenkommunikation und etwaiger Presseberichterstattung beraten. FOKUS AUFS ERMITTLUNGSVERFAHREN In der Regel haben Sie ein Interesse, den Vorwurf ohne Öffentlichkeit, Presseberichterstattung und möglichst frühzeitig auszuräumen. Wir versuchen daher in allen Verfahren bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren auf eine geräuschlose Einstellung ohne öffentliche Gerichtsverhandlung hinzuwirken. WIRTSCHAFTLICHE EXPERTISE Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Rechtsanwalt Jonas Meese war bereits für eine überregionale Kanzlei tätig, die sich vorwiegend im Wirtschaftsstrafrecht betätigt. Im Wirtschaftsstrafrecht sind wir weit überwiegend mit Honorarvereinbarungen auf Stundensatzbasis tätig, da hier der Tätigkeitsumfang zum Zeitpunkt der Mandatierung oftmals nicht präzise absehbar ist. Wir halten Sie über den geschätzten Umfang unserer Tätigkeit für die Zukunft und die bereits erbrachten Leistungen laufend auf Stand und geben Ihne bestmögliche Kostentransparenz. In vielen Fällen übernehmen D&O-Versicherungen auch die Kosten unserer Verteidigung. Sprechen Sie dieses Thema frühzeitig bei uns an, damit wir eine Deckungszusage Ihrer Versicherung einholen können. Verfahren gegen Organe von Unternehmen wegen Vermögensnachteilen Der Straftatbestand besteht aus zwei Varianten: Beispiel: Geschäftsführungsbefugnis ist nach außen (Handelsregister) unbeschränkt, im Innenverhältnis aber beschränkt. Beispiel: Eine Vermietungsgesellschaft verwahrt Mietkautionen ihrer Mieter nicht getrennt vom eigenen Vermögen, sodass die Kautionen im Falle einer Insolvenz nicht vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt sind. WAS IST EINE VERMÖGENSBETREUUNGSPFLICHT? Eine Vermögensbetreuungspflicht liegt vor, wenn eine Person wesentliche Entscheidungen für das Vermögen anderer (in der Regel Unternehmen) trifft und dabei eigenverantwortliche Befugnisse hat. Typische Fälle: Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung, Personen mit Prokura, leitende Angestellte. Der Vorwurf der Untreue wird häufig erhoben bei Zahlungen trotz wirtschaftlicher Schieflage, halb-privaten Aufwendungen, hohen Bonuszahlungen und risikoreichen Investitionen. Insbesondere wenn ein Unternehmen akut insolvenzbedroht ist, können Zahlungen an Gesellschafter, verbundene Unternehmen oder Organe des Unternehmens im Fokus der Ermittlungen stehen. Wenn ein Unternehmen erst durch diese Zahlungen insolvent wird, kann ein Untreuevorwurf sogar dann erhoben werden, wenn dies mit Einverständnis der Gesellschafter bzw. Aktionäre geschieht. Betriebsausgaben, insbesondere Reisen und Bewirtungen, können als pflichtwidrige Vermögensverfügung ausgelegt werden, wenn deren Betriebsbezogenheit fraglich ist. Hohe Bonuszahlungen, Abfindungen oder Sondervergütungen – insbesondere an Geschäftsführer oder leitende Angestellte – stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungen. Der Vorwurf, gegen das Unternehmensinteresse gehandelt zu haben, kann auch bei solchen Mittelverwendungen erhoben werden, die sich im Nachhinein als zu riskant erwiesen haben. Dies sind Fälle, in denen die entscheidenden Personen auch besonders häufig im Außenverhältnis (z.B. durch Prokura) unbeschränkt zum Abschluss von Geschäften befugt sind, im Innenverhältnis (z.B. durch Vorstandsvertrag oder arbeitsrechtliche Weisung) aber angewiesen sind, bei bestimmten Investitionen eine Freigabe vorab einzuholen. Einem Untreuevorwurf lässt sich am besten vorbeugen, indem Entscheidungen, Freigaben und die dazugehörigen Gründe sauber dokumentiert werden. Häufig starten Untreuevorwürfe nämlich zunächst mit der Aufarbeitung kleinerer Unregelmäßigkeiten, z.B. bei einer anlassbezogenen internen Revision. Im Zuge dessen kann es passieren, dass eine interne Untersuchung eine Vielzahl an Sachverhalten zu Tage fördert, die für sich genommen nie zur Diskussion gestanden hätten. Bis sich Organe oder leitende Angestellte dann für bestimmte Geschäftsvorgänge verantworten müssen, sind teilweise Jahre vergangen. Häufig sind die Erinnerungen an die Vorgänge dann nur noch schlecht oder gar nicht vorhanden, insbesondere wenn ihnen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Bedeutung beigemessen wurde. Die Untreue gem. § 266 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, in besonders schweren Fällen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Daneben drohen außerstrafrechtliche Konsequenzen: Persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft, Reputationsverlust und gewerberechtliche Auswirkungen. View Insolvenzverschleppung Strafverfahren wegen nicht oder zu spät gestelltem Insolvenzantrag Die Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO) betrifft Organe, die mit der Unternehmensvertretung betraut sind (Geschäftsführung, Vorstand). Der Vorwurf lautet, dass der Insolvenzantrag nicht rechtzeitig oder nicht richtig gestellt wurde, obwohl ein zwingender Insolvenzgrund vorlag. Es existieren drei Insolvenzgründe, nämlich die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung und die drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Faustregel: Zahlungsunfähigkeit ist zu vermuten, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, seine am Stichtag fälligen Zahlungspflichten binnen spätestens drei Wochen zu mindestens 90 % zu erfüllen. Bei Zahlungsunfähigkeit besteht die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Unternehmen ist dann überschuldet, wenn die Verbindlichkeiten nicht mehr durch das Vermögen des Unternehmens gedeckt sind und eine negative Fortführungsprognose besteht. Eine solche negative Fortführungsprognose liegt vor, wenn das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt. Bei Überschuldung und negativer Fortführungsprognose ist ein Insolvenzantrag verpflichtend. Drohende Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn das Unternehmen zwar noch zahlungsfähig ist, voraussichtlich aber nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Verbindlichkeiten dann zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bei lediglich drohender Zahlungsunfähigkeit besteht keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Innerhalb welcher Frist muss ein Insolvenzantrag gestellt werden? Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss ein Insolvenzantrag gemäß § 15a Abs. 1 S. 2 InsO ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von drei Wochen, gestellt werden. In der Praxis wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung meist erhoben, weil: Auch faktische Geschäftsführer, also Personen, die Entscheidungen maßgeblich prägen, obwohl sie nicht im Handelsregister stehen, können beschuldigt werden. Die Insolvenzverschleppung wird mit: Daneben drohen erhebliche außerstrafrechtliche Folgen: Jede angemeldete Insolvenz wird gemäß der Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) an die Staatsanwaltschaft gemeldet und dort überprüft. Dort wird ein Aktenzeichen vergeben und in aller Regel das Insolvenzgutachten aus dem Insolvenzverfahren abgewartet. Zu diesem Zeitpunkt läuft noch kein Strafverfahren. Ergibt sich aus dem Insolvenzgutachten, dass Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung schon länger als drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags bestanden, leitet die Staatsanwaltschaft in aller Regel ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ein. Besonders häufig betrifft dies Konstellationen, in denen nicht das Vertretungsorgan des Unternehmens selbst (z.B. Geschäftsführung) den Insolvenzantrag gestellt haben, sondern externe Dritte dies getan haben. Meistens handelt es sich hierbei um Sozialversicherungsträger (z.B. Krankenkassen). WIE ERFAHRE ICH, DASS EIN VERFAHREN GEGEN MICH LÄUFT? Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfahren Beschuldigte oftmals durch den Erhalt einer Vorladung als Beschuldigter, beim Vorwurf der Insolvenzverschleppung wird aber weit häufiger ein Anhörungsbogen zugeschickt. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zum Umgang mit einer Beschuldigtenvorladung. Die dort genannten Punkte gelten genauso für Anhörungsbögen. ICH BEFÜRCHTE EIN VERFAHREN WEGEN INSOLVENZVERSCHLEPPUNG. WAS SOLL ICH JETZT TUN? Wenn Sie befürchten, das gegen Sie ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sollten Sie in erster Linie alle Unterlagen sichern. Im Verlauf des Insolvenz- oder Strafverfahrens gehen oftmals sämliche Geschäftsunterlagen zum Insolvenzverwalter bzw. der Staatsanwaltschaft. Sichern Sie sich eine Kopie aller Unterlagen, damit Sie die Möglichkeit haben, auf entlastende Dokumente (z.B. E-Mails von Kunden, Kommunikation mit dem Steuerberater etc.) zurückgreifen zu können. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/rechtsanwalt/meese Title: Rechtsanwalt Jonas Meese | Strafverteidiger Meta Description: Rechtsanwalt Jonas Meese ist Partner der Kanzlei NEMO Strafverteidiger. Er verteidigt bundesweit in Strafverfahren. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/rechtsanwalt/meese ## Headings Structure: H1: Jonas Meese H2: Rechtsanwalt. Strafverteidiger. H2: Jonas Meese H2: Vita H2: Das sagen unsere Mandanten: H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter H2: Rechtsanwalt H2: Jonas Meese ## Main Content: H1: Jonas Meese H2: Rechtsanwalt. Strafverteidiger. H2: Jonas Meese H2: Vita H2: Das sagen unsere Mandanten: H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter H2: Rechtsanwalt H2: Jonas Meese Rechtsanwalt Jonas Meese hat bereits in mehreren hundert Verfahren verteidigt – sowohl im Ermittlungsverfahren als auch in Strafprozessen vor Amts- und Landgerichten bundesweit. Verteidigung ist ein People’s Business: Sie und Ihre Interessen stehen im Fokus. Um diese durchzusetzen müssen wir im Strafprozess Menschen überzeugen - je nach Fall mit Diplomatie, Taktik oder Konflikt. Mehrjährige Erfahrung als Strafverteidiger in einer bundesweit tätigen Strafrechtskanzlei mit einer Vielzahl an Prozessen vor Amts- und Landgerichten Laufendes Promotionsprojekt zu einem strafrechtlichen Thema an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main Dozent für Strafrecht Zweite Juristische Prüfung (Befähigung zum Richteramt) mit Prädikat Referendariat beim Hanseatischen Oberlandesgericht mit Stationen bei der Staatsanwaltschaft Hamburg (Dezernat für Organisierte Kriminalität), einer bundesweit tätigen Strafrechtskanzlei in Hamburg und einer renommierten Kanzlei für Wirtschaftsstrafrecht in Köln Erste Juristische Prüfung (Diplom-Jurist) mit Prädikat Studium der Rechtswissenschaft in an der Universität Hamburg und Leiden University (Niederlande) Wir werden regelmäßig von unseren Mandanten über die Plattform Anwalt.de bewertet. Hier finden Sie die neusten Bewertungen: Sie brauchen rechtliche Beratung? Rufen Sie uns an für eine kostenlose Ersteinschätzung oder nutzen Sie unser Kontaktformular. --- ### Page: https://www.nemo-strafrecht.de/rechtsanwalt/schlueter Title: Rechtsanwalt Alexander Schlüter | Strafverteidiger Meta Description: Rechtsanwalt Alexander Schlüter ist Partner der Kanzlei NEMO Strafverteidiger. Er verteidigt bundesweit in Strafverfahren. Language: en Canonical URL: https://www.nemo-strafrecht.de/rechtsanwalt/schlueter ## Headings Structure: H1: Alexander Schlüter H2: Rechtsanwalt. Strafverteidiger. H2: Alexander Schlüter H2: Vita H2: Das sagen unsere Mandanten: H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter ## Main Content: H1: Alexander Schlüter H2: Rechtsanwalt. Strafverteidiger. H2: Alexander Schlüter H2: Vita H2: Das sagen unsere Mandanten: H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter H2: Rechtsanwalt H2: Alexander Schlüter Rechtsanwalt Alexander Schlüter vereint kämpferische Strafverteidigung mit ausgeprägtem Zahlenverständnis. Neben seinen beiden juristischen Examina mit Prädikat ist er studierter Betriebswirt und ausgebildeter Bankkaufmann. Dieses wirtschaftliche Verständnis verschafft ihm und seinen Mandanten Vorteile, insbesondere beim Vorwurf der Geldwäsche und in allen anderen Verfahren mit komplexen finanziellen Hintergründen. Rechtsanwalt & Strafverteidiger Lehrbeauftragter für Strafrecht an der Universität Hamburg Zweite Juristische Prüfung (Befähigung zum Richteramt) mit Prädikat Referendariat beim Oberlandesgericht Celle mit Stationen bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg (Dezernat für Wirtschaftskriminalität) und einer bundesweit tätigen Strafrechtskanzlei in Hamburg Über acht Jahre wissenschaftliche Mitarbeit in einer Kanzlei für Strafrecht Über fünf Jahre wissenschaftliche Mitarbeit in einer Compliance-Abteilung eines Softwareherstellers Erste Juristische Prüfung (Diplom-Jurist) mit Prädikat Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg Abgeschlossenes Studium der BWL an der Leuphana Universität Lüneburg Abgeschlossene Berufsausbildung (Bankkaufmann) in einer deutschen Großbank Wir werden regelmäßig von unseren Mandanten über die Plattform Anwalt.de bewertet. Hier finden Sie die neusten Bewertungen: Sie brauchen rechtliche Beratung? 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